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Bayern-Rot sorgt für viel UnmutSchiri: "Wenn ich Bilder sehe, würde ich das so nicht mehr geben"

14.03.2026, 20:52 Uhr
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Der FC Bayern erkämpft sich trotz zweifacher Unterzahl ein 1:1-Remis gegen Bayer Leverkusen. Mit der eigenen Leistung ist der Fußball-Rekordmeister zufrieden, mit der der Unparteiischen eher weniger. Schiedsrichter Christian Dingert zeigt sich einsichtig.

Schiedsrichter Christian Dingert hat nach dem 1:1-Remis zwischen dem FC Bayern und Bayer Leverkusen einen Fehler eingeräumt. "Aus dem Spiel heraus habe ich wahrgenommen, dass der Spieler (Luis) Diaz abhebt. Den anschließenden Treffer am Fuß habe ich nicht so wahrgenommen", sagte der 45-Jährige nach dem Abpfiff bei DAZN. "Wenn ich die Bilder sehe, sage ich: kein Elfmeter, das ist klar und Gelb-Rot sehr hart. Wenn ich jetzt die Bilder sehe, würde ich das so nicht mehr geben."

Was war passiert? Dingert hatte Díaz in der 84. Minute nach einer vermeintlichen Schwalbe mit Gelb-Rot vom Platz gestellt. Der Kolumbianer war im Strafraum nach einem Zweikampf mit Leverkusens Torhüter Janis Blaswich zu Boden gegangen, der Unparteiische wertete die Szene als Täuschungsversuch.

Der Platzverweis gegen Luis Díaz hat bei den Verantwortlichen von Bayern München für viel Unverständnis gesorgt. "Ich verstehe gar nicht, dass wir dieses Spiel zu neunt beenden müssen", sagte Trainer Vincent Kompany nach dem 1:1 (0:1) bei Bayer Leverkusen. Die Gelb-Rote Karte gegen den Kolumbianer sei eine "wichtige Fehlentscheidung, mit der wir nicht zufrieden sind".

Zuvor hatte bereits Nicolas Jackson (42.) nach einem harten Einsteigen gegen Martin Terrier die Rote Karte gesehen. Damit beendete Bayern erstmals seit 25 Jahren ein Bundesligaspiel mit zwei Feldverweisen - zuletzt war das im April 2001 beim 1:1 bei Borussia Dortmund der Fall, als Bixente Lizarazu (Gelb-Rot) und Stefan Effenberg (Rot) vom Platz gestellt worden waren.

Unmittelbare Folgen hat der Platzverweis für die Münchner vor dem anstehenden Achtelfinale-Rückspiel in der Champions League nicht. In der Königsklasse steht für den deutschen Rekordmeister am Mittwoch (21 Uhr/DAZN und im ntv.de-Liveticker) das zweite Duell mit Atalanta Bergamo an. Nach dem 6:1 im Hinspiel gehen die Bayern mit einem komfortablen Vorsprung in die Partie, Sperren aus der Bundesliga gelten im Europapokal nicht.

Im Bundesliga-Heimspiel gegen Union Berlin am kommenden Samstag (15.30 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker) werden Díaz und Jackson aber in jedem Fall fehlen - ebenso wie Jonathan Tah, der bei seinem Ex-Klub die fünfte Gelbe Karte sah.

Quelle: ntv.de, ses/sid

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