Wirtschaft

Ex-Präsident will an die Börse US-Behörde prüft Trump-Spac

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Trump kündigte an, sich mit der eigenen Online-Plattform wieder Gehör in den sozialen Medien verschaffen zu wollen.

(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Die neue Online-Plattform von Ex-US-Präsident Trump versteht sich als Gegenentwurf zur "Tyrannei" der großen Technologie-Konzerne. "Truth Social" soll schon im ersten Quartal 2022 an den Start gehen - auch ein Börsengang ist geplant. Doch jetzt sind die Aufsichtsbehörden hellhörig geworden.

Die zuständigen US-Behörden haben Untersuchungen zum geplanten Börsengang des Online-Netzwerks von Ex-Präsident Donald Trump eingeleitet. Wie bekannt wurde, erhielt Trumps Partnerunternehmen Digital World Acquisition Corp (DWAC) Auskunftsanfragen der Börsenaufsicht SEC sowie der Finanzmarktaufsicht Finra. Die SEC forderte demnach unter anderem Angaben zu Vorstandssitzungen und der Identität bestimmter Investoren, die Finra erfragte Informationen zu früheren Aktienaktivitäten der DWAC.

Trump hat für die Einrichtung seines eigenen Online-Netzwerks Truth Social die Firma Trump Media & Technology Group (TMTG) gegründet. Für den Gang an die Börse soll TMTG mit der DWAC fusionieren. Das Partnerunternehmen dient dabei als eine Art Vehikel: Es ist eine sogenannte Special Purpose Acquisition Company (Spac), gewissermaßen eine leere Hülle, die bereits an der Börse gehandelt wird.

Durch Fusion mit einem derartigen Unternehmen kann Trumps TMTG unter Umgehung zahlreicher Auflagen an die Wall Street gehen. Die Nutzung solcher Börsenvehikel ist in den USA durchaus üblich. Am Wochenende hatten die beiden Unternehmen verkündet, finanzkräftige Investoren für Trumps geplantes Online-Netzwerk mit dem Namen Truth Social gefunden zu haben. Bislang ungenannte Geldgeber sollen demnach eine Milliarde Dollar (887 Millionen Euro) bereitstellen.

Trump war nach der Kapitol-Erstürmung vom 6. Januar von großen Online-Plattformen wie Facebook, Twitter und Youtube verbannt worden. Der 75-Jährige hat seine eigene Plattform als Gegenentwurf zur "Tyrannei" der großen Technologie-Konzerne angekündigt. Truth Social soll Anfang des kommenden Jahres an den Start gehen. Trump erfreut sich an der konservativen Basis nach wie vor großer Beliebtheit und liebäugelt mit einer erneuten Präsidentschaftskandidatur 2024.

Quelle: ntv.de, jki/rts

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