Fußball

Heidenheim klettert auf Drei HSV patzt, Arminia ist Herbstmeister

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Marc Lorenz erzielte das Tor zum Heimfluch: Bielefeld kann zuhause

(Foto: dpa)

Am 16. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga kassiert der HSV eine späte Pleite gegen den 1. FC Heidenheim und verpasst es, Druck auf die Verfolger auszuüben. Tabellenführer Arminia Bielefeld kann dem Heimfluch nicht trotzen, vermeidet aber eine Last-Minute-Niederlage.

Hamburger SV - 1. FC Heidenheim 0:1 (0:0)

Der Hamburger SV hat seinen Heimnimbus in der 2. Fuball-Bundesliga verloren. Die Hanseaten kassierten am Freitagabend im letzten Spiel des Jahres vor eigenem Publikum mit dem 0:1 (0:0) gegen den 1. FC Heidenheim ihre erste Niederlage im Volksparkstadion nach sechs Siegen und einem Unentschieden. Der eingewechselte Jonas Föhrenbach (83.) erzielte den entscheidenden Treffer für die starken Gäste.

Durch die Niederlage vergab der HSV vor 42.190 Zuschauern auch die Chance auf die Herbstmeisterschaft. Diese sicherte sich Tabellenführer Arminia Bielefeld durch das 2:2 (0:1) gegen den Karlsruher SC vorzeitig. Vor dem Abschluss der Hinrunde haben die Ostwestfalen mit 33 Punkten nun vier Zähler mehr als der Verfolger aus dem Norden auf dem Konto. Heidenheim (26) kletterte vorübergehend auf Rang drei.

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(Foto: imago images/Eibner)

Die Hamburger waren um Wiedergutmachung für das 1:2 in der Vorwoche beim VfL Osnabrück bemüht. Doch gegen die gut organisierte und dicht gestaffelte Heidenheimer Deckung fand der HSV kaum ein Mittel. Trotz 70 Prozent Ballbesitz kamen die Hanseaten in Hälfte eins kaum zu Torchancen. Die beste verstolperte Martin Harnik (19.), als er freistehend sich selbst anschoss. Die Gäste warteten nur auf Fehler des Gegners und hatten vor der Pause auch die größte Gelegenheit durch einen Postenschuss von Tim Kleindienst (16.). Nach dem Wechsel bot sich ein ähnliches Bild: Der HSV drückte, Heidenheim wartete auf Fehler. Immerhin zwang Hamburgs Sonny Kittel (51.) mit einem Schuss aus kurzer Entfernung FCH-Torwart Kevin Müller zu einer starken Fußabwehr. In der Folgezeit fiel den Gastgebern weiterhin nur wenig ein. Die Heidenheimer schienen sich mit dem Punkt durchaus zufrieden zu geben. Doch Föhrenbachs Abstaubertor bescherte ihnen ein unerwartetes Geschenk. HSV-Trainer Dieter Hecking sah eine verdiente Niederlage seiner Mannschaft: "Das war ein schweres Spiel, Heidenheim hatte dann doch die besseren Chancen."

Arminia Bielefeld - Karlsruher SC 2:2 (0:1)

Arminia Bielefeld hat sich zwar die Herbstmeisterschaft gesichert, den Heimfluch konnte die mit jetzt 67 Punkten erfolgreichste Mannschaft des Kalenderjahres 2019 aber nicht besiegen: Die Ostwestfalen kamen zu einem 2:2 (0:1)-Unentschieden gegen den Karlsruher SC und haben damit nur zwei ihrer acht Heimspiele in dieser Saison gewonnen. Fabian Klos (81. Minute/Foulelfmeter) und Joan Simun Edmundsson (90.+4) bewahrten die Arminia spät vor einer Niederlage gegen den Aufsteiger Karlsruhe, der durch Marc Lorenz (25.) und Marvin Wanitzek (90.+1) zweimal in Führung gegangen war. Die Bielefelder bauten ihren Vorsprung vor dem Hamburger SV aber auf vier Punkte aus. Von Beginn an bestimmte Bielefeld die Partie, hatte deutlich mehr Ballbesitz und erspielte sich einige gute Chancen. Doch beim Abschluss agierten die Hausherren zu ungenau. Anders die Karlsruher, die der Ex-Bielefelder Lorenz bei einem der wenigen Angriffe gleich in Führung brachte.

Die Bielefelder erhöhten zwar das Tempo, taten sich zunächst aber noch schwerer in der gut gestaffelten KSC-Abwehr eine Lücke zu finden. Hektisch wurde es in der Schlussphase - zunächst traf Klos vom Elfmeterpunkt, ehe Wanitzek schon tief in der Nachspielzeit erneut für den KSC traf. Aber den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Edmundsson zum 2:2. "Die Bundesliga ist mein größter Traum mit der Arminia", sagte Torschütze Klos am Sky-Mikrofon: "Wenn wir so weitermachen, dann sind wir auf einem richtig guten Weg, bis zum Schluss in der Spitzengruppe drin zu sein."

 

Am Samstag muss in der 2. Fußball-Bundesliga Hannover 96 dagegen ankämpfen, auf deinen Abstiegsplatz abzurutschen. Die Niedersachsen holten am 15. Spieltag gegen den FC St. Pauli den ersten Dreier nach zuvor sechs Spielen ohne Sieg. Gegner Erzgebirge Aue kann dagegen bei einem Sieg zumindest bis Montag nach Punkten auf den Relegationsrang aufschließen.

Quelle: ntv.de, ter/dpa