Fußball

"Es gibt Interesse und Kontakt" Kuntz soll türkischer Nationaltrainer werden

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Führt Stefan Kuntz bald die türkische Nationalmannschaft zu Erfolgen?

(Foto: imago images/Sven Simon)

Das wäre eine faustdicke Überraschung: Laut türkischen Medien soll U21-Europameister-Coach Stefan Kuntz bald für die türkische Nationalelf an der Seitenlinie stehen. Berichten zufolge soll der Trainer heute nach Istanbul fliegen und mit Nationalmannschaftsdirektor Hamit Altintop verhandeln.

U21-Europameister-Coach Stefan Kuntz soll neuer türkischer Fußball-Nationaltrainer werden. Dies berichten türkische Medien und posteten bei Twitter sogar die Boardkarte von Kuntz für einen Flug am heutigen Nachmittag nach Istanbul. Dort sollen Verhandlungen mit dem neuen Nationalmannschaftsdirektor und Ex-Bundesliga-Profi Hamit Altintop aufgenommen werden. "Ja, es gibt Interesse und auch Kontakt", bestätigte der 58-Jährige der "Bild". Die türkische Zeitung "Hürriyet" berichtete, es seien auch Gespräche mit dem früheren deutschen Weltmeister und Bundestrainer Jürgen Klinsmann geführt worden.

Kuntz, Europameister von 1996, war als Aktiver einst Profi von Besiktas Istanbul gewesen (1995/96). Nach dem EM-Triumph in diesem Sommer mit der U21 war der einstige Torjäger auch als Bundestrainer der deutschen A-Nationalmannschaft gehandelt worden. Allerdings schenkte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) Ex-Bayern-Coach Hansi Flick als Nachfolger von Joachim Löw das Vertrauen.

Türkischer Verband trennt sich von Günes

Kuntz hatte Anfang September das "Interesse von Verbänden und Klubs" an seiner Person bestätigt. "Es ist normal, dass einen das zum Nachdenken bringt", meinte der 58-Jährige. Kuntz hatte zuletzt dreimal in Folge mit der U21 das EM-Finale erreicht und dabei zweimal den Titel geholt. Der DFB hat stets auf einen Verbleib seines Erfolgscoaches gehofft. Kuntz hatte sich zuletzt über seinen neuen Jahrgang im Vergleich zur Vorgängergeneration "vorsichtig optimistisch" gezeigt. Vor allem abseits des Platzes sei das Team schon sehr weit. "Die Jungs reden viel und sagen ihre Meinung. Dass wir mehr diskutieren auf einer guten Ebene, finde ich super", hatte der ehemalige Nationalspieler gesagt. Zudem trügen alle in der Mannschaft zum Teamgeist bei. "Die Jungs nehmen das bis jetzt sehr gut an."

Am vergangenen Freitag hatte sich der türkische Verband von Senol Günes nach etlichen Misserfolgen getrennt. Dem 69 Jahre alten Coach wurde die sportliche Talfahrt in den vergangenen Wochen und Monaten zum Verhängnis.

Auch die Qualifikation für die WM-Endrunde 2022 in Katar ist in Gefahr. In der WM-Qualifikationsgruppe G liegt die Mannschaft nach einer 1:6-Blamage in Amsterdam hinter den Niederlanden und Norwegen nur auf dem dritten Platz. Die Türkei hatte bei der paneuropäischen EM-Endrunde im Sommer nach drei Niederlagen und nur einem erzielten Treffer stark enttäuscht und war bereits in der Gruppenphase gescheitert.

Quelle: ntv.de, dbe/sid

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