Kanzler am Handy weggedrückt Bundesregierung reagiert auf Fauxpas des Gold-Helden
Wenn der Gratulant mit unbekannter Nummer anruft ... geht der frischgebackene Doppel-Olympiasieger nicht ans Telefon. Dann stellt sich heraus, dass es der Bundeskanzler war. Rodler Max Langenhan entschuldigt sich, nun reagiert die Bundesregierung.
Geissens statt Merz: Rodel-Olympiasieger Max Langenhan muss sich aus Sicht der Bundesregierung nicht grämen, dass er aus Versehen einen Anruf von Kanzler Friedrich Merz weggedrückt hat. "Ich sehe keinen Grund für irgendeine Entschuldigung", sagte ein Regierungssprecher in Berlin.
"Im Gegenteil, Herr Langenhan und alle anderen Athletinnen und Athleten, die solch hervorragende Leistungen bei Olympischen Spielen erbringen, haben unser aller Respekt und Bewunderung verdient. Der Bundeskanzler wollte ihm das persönlich ausdrücken, dass aber ein Goldmedaillengewinner nicht jederzeit telefonisch verfügbar ist, ist jetzt auch nicht überraschend und überhaupt nicht schlimm", erklärte der Sprecher.
"Lieber Friedrich. Ähh, lieber Herr Merz"
Langenhan hatte nach eigenen Angaben nach seinem Sieg vor einigen Tagen einen Anruf von einer unbekannten Nummer erhalten, diesen aber weggedrückt, weil er gerade ein Gratulationsvideo der Reality-Stars Carmen und Robert Geiss ansah und die Nummer nicht gespeichert hatte. Er habe "den Anruf weggewischt. Und es hat sich rausgestellt: Das war Friedrich Merz", erzählte der 26-Jährige.
Langenhan bat um Entschuldigung. "Lieber Friedrich. Ähh, lieber Herr Merz. Es tut mir super leid. Vielleicht schaffen wir es in den nächsten Tagen noch einmal, zu telefonieren. Ich bin auf alle Fälle stolz", sagte Langenhan lachend. Er lud er den Kanzler zum Rodeln ein - auf einen Doppelsitzer-Schlitten. Dies soll wohl in der Veltins-Eisarena in Winterberg passieren. Immerhin kommt Merz aus dem Hochsauerland, die Bahn liegt quasi um die Ecke.
Er sei guter Dinge, dass es in nächster Zeit noch zu einem Kontakt zwischen Sportler und Kanzler kommen werde, sagte der Sprecher. Er wünsche sich, dass es möglichst viele solcher Anlässe gebe, bei denen deutsche Sportler Goldmedaillen gewinnen.
