Fußball

"Er beleidigt mich" Schalker Asamoah von Tönnies geschockt

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Gerald Asamoah war als Spieler für Schalke einer der absoluten Publikumslieblinge.

(Foto: imago images / Markus Endberg)

Auch nach seiner Bitte um Entschuldigung schlagen die rassistischen Äußerungen von Schalke-Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies weiter hohe Wellen. Nun äußert sich auch Ex-Nationalspieler Gerald Asamoah und fordert Konsequenzen.

Der frühere deutsche Fußball-Nationalspieler und Ex-Schalke-Profi Gerald Asamoah hat Schalkes Aufsichtsratschef Clemens Tönnies nach dessen umstrittenen Aussagen scharf kritisiert. "Seine Äußerung hat mich sehr überrascht, geschockt und auch verletzt. Er beleidigt mich und alle anderen Betroffenen", schrieb der 40-Jährige auf Instagram. Zugleich forderte Asamoah, der bei den Gelsenkirchenern Teammanager der U23 ist, Konsequenzen: "Das können wir nicht dulden."

Tönnies hatte beim Tag des Handwerks in Paderborn als Festredner Steuererhöhungen im Kampf gegen den Klimawandel kritisiert. Stattdessen solle man lieber jährlich 20 Kraftwerke in Afrika finanzieren. "Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn's dunkel ist, Kinder zu produzieren", sagte Tönnies. Für diese Aussagen hatte er sich später entschuldigt.

Asamoah: "Müssen uns zeitnah zusammensetzen"

"Ich bin ehrlich gesagt etwas sprachlos. Ich arbeite schon lange mit Clemens Tönnies zusammen und wir sind auch schon lange eng befreundet", sagte der in Ghana geborene Asamoah weiter. Er stellte klar: "Mir gegenüber hat er sich nie rassistisch verhalten."

Tönnies habe sich bei ihm persönlich gemeldet und sich für sein Verhalten entschuldigt. "Nichtsdestotrotz werden wir uns zeitnah zusammensetzen, denn so etwas darf nicht passieren (!!) und es ist traurig, dass wir 2019 immer noch über so etwas sprechen müssen."

Asamoah, Vize-Weltmeister von 2002, spielte von 1999 bis 2010 für die Königsblauen und gewann mit dem FC Schalke zweimal den DFB-Pokal. Der Publikumsliebling ist seit 2013 auch Vereinsbotschafter der Schalker.

Quelle: ntv.de, bad/dpa

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