Wirtschaft

Getränke-Lieferdienste Dr. Oetker schluckt Flaschenpost

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Über den Kaufpreis von Flaschenpost gab der Oetker-Konzern keine Informationen bekannt.

(Foto: imago images/Future Image)

Mit Durstexpress verfügt Dr. Oetker bereits über einen Lieferdienst für Getränke. Nun erweitert der Bielefelder Konzern sein Angebot. Künftig gehört auch die Firma Flaschenpost zur Unternehmensgruppe.

Der Oetker-Konzern verstärkt sein Geschäft im Bereich der Express-Getränkelieferung mit einem Zukauf. Wie die Dr. August Oetker KG mitteilte, übernimmt sie den Lieferdienst Flaschenpost SE, der das zur Oetker-Tochter Radeberger gehörende Lieferunternehmen Durstexpress ergänzen soll. Über den Kaufpreis haben beide Parteien Stillschweigen vereinbart. Nach Informationen des Informationsdienstes "Deutsche Startups.de" beträgt der Kaufpreis eine Milliarde Euro. Die Verträge wurden am 30. Oktober unterzeichnet, die Transaktion muss noch von den Kartellbehörden abgesegnet werden.

Das 2016 gegründete Startup Flaschenpost liefert nach eigenen Angaben mittlerweile in 23 Städten Getränke innerhalb von 120 Minuten an die Kunden aus. Ein Firmensprecher betonte, Oetker sehe für Online-Lieferdienste eine sehr gute Zukunft und habe sich deshalb zum Kauf entschlossen.

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Durstexpress und Flaschenpost ergänzen sich geografisch. Während Durstexpress seine Aktivitäten vorrangig aus Berlin und den östlichen Bundesländern entwickelte, habe Flaschenpost dies aus Nordrhein-Westfalen heraus getan, so Oetker. Das erweiterte Lieferunternehmen werde aus den Zentralen Berlin und Münster von einem Vorstand geleitet werden, der sich aus den Führungsriegen sowohl von Durstexpress als auch von Flaschenpost zusammensetzt.

Der Oetker-Konzern ist breit aufgestellt: Neben Backzutaten, Pizza und Pudding-Pulver gehören auch Brauereien wie Radeberger und Hotels zu dem etwa 400 Firmen zählenden Unternehmen (Dr. Oetker, Conditorei Coppenrath, Henkell Freixenet). Seit einiger Zeit experimentiert Oetker mit eigenen Lieferdiensten für Torten und Bier sowie mit Handelsplattformen und investiert in Startups.

Quelle: ntv.de, jpe/DJ/dpa/rts