Fußball

Früher Doppelschlag, später Sieg Wolfsburg stürzt Tabellenführer Gladbach

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Wolfsburg oben, Gladbach unten. Zumindest, was das Ergebnis des direkten Duells betrifft.

(Foto: imago images/regios24)

Ein Leckerbissen ist es nicht, was der VfL Wolfsburg und Borussia Mönchengladbach bieten. In der Anfangsphase kracht es zweimal in kurzer Folge, dann dauert es lange. Bis in die Schlussphase dauert es, dann folgt die Ernüchterung für den Nicht-Mehr-Tabellenführer der Fußball-Bundesliga.

Borussia Mönchengladbach hat direkt nach dem überraschenden Europa-League-K.o. gleich den nächsten sportlichen Rückschlag kassiert. Durch ein erneutes Gegentor in der Nachspielzeit verlor die Mannschaft von Marco Rose am Sonntag auch beim VfL Wolfsburg mit 1:2 (1:1) und ist die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga dadurch erst einmal los. Maximilian Arnold (90.+1) erzielte den verdienten Siegtreffer für den VfL. Der vor dieser Saison auch von der Borussia umworbene Österreicher Xaver Schlager brachte die Wolfsburger in der 13. Minute in Führung. Breel Embolo glich aber schon beim nächsten Angriff wieder aus (15.).

Wolfsburg - Mönchengladbach 2:1 (1:1)

Wolfsburg: Casteels - Knoche, Guilavogui, Brooks - Schlager (77. Gerhardt), Arnold - Mbabu, Roussillon - Steffen (59. Brekalo) - Weghorst, Joao Victor (87. Klaus). - Trainer: Glasner
Mönchengladbach: Sommer - Lainer (46. Beyer), Ginter, Elvedi, Bensebaini - Strobl, Hofmann - Benes (77. Stindl) - Embolo, Plea, Thuram (72. Herrmann). - Trainer: Rose
Schiedsrichter: Felix Brych (München)
Tore: 1:0 Schlager (13.), 1:1 Embolo (15.), 2:1 Arnold (90.+1)
Zuschauer: 25.580
Gelbe Karten: Brooks (2), Roussillon, Schlager - Embolo (2), Strobl, Beyer

Vor Weihnachten bleiben den Gladbacher noch zwei Spiele gegen den SC Paderborn (Mittwoch, 20.30 Uhr) und bei Hertha BSC (Samstag, 18.30 Uhr jeweils im n-tv.de Liveticker), um den ersten Platz vom neuen Spitzenreiter RB Leipzig zurückzuerobern. Beide Trainer dieses Sonntagsduells kannten sich schon vorher aus Österreich sehr gut. Dort wurde Rose in der vergangenen Saison mit Red Bull Salzburg Meister vor dem Linzer ASK des heutigen Wolfsburger Trainers Oliver Glasner. Vor 25.580 Zuschauern zeigte sich dann auch sehr schnell, dass beide eine sehr ähnliche Vorstellung vom Fußball haben: hohe Intensität, frühes Attackieren, schnelles Tempo.

So entwickelte sich in der Volkswagen-Arena sofort eine teils wilde Balljagd, bei der die Wolfsburger vor allem am Anfang die bessere Figur machten. Schon in der 5. Minute traf Joao Victor den Pfosten. Der von Glasner aus Österreich mitgebrachte Brasilianer hatte in der ersten Halbzeit mehr Torchancen als das komplette Gladbacher Team. Die Borussia hatte große Probleme mit der forschen und bissigen Spielweise der "Wölfe".

Rose tauscht komplettes Mittelfeld

Die physische Belastung kann dabei aber keine entscheidende Rolle gespielt haben. Denn zum einen war auch der VfL noch am Donnerstagabend in der Europa League aktiv (1:0 gegen Saint-Etienne). Und zum anderen tauschte Rose im Vergleich zu der 1:2-Niederlage gegen Basaksehir Istanbul sein komplettes Mittelfeld aus. Für Christoph Kramer, Florian Neuhaus sowie den gesperrten Denis Zakaria spielten Laszlo Benes, Tobias Strobl und Jonas Hofmann.

Die Gladbacher waren immer dann gefährlich, wenn sie es schafften, dieses sehr zweikampfbetonte Spiel zu beruhigen. Das gelang ihnen am Ende der ersten und vor allem zu Beginn der zweiten Halbzeit, als der Wolfsburger Torwart Koen Casteels einmal glänzend gegen Marcus Thuram (54.) und einmal unorthodox bei einem Schuss von Alassane Plea (57.) retten musste.

Schon kurz darauf hatten die Gäste aber auch im eigenen Strafraum wieder Glück, weil erneut Joao Victor nach einem schnellen Gegenangriff knapp am Tor vorbeischoss (59.) und der Schweizer Kevin Mbabu nach einem Wolfsburger Freistoß nur den Pfosten traf (60.). Der VfL war in der Schlussphase stärker als die Borussia, die immer weiter in die Defensive gedrängt wurde.

Quelle: ntv.de, tsi/dpa