Fußball

Schlechter bezahlt als Männer US-Fußballerinnen verklagen ihren Verband

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Die US-Fußballerinnen, darunter Carli Lloyd (r.), sind amtierende Weltmeisterinnen. Doch die Männer bekommen mehr Geld.

(Foto: USA Today Sports)

Im US-Fußball sind die Frauen wesentlich erfolgreicher als die Männer. Trotzdem werden sie vom nationalen Verband schlechter bezahlt und behandelt. Dagegen ziehen nun 28 Spielerinnen vor Gericht.

28 Fußball-Nationalspielerinnen der USA haben am Weltfrauentag gegen ihren eigenen Verband Klage wegen Diskriminierung erhoben. Die Vorwürfe in der Klageschrift, die bei einem Gericht in Los Angeles eingereicht wurden, reichen von schlechterer Bezahlung im Vergleich zu Männern bis hin zum schlechteren Zustand der Spielfelder, auf denen sie ihrem Job nachgehen.

"Ungeachtet der Tatsache, dass weibliche und männliche Fußballer aufgerufen sind, dieselben Verantwortlichkeiten in ihren Teams zu übernehmen und für denselben gemeinsamen Arbeitgeber, die USSF (US Soccer Federation) an internationalen Wettbewerben teilnehmen, erhielten weibliche Spieler fortlaufend weniger Geld als ihre männlichen Kollegen", zitiert die "USA Today" aus der Klageschrift.

Unter anderem hätten Frauen nur 15.000 Dollar Prämie (heute etwa 13.350 Euro) für das Erreichen der WM-Endrunde 2015 bekommen, die Männer dagegen im Jahr 2014 pro Spieler 55.000 Dollar. Die Diskrepanz sei umso deutlicher, als die Erfolge der US-Fußball-Frauen - die unter anderem amtierender Weltmeister sind - größer sind, als die der US-Männer und das Frauen-Team auch mehr Umsätze erwirtschafte.

Zu den Unterzeichnern der Klage gehören Starspielerinnen wie Carli Lloyd, Alex Morgan und Megan Rapinoe. Sollte die Klage den Status einer Sammelklage erhalten, würden alle Spielerinnen, die sich das US-Trikot seit dem 4. Februar 2015 übergestreift hatten, einbezogen.

Quelle: n-tv.de, mli/dpa

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