Wirtschaft

Krypto-Kunst unterm Hammer NFTs? Für Sotheby's das neue Millionending

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Dieses digitale Kunstwerk namens "Cube" hat Sotheby's bereits an den Mann oder die Frau gebracht.

(Foto: via REUTERS)

Krypto-Kunst erlebt einen Boom. Als virtuelles Gut kommen sogenannte Non-Fungible-Token für viele Millionen Dollar unter den virtuellen Hammer. Das haben Auktionshäuser wie Christi's oder Konkurrent Sotheby's längst mitbekommen. Auch sie wollen NFTs zum Höchtspreis verkaufen.

Die Blockchain-Technologie beflügelt inzwischen nicht nur Kryptowährungen, sondern auch den Markt für digitale Kunst. Die erste Auktion auf Grundlage der NFT-Technologie hat Sotheby's gerade 16,8 Millionen Dollar eingebracht. Der Chef des Auktionshauses Charles Stewart räumt in einem Interview mit "CNN Business" zwar ein, dass Menschen ohne eine Vorliebe für das Thema Schwierigkeiten haben, zu verstehen, was das alles bedeutet. "Aber wir haben uns darauf eingelassen, weil wir glauben, dass es eines der aufregendsten Dinge ist und dass wir ein völlig neues Publikum und auch eine neue Gruppe von Künstlern damit erreichen."

Die Abkürzung steht für Non-Fungible-Token: ein virtuelles Gut, das einmalig und nicht austauschbar ist. Das System basiert wie Kryptowährungen auf der Blockchain-Technologie. Anders als bei Kryptowährungen sind NFTs allerdings einzigartig und gewissermaßen ein virtuelles Sammlerstück, das nur mit einem Zertifikat verkauft oder getauscht werden kann.

Viel der Bieter hätten eine starke Verbindung mit der Krypto-Szene, sagt Stewart. Versteigert wurden in New York unter anderem eine Serie mit dem Titel "Cube" des Künstlers Pak, zu der unzählige Dateien animierter Illustrationen gehören. Die Illustrationsdateien drehen sich so, dass sie eine 360-Grad-Ansicht eines durchscheinenden weißen Würfels vor schwarzem Hintergrund zu zeigen scheinen. Über einen Zeitraum von drei Tagen wurden 23.598 dieser Animationen von 3080 Sammlern für 14 Millionen Dollar erworben. Pak verkaufte außerdem zwei einzigartige Werke für zusammen rund 2,8 Millionen Dollar.

Stewart sieht in dem Erfolg der Auktion Parallelen zum Aufstieg der Streetart in den 70er und 80er Jahren. "Die digitale Kunst im Jahr 2021 könnte das sein, was Street-Art in den 70er Jahren war", sagt Stewart. Noch bestehe das Geschäft fast ausschließlich aus physischer Kunst und das werde in absehbarer Zukunft auch erstmal so bleiben. Doch die Community wächst. "Sie sind leidenschaftlich. Sie sind engagiert. Es war wirklich interessant zu sehen, wie sich das entwickelt hat", sagt Stewart "CNN Business".

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Um abzusehen, wo der Markt für digitale Kunst in fünf Jahren steht, ist es laut Stewart noch zu früh und das Feld zu volatil, weil es stark an den Wert von Kryptowährungen gekoppelt ist. Viel mehr setzt er auf die Idee der Blockchain-Eigentümerschaft und Authentifizierung. "Das hat potenziell Auswirkungen auf physische und digitale Kunst und werde in den kommenden Jahren weiter wachsen und sich entwickeln."

In den vergangenen Monaten sorgten mit dem Verkauf von NFT-Dateien erzielte Preise immer wieder für Schlagzeilen. Grimes, Popmusikerin und Partnerin von Tesla-Milliardär Elon Musk, verkaufte eine Reihe kurzer Videos für insgesamt rund sechs Millionen Dollar. Ein Clip, in dem Basketball-Star LeBron James den Ball in den Korb hämmert, wechselte für mehr als 200.000 Dollar den Besitzer. Twitter-Chef Jack Dorsey versteigert aktuell eine digitale Kopie des allerersten Tweets aus dem Jahr 2006, den jeder nach wie vor im Netz sehen kann. Millionen Dollar. Käufer spekulieren darauf, dass die Dateien mit NFT-Zertifikat irgendwann so viel wert sein könnten wie heute seltene Sammelkarten von Baseball-Spielern.

Quelle: ntv.de, jki

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