Wirtschaft

Navigation mit Google Maps Insider: Porsche könnte Google ins Cockpit holen

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Die Software-Tochter des Konzerns, Cariad, arbeitet bereits mit der Google-Plattform Android an einer konzernweiten Lösung.

(Foto: imago images/eventfoto54)

Für das Infotainment-System in seinen Sportwagen erwägt Porsche offenbar eine Zusammenarbeit mit Google. Das verlautet aus Konzernkreisen. Eingesetzt werden könnte etwa Google Maps zur Navigation. Offiziell will die VW-Tochter aber noch nichts verkünden.

Porsche erwägt eine tiefergehende Kooperation mit dem US-Technologiekonzern Google. "Porsche denkt darüber nach, beim Infotainment-System einen eigenen Weg zu gehen und Google komplett zu integrieren", sagte eine mit den Beratungen vertraute Person laut Reuters. Volkswagen-Chef Oliver Blume, der in Personalunion auch Porsche führt, habe sich dazu unlängst mit führenden Google-Managern getroffen. Das "Manager Magazin" hatte zuvor berichtet, Porsche denke darüber nach, Google-Apps in die Cockpits seiner Fahrzeuge zu lassen - allen voran das Navigationssystem Google Maps.

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Damit würde der Sportwagenbauer eine Kehrtwende vollziehen. Bisher hatte sich die VW-Tochter gegen eine weitgehende Zusammenarbeit mit dem US-Konzern gesperrt. Die Software-Tochter Cariad des Konzerns arbeitet bereits mit der Google-Plattform Android an einer konzernweiten Lösung. Für die Volumenmarken von Volkswagen stehe eine volle Integration von Google nicht zur Debatte, sagte der Insider. Android ist vor allem als Betriebssystem für Mobilfunkgeräte bekannt und wird auch von zahlreichen Autobauern in Fahrzeugen eingesetzt. Volkswagen äußerte sich nicht zu den Reuters-Informationen.

Im vergangenen Jahr hat Porsche den Absatz dank hoher Nachfrage nach seinen SUV-Modellen gegen den Trend gesteigert. Insgesamt seien 2022 mit 309.884 Fahrzeugen drei Prozent mehr als im Jahr davor ausgeliefert worden, teilte der DAX-Konzern mit. Der Krieg in der Ukraine, unterbrochene Lieferketten und andauernder Chip-Mangel hätten das Unternehmen stark gefordert, erklärte Vertriebs-Chef Detlev von Platen. Der Vertrieb ziehe dennoch eine positive Bilanz. "Porsche ist robust aufgestellt. Auf dieser starken Basis bauen wir auf."

Rückschlag für den Taycan

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Bei den deutschen Premiumherstellern Audi, BMW und Mercedes-Benz waren die Auslieferungen im vergangenen Jahr dagegen leicht geschrumpft. Das stärkste Wachstum von sieben Prozent erzielte Porsche in Europa, während der Absatz in Nordamerika stagnierte und auf dem Hauptmarkt China aufgrund der Corona-Restriktionen etwas zurückging.

Von den Modellen her verkauften sich die SUVs Cayenne und Macan am besten, die fast 60 Prozent des Absatzes ausmachen. Der erste Elektro-Porsche Taycan erlitt unterdessen einen Rückschlag - die Verkaufszahl sank um 16 Prozent auf 34.801 Wagen. Das habe an Engpässen in der Lieferkette gelegen, erklärte die Volkswagen-Tochter.

Quelle: ntv.de, jug/rts

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