Fußball

Rücktritt bei Fifa und Uefa Grindel legt internationale Ämter nieder

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Reinhard Grindel sitzt nun auch nicht mehr in den Gremien der Fifa und der Uefa.

(Foto: imago images / Jan Huebner)

Reinhard Grindel zieht Konsequenzen: Er legt auch seine Ämter bei der Fifa und der Uefa nieder. Damit reagiert er auf das nach der Uhren-Affäre gewachsene Misstrauen und den medialen Druck. Mit seinem Rücktritt hinterlässt der ehemalige DFB-Präsident an mehreren Stellen vakante Posten.

Der ehemalige DFB-Präsident Reinhard Grindel ist auch von seinen internationalen Ämtern bei den Verbänden Uefa und Fifa zurückgetreten. Er werde seine Posten als Vize-Präsident der Europäischen Fußball-Union und im Council des Weltverbands aufgeben, teilte der frühere Chef des Deutschen Fußball-Bundes in einer persönlichen Erklärung mit. Dies habe er in einem Brief an Uefa-Präsident Aleksander Ceferin geschrieben.

Grindel hatte sich vor acht Tagen nach einer Serie von Fehltritten als Präsident des Deutschen Fußball-Bundes zurückgezogen. Nun reagierte er auf den Druck der Medien: "Die öffentliche Berichterstattung hat jedes Maß verloren. Durch die verspätete Meldung der Annahme eines Geschenks habe ich Spekulationen entfacht, gegen Regeln der Good Governance verstoßen zu haben", schrieb Grindel.

"Es war eine unerklärliche Arglosigkeit"

Laut Grindel gab es jedoch "keinerlei Unrechtsvereinbarung und keinerlei Beeinflussung" mit Blick auf seine Person. "Es war eine unerklärliche Arglosigkeit von mir, dieses Geschenk nicht sofort den zuständigen Compliance Beauftragten zu melden", erklärte Grindel. Er übernehme "die Verantwortung auf nationaler und internationaler Ebene", erklärte er nun. "Es geht mir vor allem darum, den guten Ruf der Uefa zu schützen. Außerdem möchte ich den Weg der Fifa zu mehr Transparenz und Good Governance nicht belasten."

Damit sind die internationalen Ämter, die der 57-Jährige im Auftrag des DFB bekleidete, vorerst vakant. Bei der Uefa lief sein Mandat noch bis 2021, bei der Fifa noch zwei Jahre länger. Nur der Uefa-Kongress aller Mitglieder des Kontinentalverbands kann über eine Neubesetzung beider Posten entscheiden.

Enthüllungen über Zusatzeinkünfte und die Annahme einer teuren Uhr hatten Grindel seinen DFB-Job gekostet. In seiner Erklärung betonte er, dass er wegen des Geschenks durch den früheren ukrainischen Verbandsboss Grigori Surkis in "keinerlei Interessenskonflikt geraten" sei.

Quelle: n-tv.de, jho/dpa/sid

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