"Entscheidend ist jetzt ..."

Weltmeister-Trainer Löw hat Warnung für Klopp

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Jogi Löw hält viel von Jürgen Klopp. (Foto: IMAGO/Sportfoto Rudel)
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24.09.2026 | 10:41 Uhr
Jürgen Klopp soll am Abend - so sehnen es Volk und Verantwortliche herbei - eine neue glänzende Ära im deutschen Fußball einläuten. Der Erfolg muss schleunigst zurückkehren. Joachim Löw führt den DFB einst zu den letzten Erfolgen - und hat nun eine Warnung für seinen Nachfolger.

"Ein großer Verband ist naturgemäß komplex, weil viele Menschen, Gremien und Interessen zusammenkommen. Veränderungen brauchen deshalb Klarheit, Überzeugung und oft auch Geduld. Als Bundestrainer kann man Impulse geben, aber man kann und sollte nicht alles allein verändern wollen", sagte Löw dem "Münchner Merkur/tz". Für den Weltmeistercoach von 2014 ist es viel entscheidender, "dass die sportlichen Verantwortlichen gemeinsam an einer einheitlichen Linie arbeiten und dass Strukturen am Ende den Fußball unterstützen, nicht umgekehrt".

Klopp gibt am Abend (20.45 Uhr/RTL und im Liveticker auf ntv.de) beim Nations-League-Auftakt in Amsterdam gegen die Niederlande sein Debüt als Bundestrainer. Mit ihm verbindet auch Löw große Hoffnungen. "Jürgen Klopp hat über viele Jahre auf höchstem Niveau bewiesen, welche Qualität er als Trainer und als Persönlichkeit hat. Er kennt den deutschen Fußball, hat international große Erfolge gefeiert und kann Menschen für eine Idee begeistern. Deshalb ist das aus meiner Sicht eine sehr gute Lösung", sagte der 66-Jährige und warb um Geduld mit dem Hoffnungsträger: "Entscheidend ist jetzt, ihm die nötige Zeit und Ruhe zu geben, seine Vorstellungen umzusetzen."

Von Klopp erwartet Löw, "dass er der Mannschaft eine klare Identität gibt". Klopp stehe "für Energie, Intensität und eine starke Verbindung zwischen Mannschaft und Fans". Aber auch bei ihm werde nicht alles "von heute auf morgen funktionieren".

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Das Klopp-Debüt bei RTL.

Löw bleibt optimistisch

Trotz des dritten WM-Debakels in Serie blickt Löw halbwegs optimistisch in die Zukunft. "Wir haben nach wie vor sehr gute Spieler, starke Vereine, gute Trainer und große Möglichkeiten in der Nachwuchsarbeit", sagte Löw. Entscheidend sei nun, "daraus wieder eine Mannschaft mit Stabilität, Selbstvertrauen und einer klaren Identität zu formen. Deutschland hat alle Voraussetzungen, perspektivisch wieder dauerhaft dort oben mit zu spielen."

Löw selbst hatte die DFB-Elf nach der WM 2006 von Jürgen Klinsmann übernommen, der damals mit dem dritten Platz bei der Heim-WM für neue Euphorie nach einigen mageren Jahren gesorgt hatte. Anschließend erreichte er 2008 das EM-Finale und in den folgenden Turnieren jeweils das Halbfinale, ehe Löw Deutschland in Brasilien 2014 den vierten Weltmeister-Stern bescherte.

Verwendete Quellen: ntv.de, mbl/sid