Italien feiert "kleines Wunder"

Upamecano fliegt und reist ab, Olise schießt perfektes Tor

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03.10.2026 | 12:50 Uhr
Die Heimpremiere von Zinédine Zidane als Nationaltrainer von Frankreich läuft nicht wie gewünscht. Das aufmüpfige Italien erkämpft sich ein Remis. Für Staunen sorgt indes einmal mehr Bayerns Superstar Michael Olise.

Zinédine Zidane ließ im Stade de France den Kopf hängen. Die Heimpremiere als Nationaltrainer Frankreichs, das Wiedersehen mit Italien gut 20 Jahre nach dem Kopfstoß im WM-Finale - diesen Abend hatte sich "Zizou" ganz anders vorgestellt. "Ich bin sehr enttäuscht für die Spieler, wir hätten Besseres verdient", sagte Zidane nach dem 1:1 (0:0) in der Nations League: "Aber so ist Fußball."

Nach zwei Siegen zum Auftakt ließ Zidanes Starensemble vor den eigenen Fans erstmals in dieser Nations-League-Saison Punkte liegen. Ein Traumtor von Bayern Münchens Michael Olise (55.) reichte nicht, weil Alessandro Bastoni (68.) den Ausgleichstreffer erzielte. Olise hatte einen angetippten Freistoß so perfekt wie möglich neben das Lattenkreuz gesetzt. "Magisch" sei das gewesen, schrieben mehrere französische Medien. Aber es reichte eben nicht. Und so sei dieser Abend in Frankreichs Hauptstadt der "erste Rückschlag der Zidane-Ära" gewesen, titelte die "L'Équipe".

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Remis und Platzverweis für Bayern-Star: Zidane leidet bei Heimpremiere

Und es gab noch eine weitere bittere Note: In der Schlussphase war Dayot Upamecano nach einem Foul an Moise Kean vom Platz gestellt worden. Der Innenverteidiger reiste danach auch direkt ab und kehrt vorzeitig zum FC Bayern zurück. "Dayot Upamecano, der für Frankreich-Belgien gesperrt ist, wird seinem Verein wieder zur Verfügung gestellt. Er wird Clairefontaine heute Morgen (Samstag) um 9.30 Uhr verlassen", lautete die Mitteilung zu Upamecanos Rückkehr nach München.

"Das ist das wahre Italien!"

Von negativer Stimmung wollte Zidane aber nichts wissen und hören. "Wir können stolz auf die Spieler sein, ich bin sehr zufrieden. Natürlich sind wir enttäuscht, aber die Leistung war sehr gut", sagte der Weltmeister von 1998: "Ich bin frustriert für sie. Aber es ist ermutigend."

In der Gruppe A1 liegt Frankreich zur Halbzeit schließlich mit sieben Punkten auf Platz eins. Am Montag (20.45 Uhr bei DAZN) geht es nun gegen Mark van Bommels Belgier, die mit sechs Punkten erster Verfolger sind. Nicht mehr mit dabei ist außerdem Kylian Mbappé. Der Superstar war bereits am Wochenende nach einer Kapselverletzung am linken Knie zur Behandlung bei Real Madrid abgereist.

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Superstürmer Lewandowski zerlegt Rumänien

Bei Gegner Italien war die Stimmung derweil euphorisch. Nur Trainer Roberto Mancini gab sich gelassen. "Das ist das wahre Italien!", schrieb die "Gazzetta dello Sport" und feierte: "Die neue Squadra Azzurra zeigt, dass sie mit Zidanes Bleus Schritt halten kann." Für den "Corriere dello Sport" habe Mancini sogar "ein kleines Wunder" vollbracht und "mental hervorragende Arbeit geleistet. Die Mannschaft hat ein wirklich ermutigendes Selbstvertrauen entwickelt, das nicht mehr durch die Vergangenheit belastet zu sein scheint." 

Sonderlob für italienische "Mauer"

Nach einem enttäuschenden 0:2 gegen Belgien bei Mancinis Rückkehr überzeugten die Italiener beim 4:1 in der Türkei wie auch nun gegen Frankreich. Ein besonderes Lob erhielt auch Torhüter Gianluigi Donnarumma, der die französischen Angriffe mehrfach entschärfte. "Er ist eine Mauer, an der jeder Angriff der Franzosen zerschellt", schrieb "Tuttosport". 

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Belgiens furiose Altstars zerlegen die Türkei

Mancini selbst zeigte sich nach dem Spiel zufrieden mit der Entwicklung seiner Mannschaft. "Wir wussten, dass es vor allem zu Beginn ein schwieriges Spiel werden würde, aber wir haben das sehr gut gemacht. Ich wollte, dass es ein weiterer Schritt in unserer Entwicklung wird", sagte der Nationaltrainer, der sich über einen "positiven Abend" freute. Am Montag (20.45 Uhr) empfangen die Italiener zum Abschluss der Länderspielperiode die Türkei in Bologna.

Verwendete Quellen: ntv.de, tno/dpa/sid