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Emotionaler Ausraster auf PisteSki-Ass McGrath stapft nach Slalom-Drama völlig frustriert in den Wald

16.02.2026, 18:29 Uhr
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Nach dem ersten Lauf hat der norwegische Skirennfahrer Atle Lie McGrath die Goldmedaille eigentlich sicher - bis er im zweiten Durchgang einfädelt. Die Emotionen überkommen den Slalom-Star: Er pfeffert seine Skistöcke weg und flüchtet in den Wald. Dahinter steckt eine traurige Geschichte.

Der norwegische Skirennfahrer Atle Lie McGrath hat im Olympia-Slalom von Bormio ein sportliches Drama erlebt und seinen Gefühlen danach auf ungewöhnliche Art freien Lauf gelassen. Der 25-Jährige ging als Führender mit deutlichem Vorsprung in den zweiten Durchgang, hatte die Goldmedaille vor Augen, fädelte dann allerdings ein und schied aus.

Tief enttäuscht warf McGrath daraufhin erst in hohem Bogen seine Skistöcke weg und stapfte dann zu Fuß los Richtung Wald. Der Skandinavier lief einmal quer über die Piste, passierte die Streckenbegrenzung, ging weiter und weiter - und ließ sich schließlich in der Nähe von ein paar Bäumen in den Schnee fallen.

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Olympia, Olympische Winterspiele Mailand Cortina 2026, Ski alpin, Slalom, Männer, Lauf 2, Stelvio Ski Centre, Atle Lie McGrath (Norwegen) verlässt nach seinem Ausscheiden die Strecke und geht durch den Schnee. +++ dpa-Bildfunk +++ (Foto: picture alliance/dpa/AP)

McGrath ist aktuell einer der besten Slalomfahrer der Welt. Der Norweger fuhr in der laufenden Saison schon fünfmal auf ein Weltcup-Podest und führt damit auch die Gesamtwertung im Torlauf an. Die Medaille hätte eine besondere Bedeutung für ihn gehabt: McGrath erfuhr in der Nacht der Eröffnungszeremonie, dass sein Großvater gestorben ist. Der 83-Jährige litt an Demenz.

Bei den Winterspielen in Norditalien hatte er im ersten Lauf auch von seiner frühen Startnummer eins profitiert. Etliche andere Topfahrer waren bei Schneefall und schwierigen Sichtverhältnissen früh ausgeschieden. Nach seinem Patzer im Finale musste McGrath die Goldmedaille allerdings dem Schweizer Weltmeister Loic Meillard überlassen. Dessen Trainer stand ausgerechnet auf der Höhe von McGraths Einfädler - und jubelte direkt neben ihm.

Der deutsche Starter Linus Straßer verpasste indes die Medaillenränge und landete nur auf Rang neun. Für die deutschen Alpin-Männer bedeutet das, dass sie die nächsten Winterspiele ohne Einzel-Edelmetall beenden. Die bislang letzten hatte Markus Wasmeier mit seinen Triumphen im Super-G und im Riesenslalom 1994 im norwegischen Lillehammer geholt.

Quelle: ntv.de, ses/dpa

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