Fußball

Kuntz wechselt stark ein Aussetzer des Torwarts bringt U21 in Not

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Ein Fußball-Klassiker.

(Foto: imago images/Matthias Koch)

Lange muss sich die deutsche U21-Nationalmannschaft dem Druck der Niederlande erwehren. Im zweiten Vorrundenspiel der Europameisterschaft ist die Elf von Stefan Kuntz vorrangig in der Defensive, dann patzt Torwart Finn Dahmen folgenschwer. In der Schlussphase aber bringen Wechsel Besserung.

Spätes Glück dank Lukas Nmecha: Die deutsche U21-Nationalmannschaft hat nach einem wertvollen 1:1 (0:0) gegen die Niederlande weiter gute Chancen auf das EM-Viertelfinale. Der Stürmer des RSC Anderlecht rettete dem Team von DFB-Trainer Stefan Kuntz in einer zähen und am Ende hitzigen Partie in der 84. Minute den Punkt.

Deutschland - Niederlande 1:1 (0:0)

Deutschland: Dahmen - Vagnoman, Pieper, Schlotterbeck, Jakobs (78. Raum) - Dorsch, Maier (82. Stach) - Baku (89. Janelt), Özcan (78. Klimowicz), Berisha (82. Burkardt) - Nmecha. - Trainer: Kuntz
Niederlande: Scherpen - Teze, Schuurs, Botman, Bakker - Harroui, de Wit (87. Brobbey), Koopmeiners - Lang (22. Kadioglu), Gakpo, Kluivert (78. Dilrosun). - Trainer: van de Looi
Schiedsrichter: Maurizio Mariani (Italien)
Tore: 0:1 Kluivert (48.), 1:1 Nmecha (84.)
Zuschauer: keine
Gelbe Karten: Dorsch, Jakobs - Koopmeiners, Teze

Ein böser Patzer des Geburtstagskindes Finn Dahmen (48.) hatte Justin Kluivert zunächst die Führung ermöglicht. Der Schlussmann des FSV Mainz 05 schlug über den Ball, Kluivert stand plötzlich vor dem leeren Tor. Im letzten Gruppenspiel gegen Rumänien am Dienstag reicht Deutschland ein Remis, um zum vierten Mal in Folge die K.o.-Runde zu erreichen.

"Wir wollen heute einen großen Schritt in Richtung Viertelfinale machen", sagte Kuntz kurz vor Anpfiff. Drei Tage nach dem 3:0 gegen Co-Gastgeber Ungarn stellte der DFB-Coach dafür auf eine Dreierkette um, die die stark besetzte Oranje-Offensive um Kluivert zunächst gut im Griff hatte. Beide Teams begannen allerdings mit viel Respekt voreinander, echte Chancen gab es in den ersten 30 Minuten nicht.

Vorgeschichte zwischen Öczan und Teze

Wie schon in der ersten Hälfte gegen Ungarn fehlte es der deutschen Mannschaft im letzten Drittel aber an Genauigkeit, die Torjäger Nmecha und Mergim Berisha (Salzburg) hingen über weite Strecken in der Luft. Auch der Wolfsburger Ridle Baku, doppelter Torschütze im ersten Spiel, kam kaum zur Geltung.

Kurz vor der Pause hatte Dahmen an seinem 23. Geburtstag noch Glück, als ein Kopfball von Dani de Wit am Pfosten landete (36.). Nach dem Seitenwechsel schlug der Keeper, der in seiner Karriere erst ein Bundesliga-Spiel absolviert hat, dann aber nach einem Einwurf über den Ball. Kluivert konnte locker ins leere Tor einschieben.

In der Folge wurde es hektisch, nach einem Foul von Salih Özcan an Jordan Teze kam es zu einer Rudelbildung. Beide Kontrahenten haben eine brisante Vorgeschichte: Im Oktober 2018 hatte Teze dem DFB-Kapitän nach einem U20-Länderspiel ins Gesicht gespuckt.

Immerhin wirkte die deutsche Mannschaft nun wacher und nahm den Kampf an. Ein Freistoß von Kapitän Arne Maier (55.) flog zwar weit über das Tor, dennoch drängte die Kuntz-Elf nun auf den Ausgleich. Der nun lauffreudige Nmecha zielte knapp neben das Tor (67.), Amos Pieper (81.) scheiterte am niederländischen Schlussmann. Nmecha gelang aber doch noch der späte Ausgleich.

Quelle: ntv.de, tsi/sid

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