Fußball

Designierter DFB-Präsident Wer ist dieser Fritz Keller?

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"Die Weine sind expressiver und persönlicher denn je": Fritz Keller.

(Foto: imago images / Beautiful Sports)

Er ist Winzer, Fritz Walters Patenkind und Klubchef des SC Freiburg. Nun soll Fritz Keller beim Deutschen Fußball-Bund das Amt des Präsidenten übernehmen und den Verband möglichst frei von Skandalen leiten. Er muss zwar noch gewählt werden, aber die Sache scheint geritzt. Doch wer ist dieser Mann?

Ein Patenkind der DFB-Legende Fritz Walter soll den Deutschen Fußball-Bund aus der Krise führen. Fritz Keller, Chef des Bundesligisten SC Freiburg, ist von der Findungskommission zum Kandidaten für den seit vier Monaten vakanten Präsidentschaftsposten auserkoren worden. Der Verband machte die Personalie publik, noch bevor sich Keller am kommenden Mittwoch den Delegierten der Amateurverbände und den Vertretern der Profivereine bei der Generalversammlung der Deutschen Fußball Liga in Berlin vorstellen wird.

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Apropos Freiburg: Wird Christian Streich dann Bundestrainer?

(Foto: imago images / Christian Schroedter)

Diese Funktionäre werden am 27. September als Wahlmänner den 62-Jährigen zum 13. DFB-Präsidenten und Nachfolger des über seine diversen Führungsfehler gestürzten Reinhard Grindel wählen - daran besteht kein Zweifel. Doch wer ist dieser Fritz Keller? Eines steht fest: Er kennt sich aus mit Macht und Einfluss. Und er weiß, wie man sich als prominenter Mensch in der Öffentlichkeit bewegt. Schließlich gehört der Südbadener, dem ein großes Ego nachgesagt wird, nicht nur zu den bekanntesten Winzern in Deutschland.

Er führt auch den Fußball-Bundesligisten SC Freiburg. 2010 wurde er als Erster Vorsitzender Nachfolger des im Jahr zuvor gestorbenen und in Freiburg legendären Achim Stocker. Seit 2014 leitet er den Klub unter dem Titel Präsident. Der meinungsfreudige Weinkenner und Sterne-Gastronom führt den Sport-Club überaus erfolgreich - und nach außen hin mit großer Ruhe. Unter seiner Leitung wurde Christian Streich Ende 2011 Cheftrainer und ist es bis heute. Daran änderte auch der Abstieg aus der Bundesliga im Jahr 2015 nichts. Keller blieb ruhig, Streich behielt seinen Job, und ein Jahr später waren die Freiburger wieder erstklassig.

Machtverlust beim SC Freiburg

Von seinem Vater, einem großen Fußball-Fan, hat der designierte Präsident des DFB das Weingut Franz Keller in Vogtsburg-Oberbergen am Kaiserstuhl geerbt und erfolgreich weitergeführt. Zum Geschäft der Familie gehört auch das Sterne-Restaurant "Schwarzer Adler", das Restaurant "Winzerhaus Rebstock" und die "Kellerwirtschaft". Im November vergangenen Jahres zeichnete der Gault & Millau Weinguide Fritz Keller und seinen Sohn Friedrich als "Winzer des Jahres" aus. "Gemeinsam schreiben die beiden die Geschichte fort - die Weine sind expressiver und persönlicher denn je", urteilten die Experten.

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Wenn das keine Referenz ist: Fritz Walter ist sein Patenonkel.

(Foto: imago sportfotodienst)

Vater Franz Keller hatte enge Kontakte zur deutschen Weltmeistermannschaft von 1954. Ihr Kapitän Fritz Walter wurde Patenonkel des am 2. April 1957 geborenen Friedrich Walter Keller, kurz Fritz Keller - wie dieser vor Jahren der "Badischen Zeitung" in Freiburg erzählte. Ausdrucksstark und persönlich - so gibt sich der manchmal aufbrausende Funktionär auch als Chef des Sport-Clubs. Wobei er sich nach einer Umstrukturierung der Führungsebene im Oktober fast nur noch auf repräsentative Aufgaben konzentriert und das operative Geschäft des Vereins den Vorständen Jochen Saier und Oliver Leki überlässt.

Dieser Machtverlust soll Fritz Keller sehr geschmerzt haben, wie man sich in Freiburg erzählt. Ende März hat er als Klubchef noch den Grundstein für das neue Stadion des Vereins im Westen Freiburgs gelegt. Das Multimillionenprojekt soll dem Verein mit seinen 35.000 Plätzen und wesentlich besseren Vermarktungsmöglichkeiten höhere Einnahmen und damit eine größere Konkurrenzfähigkeit ermöglichen als das alte Schwarzwaldstadion. Die für den Beginn der Saison 2020/2021 geplante Einweihung wird er sehr wahrscheinlich nicht mehr als Präsident des SC Freiburg, sondern als DFB-Präsident erleben.

Quelle: n-tv.de, sgi/dpa

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