Wirtschaft

Überschuss schrumpft trotzdem Deutschland exportiert mehr in die USA

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Amerikanische Produkte sind in Deutschland kein Ladenhüter.

(Foto: REUTERS)

Für Präsident Trump sind es gute Nachrichten: Der von ihm vielfach kritisierte Exportüberschuss Deutschlands schmilzt ein wenig. Im ersten Halbjahr steigt der Wert der importierten US-Güter um neun Prozent. Doch auch die Exporte florieren weiter.

Die USA bleiben aller Voraussicht nach das vierte Jahr in Folge der wichtigste Abnehmer von Waren "Made in Germany". Die deutschen Ausfuhren in die weltgrößte Volkswirtschaft wuchsen in den ersten sechs Monaten um 4,3 Prozent auf 58,3 Milliarden Euro, wie aus vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes hervorgeht. Auf Platz zwei folgt Frankreich mit einem Plus von 1,5 Prozent auf 55 Milliarden Euro, gefolgt von China mit einem Zuwachs von 4,1 Prozent auf 47,2 Milliarden Euro.

Grund für das gute Geschäft mit den Vereinigten Staaten dürfte die gute Konjunktur sein: Die USA wachsen derzeit schneller als andere wichtige Industriestaaten. Bis 2015 war Frankreich für mehr als sechs Jahrzehnte der größte deutsche Kunde.

Die meisten Waren bezog Deutschland im ersten Halbjahr erneut aus China. Von dort wurden Güter im Wert von fast 52 Milliarden Euro eingekauft, ein Zuwachs von vier Prozent zum Vorjahreszeitraum. Auf dem zweiten Platz folgen die Niederlande mit 50,7 Milliarden Euro (plus 4,6 Prozent) und die USA mit 34,8 Milliarden Euro (plus 9,0 Prozent).

Der von US-Präsident Donald Trump vielfach kritisierte deutsche Exportüberschuss im Handel mit den Vereinigten Staaten verringerte sich in der ersten Jahreshälfte wegen der stark steigenden Importe um rund zwei Prozent auf 23,5 Milliarden Euro.

Quelle: n-tv.de, fzö/rts

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