Fußball

Bobic-Nachfolger aus Leipzig Krösche soll Frankfurts große Aufgaben lösen

imago1001429183h.jpg

Markus Krösche hat große Aufgaben vor sich.

(Foto: imago images/Christian Schroedter)

Fredi Bobic ist einer der Hauptverantwortlichen für den Aufschwung von Eintracht Frankfurt, der sogar in die Champions League führen könnte. Doch der Macher verlässt den Verein und hinterlässt große Aufgaben. Denen stellt sich nun einer, der seinerseits die Champions League kennt.

Mit dem Engagement von Markus Krösche als neuen Sportvorstand und Nachfolger von Fredi Bobic ist Eintracht Frankfurt eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft gelungen. Der 40-Jährige erhält er einen Vertrag bis zum 30. Juni 2025. "Seine Verpflichtung ist ein absoluter Volltreffer für unseren Verein", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Philip Holzer. "Auf all seinen Stationen hat er erfolgreich gearbeitet, und wir sind sicher, dass wir mit ihm die positive Entwicklung von Eintracht Frankfurt weiter vorantreiben können."

Der Aufsichtsrat des Fußball-Bundesligavierten hatte sich am Freitag einstimmig für die Berufung von Krösche ausgesprochen, der seinen Vertrag als Sportdirektor bei RB Leipzig vorzeitig aufgelöst hatte. Er wird seine Arbeit am Main am 30. Juni aufnehmen - und tritt in große Fußstapfen.

Große Aufgaben sind noch ungelöst

Noch-Sportvorstand Bobic hatte in fast fünf Jahren mit klugen Spieler- und Trainerverpflichtungen die Basis für beachtliche sportliche Erfolge wie den DFB-Pokalsieg 2018 oder den Einzug ins Europa-League-Halbfinale 2019 geschaffen. Der Ex-Nationalstürmer wechselt nach dem Saisonende als Sport-Geschäftsführer zu Hertha BSC. "Ich habe die Entwicklung von Eintracht Frankfurt in den vergangenen Jahren intensiv verfolgt", sagte Krösche. "Der Klub hat sich toll entwickelt und ist unter anderem aufgrund seiner Emotionalität eine großartige Adresse im deutschen Fußball." Er wolle dazu beitragen, dass "die aktuelle Erfolgsstory dieses Traditionsvereins auch in der Zukunft weitergeschrieben" werde.

Aufsichtsratschef Holzer ist überzeugt, dass dies mit dem "absoluten Fachmann" Krösche gelingen werde: "Wir sehen uns langfristig sehr gut mit ihm aufgestellt." Allerdings steht noch eine weitere, für die sportliche Entwicklung wichtige Personalentscheidung aus: Die Verpflichtung eines Nachfolgers von Cheftrainer Adi Hütter, der im Sommer zu Borussia Mönchengladbach wechselt. Krösche dürfte dabei sicherlich ein gewichtiges Wort mitreden. Als Kandidaten werden Oliver Glasner vom VfL Wolfsburg sowie Roger Schmidt von PSV Eindhoven gehandelt, mit dem er als Assistent von 2015 bis 2017 bei Bayer Leverkusen gearbeitet hat.

Auch die Kaderplanung für die kommenden Spielzeit dürfte eine große Herausforderung für ihn werden. Vor allem bei einem Verpassen des greifbar nahen Champions-League-Einzugs könnten lukrative Angebote europäischer Klubs zum Weggang von Torjäger André Silva, Flügelspieler Filip Kostic oder Verteidiger Evan N'Dicka führen.

Quelle: ntv.de

ntv.de Dienste
Software
ntv Tipp
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.