Fußball

DFB-Star Bühl bleibt (vorerst)Gegen den FC Bayern kommt selbst die Weltbeste nicht an

29.05.2026, 11:26 Uhr
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Aitana Bonmatí (r.) würde gern mal mit und nicht gegen Klara Bühl spielen. (Foto: picture alliance/KEYSTONE)

In einer Zeit, in der die Fußballerinnen zunehmend aus der Bundesliga verschwinden, entscheidet sich DFB-Star Klara Bühl anders. Sie hält dem FC Bayern die Treue - zumindest vorerst. Damit gibt sie der Weltfußballerin Aitana Bonmatí einen Korb.

Aitana Bonmatí wusste sofort, wen sie wählen würde. Wenn sie eine Spielerin zum übermächtigen FC Barcelona holen dürfte, wurde die dreimalige Weltfußballerin unlängst im "Sport"-Interview gefragt: Wer wäre das? Mit Blick auf die vergangenen Jahre, und weil sie glaube, dass sie dem Team einen "zusätzlichen Mehrwert" bringen könnte, nannte Bonmatí als ihre Favoritin: Klara Bühl.

Nur: Die spanische Ausnahmeerscheinung und der derzeit beste Klub Europas werden sich weiter gedulden müssen. Denn Bühl, absolute Leistungsträgerin beim FC Bayern, entschied sich nach dem erneuten Double-Gewinn "bewusst dafür", auch in der kommenden Saison in München zu bleiben - "trotz der Angebote aus dem Ausland, die sehr lukrativ waren", vor allem aus England.

Sie wolle "den Weg mit Bayern und dieser jungen, gut zusammengestellten Mannschaft und dem Trainer weitergehen und versuchen, auch dem Champions-League-Titel noch näherzukommen", ergänzte die Flügelspielerin, die im Vorjahr ihren Vertrag bis 2027 verlängert hatte. Natürlich habe es schon damals Interesse gegeben, "und ich habe mir auch Alternativen angeschaut. Aber um meine Leistung zu zeigen, ist dieses Gesamtpaket mit dem Wohlfühlfaktor extrem wichtig - und das passt bei Bayern."

"Alle Optionen offenhalten"

Wie es nach der nächsten Saison für die Nationalspielerin weitergeht, ist jedoch unklar. Sollte sich Bühl mit den Münchnerinnen nicht auf eine weitere Verlängerung einigen, könnte sie den FC Bayern im Sommer 2027 ablösefrei verlassen. Schon im Vorjahr war über einen Wechsel nach Katalonien spekuliert worden, dieser soll Berichten zufolge auch an den finanziellen Gegebenheiten bei Barça gescheitert sein.

Sie sei in einer "sehr guten Ausgangssituation" und wolle sich "alle Optionen offenhalten", sagte Bühl, die mit Blick aufs kommende Jahr in Ruhe überlegen möchte, "wann die Zeit für den nächsten Schritt gekommen" ist. Es gehe "immer um das Gesamtpaket - und den richtigen Zeitpunkt". Für den Schritt ins Ausland, den immer mehr deutsche Spielerinnen gehen?

Nicht zuletzt die Frage, wo die Chance auf einen Triumph in der Champions League besteht, treibt Bühl um. Barças Starensemble um Bonmatí war für die Münchnerinnen im Halbfinale dieser Saison noch eine Nummer zu groß. Sie glaube aber daran, dass auch mit den national unangefochtenen Bayern international der große Wurf gelingen kann, versicherte Bühl, "sonst hätte ich mich nicht entschieden, zu bleiben". Zumindest vorerst.

Die 25-Jährige, die kommende Woche mit dem DFB-Team das WM-Ticket lösen kann, nahm Bonmatís Lob trotz ihres vorläufigen Bayern-Bekenntnisses gerne an. Dies sei eine "unglaubliche Wertschätzung", die sie gerne "als kleinen Booster" mitnehme, sagte Bühl, aber es sei "kein entscheidender Faktor für meine Zukunft". Am Ende, betonte sie, "muss ich meine eigene Entscheidung treffen". Trotz aller Schwärmereien aus Barcelona.

Quelle: ntv.de, ara/sid

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