Wirtschaft

Deutsche Bank hat genug Trump verliert wichtigsten Kreditgeber

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Schon im Dezember hatte Trumps langjährige Bankerin Rosemary Vrablic vom Vermögensmanagement ihre Kündigung eingereicht.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Schon seit einigen Wochen soll die Deutsche Bank laut Insidern versuchen, die Geschäftsbeziehungen mit US-Präsident Trump zu beenden. Nachdem seine langjährige Bankerin bereits im Dezember gekündigt hat, kappt das Institut die Zusammenarbeit jetzt komplett.

Zwei von US-Präsident Donald Trump bevorzugte Banken haben laut einem Bericht von Bloomberg nach den tödlichen Ausschreitungen vor dem US-Kapitol die Zusammenarbeit mit dem milliardenschweren Präsidenten beendet. Demnach habe die Deutsche Bank AG beschlossen, von weiteren Geschäften mit Trump und seinem Unternehmen abzusehen, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person, die nicht genannt werden wollte. Die Deutsche Bank gehört zu den wichtigsten Kreditgebern von Trump. An sein Familienunternehmen Trump Organization hat das Institut einem der Insider zufolge Stand Anfang November 340 Millionen Dollar an Darlehen vergeben.

Schon im Dezember hatte Trumps langjährige Bankerin Rosemary Vrablic vom Vermögensmanagement ihre Kündigung eingereicht. Auch ihr langjähriger Kollege Dominic Scalzi verließ das Institut. Einen Grund für die Schritte nannte die Bank damals nicht. Laut der Zeitung "New York Times" sorgte die Bankerin dafür, dass Trumps Unternehmen Kredite in Höhe von mehreren Hundert Millionen Dollar erhielt. Das Geldhaus habe dann im August eine Untersuchung zu einem Immobiliengeschäft aus dem Jahr 2013 zwischen Vrablic und Scalzi mit einem Unternehmen eingeleitet, das zum Teil Trumps Schwiegersohn Jared Kushner gehöre.

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Auch die Signature Bank, die die Familie von Trump seit Langem betreut, sagte, dass sie die Verbindungen kappt und drängt gleichzeitig sogar auf einen Rücktritt. Signature schließt zwei persönliche Konten, bei denen Trump etwa 5,3 Millionen Dollar hatte, sagte ein Sprecher der Firma. "Wir glauben, die angemessene Maßnahme wäre der Rücktritt des Präsidenten der Vereinigten Staaten, die im besten Interesse unserer Nation und des amerikanischen Volkes ist", heißt es in einer Erklärung. Die Signature Bank hat Trump und andere in seinem Dunstkreis beraten, einschließlich Ivanka Trump, Jared Kushner und Michael Cohen. Im Jahr 2011 berief die Bank Ivanka in ihren Vorstand, sie trat aber ein paar Jahre später wieder zurück.

"Wir haben uns noch nie zu einer politischen Angelegenheit geäußert und hoffen, dies auch nie wieder zu tun", hieß es in der Erklärung von Signature. Die Bank werde in Zukunft außerdem keine Geschäfte mit Kongressmitgliedern machen, die dafür gestimmt haben, das Wahlmännerkollegium zu missachten, sagte der Sprecher.

Die Kreditgeber folgen mit der Aussetzung ihrer Beziehungen unter anderem Facebook, Twitter und anderen Unternehmen, nachdem Trump die Teilnehmer einer Kundgebung letzte Woche ermutigt hatte, das Kapitol zu stürmen. Mindestens fünf Menschen starben bei dem Chaos und seinen unmittelbaren Folgen.

Quelle: ntv.de, jki