Hertha-Geschäftsführer Peter Görlich hat Offensivspieler Fabian Reese gegen Pfiffe wegen dessen Abgang aus der Hauptstadt verteidigt. "Ich bleibe dabei: Fabi hat es nicht verdient, er hat bei uns einen Top-Job gemacht", sagte der 59-Jährige bei "At Broski - Die Sport-Show". Reese sei mit der Hertha "immer sauber umgegangen." Der 28 Jahre alte Reese, der sich zuvor häufiger mit emotionalen Worten zur Hertha bekennt hatte, wechselte im Sommer aus Berlin zum Ligakonkurrenten VfL Wolfsburg. Den Abgang und das Ziel nehmen einige Fans dem Offensivmann übel - und das nicht nur in Berlin.
"Ein erwachsener junger Mann, ein sehr feiner junger Mann wie Fabi, darf eine solche Entscheidung treffen. Ich finde es aber in keinster Weise legitim, dass man dann einen Spieler, egal wo der kickt, auspfeift, nur weil man so ein bisschen mitpfeifen will", sagte Görlich.

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Reese-Transfer stand Hertha "gut zu Gesicht"
Der Hertha-Chef verneinte aber, dass der Anstoß für die Trennung von den Berlinern ausgegangen sei. Das sei erst mal eine Thematik zwischen Spieler und Berater. "Und dann spricht man natürlich mit der Spielerseite in Form des Beraters und sagt: 'Pass mal auf, wenn etwas kommt, sind wir gesprächsbereit, aber nicht unter jeder Größe'", erläuterte Görlich. "Aber du gehst nicht zu deinem Kapitän und Scorerkönig und setzt ihm eine Pistole auf die Brust."
Reese hatte in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" gesagt: "Mir wurde gesagt: Pass auf, Fabian, wir müssen Geld generieren, und für dich wäre ein Wechsel die beste Möglichkeit, um in deiner Karriere den nächsten Step zu machen." Görlich sagte aber, dass der Transfer "uns tatsächlich am Ende des Tages auch aufgrund des Umfangs gut zu Gesicht gestanden hat". Die Berliner müssen sich konsolidieren und waren dafür auf Transfereinnahmen und Gehaltseinsparungen angewiesen.
Reese habe es verdient, dass man ihm nach seinen drei starken Jahren in Berlin respektvoll begegne, sagte Görlich. "Wir werden das tun, vom Trainerteam und Verantwortlichen her. Und ich gehe davon aus, dass unser Publikum das genauso tun wird", sagte der Geschäftsführer des Tabellenführers der 2. Liga. Am 7. November treten Wolfsburg und Reese bei der Hertha im Olympiastadion an.

