Fußball

Ex-Bayern-Profi unter Verdacht Xabi Alonso drohen acht Jahre Haft

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Unter Verdacht: Xabi Alonso.

(Foto: imago/photoarena/Eisenhuth)

Er soll über eine Briefkastenfirma sein als Fußballprofi verdientes Geld am Fiskus vorbeigeschleust haben. Nun steht zur Debatte, dass der ehemalige Weltklassespieler Xabi Alonso ins Gefängnis muss. Das berichten spanische Medien und berufen sich auf die Ermittler.

Dem ehemaligen Fußballprofi und Weltmeister Xabi Alonso drohen laut Medienberichten in Spanien acht Jahre Gefängnis wegen Steuerhinterziehung. Demnach ermitteln die Behörden seit drei Jahren gegen den ehemaligen Spieler des FC Bayern, der zu den Stars der spanischen Nationalmannschaft in ihren Glanzjahren von 2008 bis 2012 zählte.

Angeblich hat der heute 36-Jährige seine Einkünfte aus dem Verkauf von Bildrechten als Profi nicht entsprechend deklariert. Offenbar wurden die Untersuchungen gegen Alonso in diesem Fall wieder aufgenommen. Von 2009 bis 2014 spielte er bei Real Madrid, wechselte dann nach München und spielte bis 2017 für den FC Bayern in der Bundesliga. Wie die spanischen Online-Zeitung "El Confidencial" berichtet, haben die Ermittler mittlerweile so viel belastendes Material gefunden, dass Alonso eine Haftstrafe droht. Angeblich hat er über eine Briefkastenfirma auf Madeira seine Einkünfte am spanischen Fiskus vorbeigeschleust. Im Sommer vergangenen Jahres hatte der Mittelfeldspieler seine Karriere beendet. Es geht offenbar um Einnahmen von umgerechnet fünf Millionen Euro aus Bildrechten zwischen 2010 und 2012.

Auch gegen die Superstars Cristiano Ronaldo von Real Madrid und Lionel Messi vom FC Barcelona wurde wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung in Spanien ermittelt. Messi und sein Vater Jorge haben nach Auffassung des Gerichts über Scheinfirmen in Belize, Großbritannien, der Schweiz und Uruguay zwischen 2007 und 2009 Steuern in Höhe von insgesamt 4,16 Millionen Euro hinterzogen.

Messi junior wurde in erster Instanz zu einer 21-monatigen Haftstrafe verurteilt, die er allerdings nicht antreten musste. Gegen Ronaldo ermitteln die spanischen Steuerfahnder ebenfalls wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung. Über mehrere Jahre hinweg soll der Torjäger mittels Modells durch Briefkastenfirmen im Ausland seine Abgaben auf rechtswidrige Weise verringert haben.

Quelle: ntv.de, sgi/sid

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