Wirtschaft

"Wir schaffen nicht alles" Audi kuschelt sich an Mutter VW ran

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"Der Konzern und die Schwestermarken sind nicht mehr der Feind von nebenan, im Gegenteil."

(Foto: imago images/photothek)

Durch den Dieselskandal gerät Audi stark in Bedrängnis. Mit einer neuen Strategie will Vorstandschef Schot das Unternehmen aus der Krise holen. Dazu gehört mehr Nähe zur Konzernmutter VW, aber auch ein strikter Sparkurs. Der Betriebsrat lobt trotzdem.

Audi will in Zukunft enger mit seiner Konzernmutter Volkswagen zusammenarbeiten. "Wir schaffen nicht alles, wir können nicht auf allen Hochzeiten tanzen", sagt Audi-Vorstandschef Bram Schot der "Süddeutschen Zeitung". Deshalb gelte: "Der Konzern und die Schwestermarken sind nicht mehr der Feind von nebenan, im Gegenteil." Gerade bei E-Autos wolle Schot stärker als bislang auf gemeinschaftliche Teile und Plattformen setzen und damit Geld sparen.

Der 58-jährige Niederländer hat in den vergangenen Monaten mit seinen Vorstandskollegen die Strategie "Konsequent Audi" für das krisengebeutelte Unternehmen erarbeitet. Dabei gehe es nicht nur um eine möglichst nahtlose Zusammenarbeit mit dem Konzern, sagt Schot der Zeitung. Weitere Strategiepunkte seien "konsequent elektrisch", aber auch "konsequent profitabel".

Tatsächlich hat der Vorstandschef einen Sparkurs eingeschlagen. Schot überlegt, ob sich Audi aus unrentablen Märkten zurückziehen soll. Außerdem will er Kapazitäten in den Werken streichen, die im Durchschnitt nur zu 75 Prozent ausgelastet sind.

Der Betriebsrat lobte die neue Strategie dennoch: "Grundsätzlich stehen wir als Arbeitnehmervertreter der neuen Strategie aufgeschlossen gegenüber", sagt Betriebsratschef Peter Mosch der "Süddeutschen Zeitung". "Das Konzept ist in sich schlüssig nachvollziehbar, klar in seiner Ausrichtung, realistisch und realisierbar."

Quelle: n-tv.de, chr

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