Sogar die Heimat macht Ärger und stärkt Gianni Infantino nicht den Rücken: Nachdem bereits am Wochenende und am Montag etliche europäische Nationalverbände dem FIFA-Boss ihr Vertrauen entzogen, meldete sich nun auch die Schweiz zu Wort. Der Verband (SFV) griff den Eidgenossen Infantino zwar nicht an wie etwa der DFB, die Engländer, Finnen, Waliser oder Serben und forderte auch nicht direkt einen Rücktritt des Präsidenten - aber in dem Statement stärkte der SFV Infantino, der Unterstützung in diesen Tagen bitter nötig hätte, ebenso wenig den Rücken.
Die Schweizer fordern "einen weiteren persönlichen Meinungsaustausch mit dem FIFA-Präsidenten" und will auch mit allen anderen Beteiligten sprechen. Der Verband teilte mit, er werde "die Entwicklungen rund um die FIFA" vor der Führungswahl "weiterhin beobachten". Warme Worte für den Landsmann sehen anders aus. Mit Blick auf die WM haben dem SFV auch bereits einige "Ereignisse missfallen".
FIFA weist Bericht zurück
Am 18. März 2027 will Infantino sich auf einem FIFA-Kongress für eine vierte und letzte Amtszeiten wiederwählen lassen, ein Unternehmen, das nun immer stärker ins Wanken gerät. Seit der vergangenen Woche gibt es eine heftige Kontroverse um Infantinos nun gescheiterten Plan, Anteile an der Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen.
Unterstützung sucht Infantino wohlmöglich auch im Weißen Haus. Laut eines Berichts des US-Boulevardblatts "New York Post", der sich auf eine namentlich nicht genannte Quelle bezog, soll nach dem Scheitern seiner Investorenpläne mehrmals um Hilfe bei US-Präsident Donald Trump gebeten haben. Am heutigen Vormittag wies die FIFA den Bericht entschieden zurück. "Der FIFA-Präsident hat in den vergangenen Tagen weder den Präsidenten der Vereinigten Staaten noch ein Mitglied seiner Regierung angerufen. Das ist frei erfunden", schrieb die Medienabteilung der FIFA beim Kurznachrichtendienst X.
