Fußball

Bundestrainer? Gerade unwichtig Kuntz wäre ein "hervorragender Kandidat"

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Kuntz hat mit seinem U21-Team noch viel vor.

(Foto: REUTERS)

Stefan Kuntz ist Trainer der U21-Nationalmannschaft. Und das ist alles, was für den Fußballlehrer aktuell in der EM-Gruppenphase zählt. Über den Job als Nachfolger von Joachim Löw will er nicht nachdenken. Noch nicht. Zahlreiches Lob kommt derweil von den anderen.

U21-Coach Stefan Kuntz hat ausweichend auf seine Ambitionen auf den Bundestrainerposten beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) und die Nachfolge von Joachim Löw nach der Europameisterschaft in diesem Sommer reagiert. "Wenn ich mit nur einem Prozent nicht bei der U21 wäre, dann würde ich hier den Job nicht richtig machen. Danach ist genug Zeit, andere Dinge zu diskutieren", sagte der einstige Torjäger Kuntz, der zurzeit den DFB-Nachwuchs bei der EM in Ungarn betreut, im Doppelpass bei Sport1.

Die deutsche U21 war mit einem 3:0 gegen Ungarn und einem 1:1 gegen die Niederlande erfolgreich in das Turnier gestartet und steuert Richtung Viertelfinale. Kuntz gilt derzeit als aussichtsreicher Anwärter auf die Löw-Nachfolge, nachdem Hansi Flick (Bayern München) und Jürgen Klopp (FC Liverpool) nicht zur Verfügung stehen. Auch Löw-Assistent Marcus Sorg kommt für den Bundestrainer-Job infrage.

"Ich glaube, dass der DFB gesagt hat, dass er niemanden kontaktieren will, der bei einem anderen Verein einen Vertrag hat. Die Schlussfolgerung könnt ihr jetzt ziehen", sagte der 58-jährige Kuntz in der Sport1-Liveschalte. DFB-Direktor Oliver Bierhoff hatte am vergangenen Montag bei der Nationalmannschaft betont: "Ich habe wirklich keine Eile, weil wir DFB-intern eine gute Lösung haben."

"Eine tolle Entwicklung gemacht"

Joti Chatzialexiou, Sportlicher Leiter der Nationalmannschaften beim DFB, würde Kuntz den Job jedenfalls zutrauen. "Er wäre ein hervorragender Kandidat! Er hat gezeigt, dass er ein guter Trainer ist, der super mit den Spielern umgeht, viel Feingefühl hat. Er hat eine tolle Entwicklung gemacht", sagte Chatzialexiou der "Bild": "Es wäre natürlich schön, wenn es ein Trainer aus unseren Reihen wird."

Der ehemalige Stuttgarter Meister-Trainer Christoph Daum bemühte im Doppelpass die DFB-Historie, um eine Antwort auf die Löw-Nachfolge zu geben: "1990 war der Nachfolger von Franz Beckenbauer der U21-Trainer Berti Vogts", äußerte Daum und sieht Kuntz somit in der Poleposition.

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U21-Nationalspieler Florian Krüger (Erzgebirge Aue) betonte in einer Video-Medienschalte: "Wenn der DFB sich am Ende für ihn als Bundestrainer entscheidet, treffen sie eine gute Wahl. Nicht nur ich, viele andere würden es ihm wünschen und auch gönnen. Aber ich glaube, er will erstmal mit uns das Beste hier beim Turnier erreichen. Daher ist das im Moment hier kein Thema."

Kuntz sei "ein offener, herzlicher und kommunikativer Mensch, der weiß, wie man mit den Jungs umzugehen hat. Er weiß, wie wir ticken, war selbst bei einer EM dabei. Er kann es uns vorleben".

Quelle: ntv.de, ara/sid

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