Fußball

"Vorfall reflektiert"Trotz diskriminierender Aussage: DFB-Torhüterin bleibt bei der Nationalelf

29.01.2026, 18:04 Uhr
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Rafaela Borggräfe wartet noch auf ihr DFB-Debüt. (Foto: IMAGO/HMB-Media)

Die deutsche Torhüterin Rafaela Borggräfe fällt Berichten zufolge bei einem Teamfoto mit einer diskriminierenden Aussage auf. Der englische Verband sperrt die Liverpool-Keeperin lange, der DFB zieht keine weiteren Konsequenzen.

Trotz ihrer Sperre wegen einer diskriminierenden Aussage kann Torhüterin Rafaela Borggräfe weiter auf Einsätze in der deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft hoffen. "Nach dem abgeschlossenen sportrechtlichen Prozess und unserer internen Aufarbeitung bleibt Rafaela Borggräfe Teil des erweiterten Pools der Nationalmannschaft", teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) auf Nachfrage mit.

Der englische Fußball-Verband FA hatte Liverpools deutsche Keeperin Mitte Januar rückwirkend für sechs Spiele gesperrt. Die 25-Jährige soll Berichten zufolge bei einem Termin für das Teamfoto Anfang September 2025 eine diskriminierende Bemerkung gemacht haben.

"Rafaela Borggräfe hat das Verfahren akzeptiert und den Vorfall reflektiert", teilte der DFB weiter mit. Zudem habe man das Geschehene "unter Einbindung der fachlichen Expertise unserer DFB-Vizepräsidentin für Gleichstellung und Diversität, Celia Sasic" mit Borggräfe aufgearbeitet.

Die Sperre war vor der Partie gegen den FC Arsenal am 6. Dezember in Kraft getreten. Weil Borggräfe fünf der sechs Spiele bereits abgesessen hatte, war die frühere Bundesligatorhüterin des SC Freiburg schon am 25. Januar im Erstligaspiel gegen Tottenham wieder spielberechtigt. Im Kader stand sie beim 2:0-Sieg aber nicht.

Borggräfe, die sich im Zuge der Strafe auch zur Teilnahme an einem Bildungsprogramm verpflichtet haben soll, war zuletzt im Oktober für das Nationalteam nominiert worden. Sie hat aber noch kein Länderspiel für die Auswahl von Bundestrainer Christian Wück bestritten.

Quelle: ntv.de, ses/dpa

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