Fußball

Historische Torshow der Sachsen RB-Express überrollt Fürth

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Leipzig machte in Fürth das halbe Dutzend voll.

(Foto: picture alliance/dpa)

Frech beginnen die Fürther ihr Heimspiel und gehen gegen RB sogar in Führung. Tollkühn, denken sich die Sachsen und werfen den Express an. Am Ende stellt Leipzig seinen Auswärtstorrekord ein.

Der Tore-Express von RB Leipzig ist in der Fußball-Bundesliga auf einen Champions-League-Platz gestürmt. Die Mannschaft von Trainer Domenico Tedesco verbesserte sich durch ein 6:1 (4:1) bei Schlusslicht SpVgg Greuther Fürth auf Platz vier. Leipzig ist nun punktgleich mit dem SC Freiburg, hat aber die deutlich bessere Tordifferenz als die Breisgauer. Die Fürther müssen mit nur 14 Punkten nach 26 Spieltagen ihre Planungen für das Unterhaus intensivieren. So hoch hatten sie daheim in der Bundesliga nur in der Saison 2012/13 gegen Borussia Dortmund verloren. Leipzig bleibt dagegen auch im 23. Bundesligaspiel gegen einen Aufsteiger ungeschlagen.

Jamie Lewelings Fürther Führungstor in der 4. Minute wirkte vor 9418 Zuschauern wie eine Provokation auf die anfangs überrumpelten Leipziger. Andre Silva (17.), Emil Forsberg (32.), Konrad Laimer (35.) und Benjamin Henrichs (45.) bestraften im Eiltempo noch in der ersten Hälfte in der Defensive hilflose Franken. Mohamed Simakan (59.) und der dauergefährliche Christopher Nkunku mit seinem 15. Saisontor (69.) machten das Fürther Debakel perfekt. Sechs Treffer in der Fremde waren RB in der Eliteklasse nur 2017/18 bei Hertha BSC (6:2) gelungen.

Die Leipziger wurden von den forschen Fürthern zunächst sogar überrascht. Die Franken mit dem Mut von zuvor sechs ungeschlagenen Heimspielen setzten die Gäste im mutigen 4-3-3-System anfangs heftig unter Druck. Leweling entwischte dann Amadou Haidara auf der rechten Seite, ließ den verdutzten Josko Gvardiol stehen, rutschte aus, rappelte sich wieder auf und traf ins kurze Ecke zur Führung.

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Leipzig brauchte ein paar Minuten, um sich zu sortieren. Kurzfristig hatte Trainer Domenico Tedesco auf Verteidiger Lukas Klostermann sowie Offensivspieler Dani Olmo und Mittelfeldmann Kevin Kampl verzichten müssen. Auf der linken Seite visierte Angelino dann Silva an, der portugiesische Nationalspieler setzte sich gegen Nick Viergever durch und köpfte zum Ausgleich ein. Von hier an hatte RB die Kontrolle gegen eine löchrige Fürther Defensive. Erst ließ Forsberg Keeper Andreas Linde bei seinem Treffer aus der Distanz schlecht aussehen, dann legten die Leipziger einen Turbo-Konter hin: Über die Stationen Silva und Nkunku vollendete Laimer blitzschnell den Doppelschlag.

Fürth war nur noch staunender Beobachter. Nkunku tänzelte seine Gegner am Strafraum aus und brachte Angelino ins Spiel. Die Flanke des Spaniers verwertete der aus dem Rückraum in den Strafraum gestürmte Henrichs zur Entscheidung nach nur 45 Minuten. RB musste nach dem Seitenwechsel nicht mehr das Gaspedal durchdrücken, Ballkontrolle stand im Vordergrund. Simakan und Nkunku machten den Klassenunterschied mit ihren Treffern deutlich.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa

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