Kurioser Vorfall mit Folgen

Balogun fühlt sich nicht wohl und sagt Wechsel ab

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Wo spielt Balogun künftig? (Foto: picture alliance / Action Plus)
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02.09.2026 | 21:53 Uhr
Der US-Nationalspieler Folarin Balogun verlässt die AS Monaco doch nicht - zumindest vorerst. Der 25-Jährige bricht seinen Transfer selbst ab. Damit stiftet er etwas Chaos in der englischen Fußballwelt, hat aber auch gute Gründe.

In diesem Sommer war Folarin Balogun unfreiwillig einer der prägenden Spieler der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko. Der beste Torschütze des US-Teams flog im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina mit einer Roten Karte vom Platz, stand aber wenige Tage später im Achtelfinale gegen Belgien wieder auf selbigem. US-Präsident Donald Trump hatte sich bei FIFA-Boss Gianni Infantino beschwert - und so setzte der Weltverband die Sperre zur Bewährung aus.

Auch in diesem Transfersommer steht Balogun wieder im Mittelpunkt. In den letzten Sekunden des Deadline Days, so berichten es englischsprachige Medien, sollte er eigentlich von der AS Monaco zum FC Everton wechseln. Der Transfer sollte ein Volumen von etwas mehr als 40 Millionen Euro erreichen. Doch dann war es Balogun selbst, der den Wechsel verhinderte.

Was war passiert? Der 25-Jährige war schon in England beim Medizincheck, so schreibt es der US-Sender ESPN. Doch dabei seien dem Premier-League-Klub "signifikante Probleme" aufgefallen, hieß es dort. Worum es sich konkret handelte, bleibt unklar. Beide Klubs sprachen daraufhin noch einmal miteinander, verhandelten und beantragten bei der Premier League etwas mehr Zeit, um den Transfer doch noch über die Bühne zu bringen.

Erneut steht Balogun im Mittelpunkt: Berichten zufolge überlegte er es sich dann doch anders, nachdem Monaco und Everton sich erneut einigen konnten. Er habe England in den frühen Morgenstunden wieder verlassen und sei zurück zu seinem Arbeitgeber geflogen. Everton, so schreibt es ESPN, habe noch versucht, den ehemaligen Bayern-Spieler Joshua Zirkzee von Manchester United zu leihen - doch scheiterte auch dabei. So muss Trainer David Moyes erst einmal mit nur einem Mittelstürmer auskommen - den 23-jährigen Thierno Barry.

Auch der FC Chelsea mischt mit

Auf einer Pressekonferenz erzählte Monacos Sportdirektor Thiago Scuro, dass Balogun ihn nach dem gescheiterten Medizincheck angerufen und ihm gesagt habe: Er fühle sich nicht wohl, so wie Everton an seiner Zukunft und seiner Gesundheit zweifle. "Ich fühle mich nicht wohl, einen langfristigen Vertrag zu unterschreiben, so wie wir dieses Transferfenster hier abschließen", zitierte Scuro ihn.

Der geplatzte Transfer sendete dann sogar noch weitere Schockwellen in der Premier League. Denn auch der FC Chelsea hatte das Hin und Her mitbekommen. Die Londoner buhlten schon länger um die Dienste von Monacos Lamine Camara, berichtete die BBC. Der Mittelfeldspieler sollte die Lücke schließen, die der Rekordverkauf von Enzo Fernández (für rund 145 Millionen Euro) zu City gerissen hatte. Doch Monaco lehnte einen Verkauf stets ab.

Weil bei Balogun der Medizincheck in England gescheitert war, witterte Chelsea doch noch eine Chance. Schließlich musste die AS Monaco in diesem Transferfenster noch Geld einnehmen. Der Klub aus dem Fürstentum stimmte schließlich Chelsea doch beim Camara-Wechsel zu. Ehe dann wieder die Kehrtwende folgte: die erneute Einigung mit Everton bei Balogun. Chelsea kassierte daraufhin wieder ein Nein - und war deshalb erbost. Und weil Balogun seinen Transfer danach platzen ließ, hatte Monaco keinen der beiden Spieler verkauft.

Also bis jetzt. Denn Balogun muss vermutlich doch noch mit einem Wechsel rechnen. Laut ESPN könnte es passieren, dass der US-Angreifer künftig in der Türkei oder Saudi-Arabien spielt. Denn dort sind die Transferfenster noch geöffnet. Wenn nicht Donald Trump erneut eingreift.

Verwendete Quellen: ntv.de, ses