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In Hamburg sagt man Tschüss: Heribert Bruchhagen.
In Hamburg sagt man Tschüss: Heribert Bruchhagen.(Foto: dpa)
Donnerstag, 08. März 2018

"Sind voll handlungsfähig": Hamburger SV feuert Klubchef und Manager

Der Hamburger SV entlässt seinen Vorstandschef Heribert Bruchhagen. Auch Sportdirektor Jens Todt muss gehen, wie der abstiegsbedrohte Fußball-Bundesligist mitteilt. Nun gehe es darum, sich neu auszurichten - mutmaßlich in der zweiten Liga.

Der abstiegsbedrohte Fußball-Bundesligist Hamburger SV hat seinen Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen und Sportchef Jens Todt freigestellt. Damit reagiert der Verein auf den drohenden Abstieg in die zweite Liga. Die operative Leitung übernehme der bisherige stellvertretende Vorstandsvorsitzende und Finanzchef Frank Wettstein, teilte der Verein mit.

"Wir haben uns nach eingehender Analyse der Gesamtsituation zu diesem Schritt entschieden und widmen uns nun der Neuausrichtung", sagte Vereinspräsident Bernd Hoffmann, der überraschend den Vorsitz im Aufsichtsrat übernahm. Der personelle Umbruch erfolgte nach einer Aufsichtsratssitzung am Mittwochabend. "In Anbetracht meiner Erfahrung im Profifußball hat der Aufsichtsrat mich - ebenfalls einstimmig - gebeten, die Neuausrichtung des HSV maßgeblich mit voranzutreiben", sagte Hoffmann.

Bislang saß Michael Krall dem Aufsichtsrat vor. Der Grund für die Beurlaubung des Vorstandschefs und des Sportdirektors sei die Erkenntnis, dass der "HSV jetzt unmittelbar" mit dem Umbruch beginnen müsse. Die Trennung von Bruchhagen und Todt war erst zum Saisonende erwartet worden. Bruchhagens Vertrag war bis Sommer 2019 datiert, Todts bis zum Ende dieses Jahres. Bei einem Abstieg will der Klub in den nächsten Wochen die Weichen stellen und Personal für die Leitung sowie Spieler rekrutieren.

"Wir erstellen ein konkretes Anforderungsprofil und werden einen geordneten Prozess angehen, mit dem wir den besten Kandidaten für den HSV finden wollen", sagte Hoffmann. "Es ist keine Trennung im Streit." Bruchhagen habe sich "stets schützend vor unseren Klub gestellt. Ihm war und ist sehr daran gelegen, dass der HSV die aktuelle sportliche Talsohle überwindet". Neun Spieltage vor dem Saisonende stehen die Hamburger auf dem vorletzten Tabellenplatz - mit sieben Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Damit droht erstmals seit Gründung der Bundesliga 1963 der Abstieg.

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Quelle: n-tv.de