Bei RB Leipzig nimmt der Druck auf Cheftrainer Martin Demichelis zu. Nach Sky-Informationen genießt der Argentinier bei den Verantwortlichen weiterhin Vertrauen, seine Arbeit steht jedoch unter strenger Beobachtung. Kritisch bewertet werden vor allem die Kommunikation, mehrere Totalausfälle der Mannschaft und die bislang nicht durchgehend erkennbare Spielidee. Der Oktober wird deshalb zu einem entscheidenden Monat. Von Demichelis werden nun sofort Ergebnisse und eine klare sportliche Entwicklung erwartet. Die Leipziger Führung will sehen, dass der Trainer die Mannschaft stabilisiert und ihr eine verlässliche Struktur verleiht. Noch ist keine Entscheidung über eine Trennung gefallen, ein Trainerwechsel ist aber nicht mehr ausgeschlossen. Bleiben die erhoffte Reaktion und bessere Leistungen aus, könnte die Zusammenarbeit früher enden als vorgesehen.
Auch Julian Nagelsmann befindet sich im Blickfeld von RB Leipzig. Der frühere Bundestrainer ist aktuell vereinslos und bereit, eine neue sportliche Herausforderung anzunehmen. Konkrete Gespräche zwischen Nagelsmann und den Leipzigern gibt es nach Sky-Informationen derzeit allerdings nicht. Der 39-Jährige ist damit kein unmittelbar bevorstehender Nachfolger, wird aufgrund seiner Vergangenheit im Verein, seines Profils und seiner Verfügbarkeit intern aber als mögliche Option wahrgenommen. Eine Rückkehr nach Leipzig wäre zudem nicht Nagelsmanns bevorzugte Lösung. Sein eigentliches Ziel ist weiterhin ein Engagement in der Premier League, wo er den nächsten Abschnitt seiner Trainerkarriere beginnen möchte. Ob RB die Personalie bei einer möglichen Trennung von Demichelis vertieft, hängt von der Entwicklung im Oktober und von Nagelsmanns Planungen ab. Zunächst liegt der Ball bei Demichelis: Er muss mit Ergebnissen und einer klaren Handschrift Argumente für seinen Verbleib liefern.

