"Bedingungen nicht erfüllt"

UEFA droht weiterhin mit WM-Boykott

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06.08.2026 | 16:54 Uhr
Die Fußball-Weltmeisterschaften werden nicht verkauft. Damit ist der Zoff zwischen FIFA und UEFA aber längst nicht ausgestanden. Der europäische Verband macht klar: Mehrere Bedingungen sind nicht erfüllt.

Die Europäische Fußball-Union UEFA hält an einem möglichen WM-Boykott fest. Das hat der Verband laut BBC mitgeteilt. Der UEFA zufolge ändert die Rücknahme der WM-Verkaufspläne durch FIFA-Boss Gianni Infantino "nichts" an der Drohung. In einer Stellungnahme begründete die UEFA, dass Bedingungen nicht erfüllt worden seien.

"Die UEFA-Verbände haben die Bedingungen für ihre Nichtteilnahme an FIFA-Wettbewerben sehr deutlich formuliert", heißt es demnach in dem Schreiben, das der BBC vorliegt. "Erstens mussten die Vorschläge zum Verkauf der wichtigsten Wettbewerbe zurückgezogen werden, und zweitens musste zugesichert werden, dass solche Versuche, den Sport auf diese Weise zu verzerren, nie wieder unternommen werden." Die UEFA stellt klar: "Diese Bedingungen wurden nicht erfüllt."

Der Europaverband mit seinen 55 Mitgliedsnationen beharrt zudem auf der Feststellung: Das Vertrauen in Infantino ist verloren. Das hatte die UEFA bereits am Samstag erklärt, nun betonte sie: "An dieser Position hält sie fest."

Laut BBC ist der UEFA bewusst, dass Infantinos Gebaren keineswegs repräsentativ für die gesamte FIFA ist. Mehrere Mitarbeiter haben in den vergangenen Tagen betont, nichts von dessen Plänen, Teile der Weltmeisterschaften an private Investoren zu verkaufen, gewusst zu haben. FIFA-Generalsekretär Mattias Grafström beklagte eine "traurige und tadelnswerte Reihe von Ereignissen" sowie einen "Aufruhr". Ex-Coach Arsène Wenger, bei der FIFA der Direktor für die globale Fußball-Entwicklung, ging auf Distanz zu Infantino. Dessen enger Vertrauter und Berater Carlos Cordeiro war schon in der vorigen Woche aus Protest zurückgetreten.

Andererseits gibt es auch die Infantino-Getreuen, die unabrückbar zum Präsidenten stehen. Acht Nationen hat Infantino stolz bei Instagram geteilt, die er zur Seite hat. Im kommenden Jahr stellt er sich zur Wiederwahl als Präsident - bislang hat er noch keinen Gegenkandidaten.

Verwendete Quellen: ntv.de, ara