Fußball

BVB-Frauen verpassen AufstiegLangjährige DFB-Kapitänin Popp muss in die Regionalliga

31.05.2026, 16:05 Uhr
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Alexandra Popp tauscht Champions League mit Wolfsburg gegen die Regionalliga mit dem BVB. (Foto: picture alliance / HMB Media)

Lange Jahre spielt Alexandra Popp im DFB-Team und in der Champions League. Nun muss sich die Fußballerin mit der Regionalliga arrangieren. Denn ihr neuer Klub Borussia Dortmund verpasst den fünften Aufstieg in Serie. Immerhin wartet ein Derby mit Erzrivale Schalke.

Die Fußballerinnen von Borussia Dortmund haben die Meisterschaft in der Regionalliga West verpasst und damit auch die Chance auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Der künftige Klub von Ex-Nationalspielerin Alexandra Popp muss dem Meister 1. FC Köln II die beiden Aufstiegsspiele gegen Holstein Kiel überlassen. Somit spielt die 145-malige Nationalspielerin und 336-malige Bundesligaspielerin kommende Saison nur in der dritten Liga.

Der BVB besiegte Vorwärts Spoho Köln zwar mit 8:0, aber auch der 1. FC Köln II gewann bei Borussia Mönchengladbach II mit 2:0 und verteidigte dadurch den ersten Platz. Enttäuscht erfuhren die BVB-Spielerinnen vor mehr als 2100 Zuschauern im Stadion Rote Erde das Ergebnis aus Gladbach. "Gratulation an den 1. FC Köln", sagte die für den Frauenfußball zuständige BVB-Geschäftsführerin Svenja Schlenker. "Wir sind traurig und enttäuscht, das Saisonziel Aufstieg verpasst zu haben - wir ziehen daraus aber eine noch größere Motivation, den Aufstieg in der kommenden Saison zu realisieren."

Wechselfehler kostet einen Sieg

Nach 21 Siegen, drei Unentschieden und zwei Niederlagen - darunter ein wegen eines Wechselfehlers aberkannter Sieg - fehlten dem Team von BVB-Trainer Markus Högner am Ende nur zwei Punkte auf die Kölnerinnen. Der Dortmunder Kader war zur Saison 2021/2022 aus mehr als 50 Frauen gecastet worden und dann von der Kreisliga aus viermal nacheinander aufgestiegen. Vor dieser Saison hatte der Verein alle Spielerinnen mit Profiverträgen ausgestattet.

Damit wird auch die frühere DFB-Kapitänin Popp in der kommenden Saison nur in der dritten Liga spielen. Die Olympiasiegerin, zweimalige Champions-League-Gewinnerin und dreimalige Fußballerin des Jahres hatte nach 14 Jahren mit zahlreichen Titeln ihren Abschied vom Bundesligisten VfL Wolfsburg erklärt und beim BVB einen Vertrag bis 2029 unterschrieben. Den Schritt begründete sie als "Herzensentscheidung". Popp ist seit ihrer Kindheit Anhängerin des BVB. Sie ist unweit von Dortmund geboren und aufgewachsen.

Mit der Perspektive, künftig in einer niedrigeren Liga aufzulaufen, hatte sich die 35-Jährige auseinandergesetzt. "Willst du das? Kannst du das? Zweite Liga, Regionalliga? Das ist nun mal ein großer Unterschied zur ersten Liga und auch zur Champions League", sagte sie kürzlich. Klar sei aber gewesen: "Ich will keine Extrawurst, sondern bin voll und ganz dabei - ich nehme alles mit, egal, was kommt." Gegner nächste Saison ist auch Aufsteiger FC Schalke 04.

Quelle: ntv.de, ara/dpa

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