Wirtschaft

Reaktion auf Brexit-Votum Schatzkanzler Osborne sieht Untiefen

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George Osborne muss neue Etatpläne vorlegen.

(Foto: AP)

George Osborne versucht - im Rahmen seiner Möglichkeiten - die Märkte zu beruhigen. Allerdings räumt der britische Schatzkanzler die Notwendigkeit von "Anpassungen" für die Wirtschaft seines Landes ein.

Der britische Schatzkanzler George Osborne hat eingeräumt, dass es "Anpassungen" für die britische Wirtschaft geben wird, weil es nach dem Brexit-Votum unsicher sei, wie die künftigen Handelsbeziehungen mit der Europäischen Union aussehen würden. "Es wird wegen der Entscheidung, die das britische Volk getroffen hat, Anpassungen in unserer Wirtschaft geben", sagte der konservative Politiker.

Die Unsicherheit über die Zukunft bremse Konsumausgaben und Investitionen, sagte Osborne. Und das könnte sich auch auf die Staatsfinanzen auswirken. Im Herbst werde er neue Haushaltspläne präsentieren, kündigte Osborne an. Zugleich versicherte er, dass die britische Wirtschaft stark sei. Es werde bis zum Austritt keine Veränderungen bei Handel und Personenverkehr oder der Regulierung der Wirtschaft und des Finanzsystems geben.

Nach dem Votum der Briten für einen Austritt aus der EU wies Osborne Forderungen zurück, nun auch rasch den formellen Austrittsantrag vorzulegen. Die Regierung in London könne das Verfahren gemäß Artikel 50 des EU-Vertrags erst "auslösen", wenn sie dazu bereit sei und "klare Vorstellungen" über den weiteren Weg habe, sagte Osborne am Montag kurz vor Öffnung der Londoner Börse. "Nur das Vereinigte Königreich kann Artikel 50 auslösen", so Osborne.

Der scheidende Premierminister David Cameron habe "dem Land Zeit gegeben, darüber zu entscheiden, was diese Beziehung sein sollte, indem er die Entscheidung zur Auslösung des Prozesses nach Artikel 50 verzögert hat, bis ein neuer Premierminister im Herbst im Amt ist", sagte der Finanzminister, der ebenso wie sein Parteifreund Cameron für den Verbleib in der EU geworben und die Briten vor allem vor den wirtschaftlichen Folgen eines Brexit gewarnt hatte.

Quelle: n-tv.de, wne/DJ/AFP/dpa