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"Nein, nein, nein - geht nicht"IPC verbietet ukrainischen Sportlern symbolträchtige Uniform

03.03.2026, 11:35 Uhr
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Die ukrainischen Sportlerinnen und Sportler dürfen nicht in ihren geplanten Anzügen an den Start gehen. (Foto: picture alliance / dpa)

Die ukrainischen Sportler wollen bei den Paralympics mit einem besonderen Anzug antreten, auf dem die Landesgrenzen von 1991 zu sehen sind. Das wird vom IPC untersagt. Dafür wird schnell eine Alternative gefunden.

Die Ukraine wird bei den Paralympics in Mailand und Cortina d'Ampezzo nicht in den angedachten Anzügen antreten können. Wie das Internationale Paralympische Komitee (IPC) auf Anfrage bestätigte, sei das vorgeschlagene Muster mit einer Landkarte des Landes verboten worden. "Gemäß den seit mehreren Ausgaben geltenden IPC-Regeln für Paralympics-Uniformen sind Texte von Nationalhymnen, motivierende Worte, öffentliche/politische Botschaften oder Slogans, die sich auf die nationale Identität beziehen, verboten", teilte das IPC mit.

Unter diese Kategorie falle auch "die Landkarte eines Landes", deshalb sei das entsprechende Muster "nicht genehmigt" worden. Die Ukraine habe aber umgehend eine Alternative vorgelegt und für diese auch sogleich grünes Licht erhalten. Die ursprünglich angedachte Uniform hatte eine Karte der Ukraine mit den Grenzen von 1991 gezeigt - also inklusive der Halbinsel Krim und der von Russland beim weiter andauernden Angriffskrieg besetzten Gebiete.

"Das IPC hat gesagt: 'Nein, nein, nein - das geht nicht'", sagte Walleri Suschkewytsch, Präsident des ukrainischen Paralympischen Komitees, der nationalen Nachrichtenagentur Ukrinform: "Es war eine schöne und sehr symbolträchtige Uniform, die sehr eindringlich aussagte, dass die Ukraine in der Welt, in Europa, mit all ihren Gebieten ohne Besetzung durch Russland existiert." Schon bei den Olympischen Spielen hatte der "Erinnerungshelm" des Skeletonis Wladyslaw Heraskewytsch für großen Wirbel gesorgt. Er wollte an Sportlerinnen und Sportler erinnern, die im Krieg gegen Russland gefallen sind. Das IOC verbot das Tragen im Rennen, der Sportler verzichtete daraufhin auf seinen Start.

Das ukrainische Team wird aus Protest gegen die Zulassung russischer und belarussischer Sportler unter eigener Flagge am Freitag die Eröffnungsfeier der Paralympischen Winterspiele boykottieren. Zuvor hatten bereits Regierungsvertreter ihr Fernbleiben von sämtlichen offiziellen Veranstaltungen der Paralympics (6. bis 15. März) angekündigt. Bei den Wettkämpfen werden 36 Sportlerinnen und Sportler aus der Ukraine antreten.

Quelle: ntv.de, tno/sid

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