Wirtschaft

KKR wirft Anteile auf den Markt Italienische Investoren kaufen Hensoldt-Paket

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Die Firmenzentrale des Rüstungskonzerns Hensoldt in Taufkirchen bei München. Das multinationale Unternehmen ist spezialisiert auf Radare und Drohnen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der bayerische Rüstungskonzern Hensoldt bekommt einen neuen Ankeraktionär. Der italienische Raumfahrt- und Rüstungskonzern Leonardo übernimmt 25,1 Prozent der Anteile vom US-Finanzinvestor KKR. Die Italiener ziehen damit mit der Bundesregierung gleich, die sich eine Sperrminorität gesichert hat.

Der italienische Rüstungskonzern Leonardo hat das Rennen um einen Einstieg beim deutschen Rüstungselektronik-Hersteller Hensoldt gemacht. Der US-Finanzinvestor KKR verkauft ein Aktienpaket von 25,1 Prozent an die Italiener, wie Hensoldt in Taufkirchen bei München mitteilte.

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Darüber sei ein Kaufvertrag geschlossen worden. Leonardo zahlt je Aktie 23 Euro und damit insgesamt rund 606 Millionen Euro, wie die Italiener mitteilten. Die Behörden müssen dem Geschäft noch zustimmen.

"Mit dieser Transaktion haben wir einen zweiten langfristigen Ankeraktionär in unserem Unternehmen und einen starken potenziellen strategischen Partner, mit dem wir bereits erfolgreich an einer Reihe von Programmen zusammenarbeiten", so Hensoldt-Chef Thomas Müller laut Mitteilung.

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KKR hatte Hensoldt im September 2020 für 12 Euro je Aktie an die Börse gebracht und Ende März eine Sperrminorität von 25,1 Prozent an den Bund verkauft. Deutschland stieg bei Hensoldt ein, weil das Unternehmen auch Schlüsseltechnologien aus den Bereichen Krypto-Technik und Sensorik liefert, bei denen die Bundesregierung einen unerwünschten Zugriff verhindern will. Hensoldt ist die ehemalige Radarsparte des Luft- und Raumfahrtkonzerns Airbus, die KKR 2017 übernommen hatte.

Nach dem Verkauf von Anteilen an die bundeseigene KfW-Bank sowie an Leonardo werde KKR noch einen Anteil von rund 18 Prozent an Hensoldt halten, hieß es von Hensoldt. Leonardo rechnet damit, den Anteilskauf in der zweiten Jahreshälfte abschließen zu können. Mit dem Zuschlag gehen weitere Interessenten wie die europäischen Rüstungskonzerne Thales (Frankreich), Saab (Schweden) und Indra (Spanien) leer aus.

Quelle: ntv.de, ddi/dpa

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