Wirtschaft

Streetscooter für Milchmänner Post-Tochter verkauft erstmals ins Ausland

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Die Nachfrage nach Streetscootern der Deutschen Post ist groß - auch im Ausland.

(Foto: picture alliance / Marijan Murat)

Mit ihren Elektrotransportern etabliert sich die Deutsche-Post-Tochter Streetscooter immer stärker als Taktgeber auf dem Markt für umweltfreundliche Lieferfahrzeuge. Nun gelingt ein neuer Coup: Ein britischer Milchlieferant bestellt gleich 200 E-Transporter.

Die Deutsche Post-Tochter Streetscooter verkauft erstmals Elektrotransporter in großem Stil an einen einzelnen Kunden ins Ausland. Die britische Firma Milk & More habe 200 der Elektrofahrzeuge bestellt, teilte die Post mit. Milchmänner in Großbritannien werden damit ihre Flaschen künftig mit Elektro-Lieferwagen der Deutschen Post ausliefern. Das soll die Lieferung von Milch, die in der Regel nachts oder in den frühen Morgenstunden stattfindet, noch leiser und umweltfreundlicher machen.

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Die zur deutschen Müller-Gruppe gehörende Milk & More beliefert nach eigenen Angaben jede Woche mehr als 500.000 Haushalte auf der Insel. Wie die Post mitteilte, steht der Streetscooter ganz in der Tradition der englischen Milchmänner, die für ihre Lieferungen seit 1930 elektrische Fahrzeuge einsetzen. Der Milchmann habe in den vergangenen Monaten ein unerwartetes Comeback erlebt, weil immer mehr Kunden bereit seien, einen Aufpreis für regionale und ökologisch verpackte Lebensmittel zu zahlen.

Die bestellten Fahrzeuge sind vergleichbar mit den hiesigen Paketautos und haben trotz des Linksverkehrs in England das Steuer ebenfalls auf der linken Seite. Dadurch sei der Milchmann sicherer, wenn er auf der Gehwegseite aus- und einsteigt, hieß es.

Zweite Streetscooter-Fabrik in Düren

Die Post ist mit dem Streetscooter zu einem führenden Hersteller von Elektrotransportern aufgestiegen und profitiert dabei auch von der Diesel-Krise. Für die Bonner selbst sind bereits rund 5500 der Fahrzeuge im Einsatz. Das Unternehmen verkauft die für den Lieferverkehr entwickelten Elektrofahrzeuge aber auch außerhalb des Konzerns und registriert dabei nach Aussagen von Konzernchef Frank Appel reges Interesse - eben auch aus dem Ausland.

Eine zweite Streetscooter-Fabrik soll am Mittwoch im nordrhein-westfälischen Düren eröffnet werden, um die steigende Nachfrage zu bedienen.

Quelle: n-tv.de, jug/dpa/AFP