Mittwoch, 25. Januar 2023Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke und Max Borowski
17:57 Uhr

Der DAX hält die 15.000

Während die Berichtssaison Fahrt aufnimmt, gute und schlechte Unternehmensnachrichten sich abwechseln, hält sich der DAX stabil. Im Handelsverlauf rutscht der deutsche Leitindex kurz unter die 15.000er Marke. Doch der Rücksetzer wird schnell für Käufe genutzt. Zu Handelsschluss notiert der DAX mit einem minimalen Minus von knapp 0,1 Prozent bei 15.081 Punkten, im Tief notierte er bereits bei 14.970 Zählern.

Dax
Dax 15.476,43

"Der DAX stemmt sich bisher erfolgreich gegen einen größeren Rücksetzer", sagt Vermögensverwalter Thomas Altmann von QC Partners. Für einen weiteren Anstieg mangele es aber an positiven Impulsen. Der bisherige Verlauf der Berichtssaison reiche als Impuls nicht aus.

Die Entwicklung des Ifo-Geschäftsklimas spricht nach Aussage von Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer trotz des abermaligen Anstiegs im Januar auf 90,2 Punkte für eine milde Rezession. "Es liegt trotz der Erholung noch immer auf einem Niveau, bei dem das Bruttoinlandsprodukt in der Vergangenheit zumeist mindestens zwei Quartale in Folge geschrumpft ist", urteilt Krämer. Für Vorsicht spreche auch die weltweite Straffung der Geldpolitik. Krämer fasst zusammen: "Alles in allem bleibt eine milde Rezession das wahrscheinlichere Szenario. Wir erwarten für das deutsche Bruttoinlandsprodukt im Durchschnitt dieses Jahres einen Rückgang um 0,5 Prozent."

17:14 Uhr

Hohe Nachfrage nach Privatflugzeugen beflügelt Cessna-Hersteller

Der Cessna-Hersteller Textron rechnet im Jahr 2023 mit einem höheren Umsatz, als vom Markt erwartet worden war und beflügelt damit seine Aktien.

Die Titel des US-Flugzeugbauers steigen zeitweise um knapp zwei Prozent auf 70,91 Dollar. Auch im vergangenen Quartal seien die Einnahmen höher als erwartet ausgefallen, teilt der Konzern mit. Hintergrund für die starken Zahlen sei die auch nach der Coronakrise hoch gebliebene Nachfrage nach Privatflugzeugen.

17:01 Uhr

Euro legt zu - Kanadischer Dollar sackt ab

Der Kurs des Euro legt etwas zu.

Am Nachmittag kostet die Gemeinschaftswährung 1,0903 US-Dollar. Sie notiert damit ein wenig höher als am Morgen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0878 (Dienstag: 1,0858) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9193 (0,9210) Euro.

Die erneut verbesserte Stimmung in der deutschen Wirtschaft stützte den Euro kaum. Das Ifo-Geschäftsklima stieg im Januar den vierten Monat in Folge. Allerdings fiel der Anstieg ein wenig geringer aus als erwartet. Während die Unternehmen ihre Zukunftsperspektiven deutlich besser bewerteten, schätzten sie ihre aktuelle Lage etwas schlechter ein.

Deutlich unter Druck geraten ist unterdessen der Kanadische Dollar. Die dortige Notenbank hat ihren Leitzins zwar wie erwartet um 0,25 Prozentpunkte angehoben. Sie stellte jedoch nach acht Zinserhöhungen in Folge ein Ende der Anhebungen in Aussicht. Dies kam für die Märkte überraschend und belastete den Kanadischen Dollar.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88248 (0,88368) britische Pfund, 141,17 (141,47) japanische Yen und 1,0020 (1,0053) Schweizer Franken fest.

Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London bei 1929 Dollar gehandelt. Das waren etwa sieben Dollar weniger als am Vortag.

16:30 Uhr

Mehr als 6 Milliarden Euro - RWE übertrifft eigene Gewinnprognose

RWE hat seine Gewinnziele für das abgelaufene Geschäftsjahr deutlich übertroffen. Das bereinigte EBITDA belief sich nach vorläufigen Zahlen auf 6,31 Milliarden Euro, wie der Energiekonzern mitteilte. Angekündigt war ein operativer Gewinn in der Größenordnung von 5 bis 5,5 Milliarden Euro. Das Segment Wasser/Biomasse/Gas sowie der Energiehandel hätten sich zum Jahresende deutlich besser entwickelt als angenommen, erläuterte RWE.

Auch die übrigen Gewinnkennziffern wurden allesamt übertroffen: Für das Kerngeschäft meldete RWE ein bereinigtes EBITDA von 5,559 Milliarden Euro. Hier waren 4,3 bis 4,8 Milliarden Euro angepeilt. Das bereinigte EBIT belief sich auf 4,567 (Prognose: 3,4 bis 3,9) Milliarden Euro, das bereinigte Nettoergebnis auf 3,228 (Prognose: 2,1 bis 2,6) Milliarden Euro.

Am Dividendenziel von 90 Cent pro Aktie für das abgelaufene Geschäftsjahr will RWE allerdings festhalten.

16:20 Uhr

US Blue Chips enttäuschen

Die US-Berichtssaison hält heute positive und negative Nachrichten für die Anleger bereit. Microsoft, für die es fast 4 Prozent bergab geht, und Boeing, die 1,5 Prozent verlieren, haben wir bereits genannt.

  • Keine Freude kommt etwa beim Geschäftsausweis von Boeing auf. Für die Aktien geht es 1,8 Prozent nach untern.
  • Beim Pharmariesen Abbott belastet das Ausbleiben von Erlösen mit Corona-Tests und die Nachwirkungen der zeitweisen Schließung eines Werks für Säuglingsnahrung. Abbott geben 1,5 Prozent nach.
  • Mit einem Anstieg um 4,8 Prozent reagiert die Aktie von AT&T positiv auf die Viertquartalszahlen. Die Gesellschaft hat mehr verdient als der Markt erwartet hatte.
  • Texas Instruments übertraf mit Gewinn und Umsatz im vierten Quartal die allerdings bereits niedrigen Erwartungen, wobei beide Kennziffern im Vergleich zum Vorjahresquartal rückläufig waren. Der Kurs verliert 1,5 Prozent.
  • Nach oben geht es mit den Kursen von News Corp und Fox, nachdem Rupert Murdoch, Executive Chairman von News Corp und Fox, seinen Versuch abgeblasen hat, die beiden Teile seines Medienimperiums zu fusionieren. Die A-Aktie von News Corp gewinnt 7, die B-Aktie 6,9 Prozent. Für Fox geht es um 2 Prozent nach oben.
16:07 Uhr

Enttäuschende Unternehmenszahlen verschrecken US-Anleger

Seit dem Vortag ist die Luft an der Wall Street raus - die Gewinnmitnahmen weiten sich aus. Belastet wird die Stimmung von der aktuell eher mau verlaufenden Berichtsperiode.

Microsoft reiht sich in den Reigen eher mäßiger Geschäftsberichte ein, der Kurs verliert 3,8 Prozent. Der Software-Gigant verbuchte im zweiten Geschäftsquartal das schwächste Wachstum seit sechs Jahren. Der Konzern verfehlte mit Umsatz und Ergebnis die Erwartungen, nur das Cloud-Geschäft überzeugte. Damit rückten auch wieder Rezessionsängste ins Bewusstsein der Anleger.

Der Dow-Jones-Index sinkt um 0,8 Prozent auf 33.480 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite ermäßigen sich um 1,1 bzw. 1,6 Prozent.

Die Microsoft-Kommentare könnten die Technologie-Bullen ins Grübeln über die jüngste Rally bringen, sagt ein Händler. Zudem wurde bekannt, dass Microsoft aktuell mit massiven Problemen beim Zugang zu E-Mails über Outlook oder Teams-Videokonferenzen zu kämpfen hat. "In den vergangenen 24 Stunden war eine leichte Tendenz zu einer risikoarmen Stimmung zu beobachten, was zum Teil auf einige schwächer als erwartet ausgefallene Gewinnveröffentlichungen zurückzuführen ist, die die wachsende Besorgnis über eine mögliche Rezession in den USA verstärkten", sagt Marktstratege Jim Reid von Deutsche Bank.

15:56 Uhr

Milliardenverlust in Serie - Boeing kommt nicht aus der Krise

Teure Probleme mit mehreren Flugzeugtypen haben dem Luftfahrt- und Rüstungskonzern Boeing 2022 das vierte Verlustjahr in Folge eingebrockt.

Boeing
Boeing 191,12

Mit 5,05 Milliarden US-Dollar (rund 4,6 Mrd Euro) lag der Fehlbetrag unter dem Strich sogar noch höher als die knapp 4,3 Milliarden ein Jahr zuvor, wie der US-Rivale des europäischen Herstellers Airbus in Arlington mitteilte. Auch im vierten Quartal schrieb Boeing rote Zahlen.

Konzernchef Dave Calhoun wertete 2022 dennoch als wichtiges Jahr der Erholung. Der Hersteller aus den USA steckt seit 2019 in einer schweren Krise. Nach tödlichen Abstürzen zweier Mittelstreckenjets von Typ 737 Max durfte das Modell lange Zeit weltweit nicht abheben. Dann brachte die Corona-Pandemie die ganze Luftfahrtbranche in Schieflage, zudem musste Boeing wegen Produktionsmängeln die Auslieferung seines Langstreckenjets 787 "Dreamliner" stoppen und seinen Zeitplan für den runderneuerten Großraumjet 777X um Jahre nach hinten verschieben.

Im vergangenen Jahr zogen zudem Probleme in der Rüstungssparte weitere Belastungen in Milliardenhöhe nach sich.

15:07 Uhr

Bundesbank-Chef traut sinkender Inflationsrate nicht

Eine Zinserhöhungspause anlässlich der Entspannungssignale bei den Preissteigerungen? Nicht mit Bundesbank-Präsident Nagel!

Im Kampf gegen die Inflation fordert Bundesbank-Präsident Joachim Nagel weitere Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank. "Die Zinsen müssen noch weiter steigen", sagte Nagel dem "Spiegel". Er wäre "nicht überrascht", wenn die EZB auch nach den beiden bereits angekündigten Schritten im Februar und März die Leitzinsen weiter erhöhen müsse.

Obwohl die Inflationsrate zuletzt sowohl in Deutschland als auch in der Eurozone gesunken ist, sieht Nagel noch keinen Grund zur Entwarnung. "Man muss aufpassen, jetzt nicht zu früh den Abgesang auf die hohe Inflation anzustimmen", sagte der Bundesbank-Präsident. Er sehe beim Preisausblick "immer noch das Risiko, dass die Inflation höher als erwartet ausfallen könnte".

Dass die Rate im Dezember sinken würde, sei nicht überraschend gewesen, sagte Nagel. "Es hat unter anderem damit zu tun, dass Gaskunden in Deutschland ihren monatlichen Abschlag nicht zahlen mussten." Trotz des Rückgangs sei die Teuerung noch immer viel zu hoch. "Und wenn man genauer hinschaut, geht es nicht mehr nur um die Energiepreise. Der Preisdruck ist viel breiter."

14:20 Uhr

Leerverkäufer wirft drittreichstem Mann der Welt "größten Betrug der Geschichte" vor

Im Visier des in den USA ansässigen Leerverkäufers Hindenburg Research gerät das indische Industriekonglomerat Adani an den Börsen unter Druck. Der aktivistische Investor teilte mit, auf fallende Kurse bei Aktien aus dem Firmenuniversum des laut Forbes-Magazins weltweit drittreichsten Menschen, Gautam Adani, zu wetten. Der Leerverkäufer äußerte sich besorgt über Verschuldung und Vermögenswerte und beschuldigte das Konglomerat, Firmen aus Offshore-Steueroasen wie Mauritius und den karibischen Inseln missbräuchlich genutzt zu haben. Auf Twitter warf Hindenburg Research Adani den "größten Betrug der Geschichte von Unternehmen" vor. Adani wies die Vorwürfe zurück.

Die Aktien von Adani Enterprise verloren 1,5 Prozent, Papiere der Hafensparte Adani Ports fielen um 6,3 Prozent. Die Papiere der im vergangenen Jahr von Holcim abgekauften Zementfirmen ACC und Ambuja verloren je mehr als sieben Prozent.

13:43 Uhr

Riesenauftrag für Iveco: Italiener sollen 500 E-Busse liefern

Ein Auftrag zur Lieferung von 500 E-Bussen an Belgien lässt Anleger bei Iveco zugreifen. Die Titel des italienischen Lkw- und Bus-Herstellers legen an der Börse in Mailand bis zu 4,8 Prozent zu und erreichen damit ein Jahreshoch.

Der Wert des Auftrags liegt laut Schätzungen der Analysten von Bestinver zwischen 200 und 250 Millionen Euro.

13:34 Uhr

US-Öllager füllen sich, Preise sinken

Ein laut Daten des privaten Anbieters API unerwartet starkes Anschwellen der US-Ölvorräte bremste die Ölpreise aus. Die Nordseesorte Brent und die US-Sorte WTI verbilligten sich um je 0,4 Prozent auf 85,87 und 79,78 Dollar je Fass.

Rohöl WTI
Rohöl WTI 73,21

Offizielle Daten der US-Energiebehörde werden im Tagesverlauf erwartet. Ansonsten stimmt die Wiedereröffnung Chinas nach den strengen Covid-Beschränkungen die Anleger auf dem Ölmarkt aber optimistisch. "Die Erwartungen, dass sich Chinas Kraftstoffnachfrage in der zweiten Jahreshälfte erholen wird, nehmen zu und dürften die Marktstimmung stützen", sagte Hiroyuki Kikukawa, General Manager of Research bei Nissan Securities.

13:04 Uhr

Wirecard-Bilanzprüfer entziehen sich Verfahren der Aufsichtsbehörde

Infolge des Wirecard-Bilanzskandals haben mehrere Wirtschaftsprüfer Medienberichten zufolge ihre Berufszulassung aufgegeben.

Die früher für den Finanztechnologie-Konzern zuständige Prüfgesellschaft EY Deutschland bestätigte, dass einzelne Wirtschaftsprüfer sich entschieden hätten, auf ihre Zulassung verzichten. Der "Financial Times" und der "Wirtschaftswoche" zufolge entgehen die Prüfer damit möglichen Strafen der Aufsichtsbehörde wegen etwaiger Fehler bei den Jahresabschlusskontrollen bei Wirecard. Denn die Aufsichtsstelle beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Apas) dürfe nur gegen Prüfer mit aktiver Zulassung vorgehen. EY erklärte, das Unternehmen äußere sich nicht zu den individuellen Verfahren.

Wirecard war im Juni 2020 zusammengebrochen, als bekannt wurde, dass in der Kasse 1,9 Milliarden Euro fehlten. In die Kritik geraten war auch die Prüfgesellschaft EY, die die Bilanzen des Konzerns jahrelang abgesegnet hatte.

12:58 Uhr

ICE-Konkurrent ist auf Kurs

Der französische Zughersteller Alstom hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres ein solides Wachstum verzeichnet. Die Ziele für das Geschäftsjahr 2022/23 bestätigte der Konkurrent des ICE-Herstellers Siemens.

In den neun Monaten bis Ende Dezember stieg der Umsatz um 8 Prozent auf 12,3 Milliarden Euro. Im dritten Quartal legte der Umsatz auf 4,22 von 3,9 Milliarden Euro zu. Gut lief das Dienstleistungsgeschäft, vor allem in Großbritannien. Im Zusammenhang mit der fertiggestellten Londoner Bahnstrecke Elizabeth Line buchte Alstom 1,1 Milliarden Euro. Der Auftragseingang kletterte im Neunmonatszeitraum um 6 Prozent auf 15,22 Milliarden Euro. Zum 31. Dezember betrug der Auftragsbestand 84,6 Milliarden Euro nach 77,8 Milliarden vor Jahresfrist.

Im Geschäftsjahr bis Ende März erwartet Alstom weiterhin eine Book-to-Bill-Ratio von über 1, eine bereinigte EBIT-Marge von 5,1 bis 5,3 Prozent und einen freien Cashflow von 100 bis 300 Millionen Euro.

Siemens
Siemens 144,24
Alstom
Alstom 27,97

 

12:22 Uhr

Optimismus bei Regierung und Firmen lässt Anleger kalt

Trotz eines zuversichtlicheren Blicks der deutschen Wirtschaft auf das laufende Jahr haben die Anleger an den europäischen Aktienmärkten den Rückzug angetreten.

Dax und EuroStoxx verloren bis Mittag je 0,8 Prozent auf 14.970 und 4119 Punkte. Der Euro notierte 0,2 Prozent schwächer bei 1,0863 Dollar.

Zwar zog der Ifo-Geschäftsklimaindex für Januar wie erwartet den vierten Monat in Folge an, der wirtschaftliche Gegenwind bleibe aber erhalten, sagten Analysten. "Von einer tiefen Rezession oder gar industriellen Kernschmelze kann derzeit keine Rede mehr sein. Die Eintrübung bei der Bewertung der aktuellen Lage zeigt aber, dass die Situation noch immer schwierig ist", sagte Christoph Swonke, Konjunkturanalyst der DZ Bank.

Die Bundesregierung rechnet laut ihrem Jahreswirtschaftsgericht ebenfalls nicht mehr mit einer Rezession und schätzt das Wirtschaftswachstum 2023 auf 0,2 Prozent.

Nach dem starken Jahresstart den Börsen fehle den Dax-Anlegern die Fantasie für weiter steigende Kurse, sagte Jochen Stanzl, Marktanalyst von CMC Markets. Impulse erwarten Börsianer von Firmenbilanzen großer US-Konzerne wie Tesla, nachdem zuletzt Microsoft mit dem Ausblick für sein Cloud-Geschäft nicht überzeugen konnte.

12:18 Uhr

Leopard-Hersteller Rheinmetall auf Allzeithoch

Bereits die Aussicht auf mögliches grünes Licht der Bundesregierung für Kampfpanzer-Lieferungen in die Ukraine trieb die Aktien des Leopard-Panzer-Herstellers Rheinmetall um vier Prozent auf ein Rekordhoch von 232 Euro. "Der direkte finanzielle Einfluss wäre zwar begrenzt, es würde bei den Aktien aber für eine sehr positive Stimmung sorgen", sagte ein Händler.

Die Titel des Rüstungskonzerns sind seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine im vergangenen Februar schon um 170 Prozent gestiegen.

11:57 Uhr

Befürchtete Wirtschaftskrise fällt laut Bundesregierung aus

Es war in den vergangenen Tagen schon durchgesickert. Nun ist es offiziell: Die Bundesregierung rechnet nicht mehr mit Rezession in diesem Jahr.

Deutschlands Wirtschaft wird sich nach Einschätzung der Bundesregierung in diesem Jahr deutlich besser entwickeln als zunächst gedacht. Das Bruttoinlandsprodukt werde 2023 um 0,2 Prozent wachsen und nicht wie zunächst befürchtet um 0,4 Prozent schrumpfen, heißt es in dem nun offiziell veröffentlichten Jahreswirtschaftsbericht.

11:16 Uhr

Kölner Ermittler durchsuchen französische Bank

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picture alliance / imageBROKER

Ermittler der Staatsanwaltschaft Köln durchsuchen einem Medienbericht zufolge bereits seit gestern die Frankfurter Büros der französischen Bank BNP Paribas. Die Razzia stehe in Verbindung mit den illegalen Cum-Ex-Aktiendeals und mit verwandten Steuerhinterziehungsmodellen, erklärte die Staatsanwaltschaft Köln auf Anfrage des "Handelsblatt".

Der Zeitung zufolge richten sich die Ermittlungen gegen 58 Beschuldigte, darunter ehemalige und aktuelle Mitarbeiter der Bank. BNP Paribas war zunächst für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

10:46 Uhr

Kursrutsch bei Aixtron

Aixtron geben nach einer Herunterstufung durch die Deutsche Bank 5,5 Prozent nach. Die Analysten setzten ihre Bewertung für die Papiere des für die Halbleiterindustrie produzierenden Anlagenbauers auf "Hold" von "Buy" herunter.

Aixtron
Aixtron 27,38

10:08 Uhr

Die deutschen Unternehmen werden zuversichtlicher

Die IFO-Geschäftsklimaindex bestätigt die Nachrichtenlage der vergangenen Tage und Wochen: Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hellt sich auf.

Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Januar auf 90,2 Punkte gestiegen, nach 88,6 Punkten im Dezember. Dies war auf merklich weniger pessimistische Erwartungen zurückzuführen. Die Unternehmen waren jedoch etwas unzufriedener mit den laufenden Geschäften. Die deutsche Wirtschaft startet zuversichtlicher ins neue Jahr.

Die Wirtschaft hat hierzulande wieder Wachstum vor Augen, wie aus dem jüngsten S&P Global-Einkaufsmanagerindex hervorgeht. Eine Winter-Rezession könnte Deutschland erspart bleiben, da das Bruttoinlandsprodukt von Oktober bis Dezember 2022 nach vorläufigen Erkenntnissen des Statistischen Bundesamts im Vergleich zum Vorquartal stagnierte. Auch die Bundesregierung erwartet in ihrem anstehenden Jahreswirtschaftsbericht keine Rezession.

10:02 Uhr

Lufthansa-Konkurrent erwartet Gewinnschub

Die britische Easyjet traut sich angesichts steigender Buchungungszahlen im laufenden Jahr mehr Gewinn zu als am Finanzmarkt erwartet. Trotz der unsicheren Wirtschaftslage erwarte Easyjet dank hoher Nachfrage die Marktprognose zum Gewinn zu schlagen, teilt die Airline mit. Derzeit liege die Prognose bei einem Vorsteuerergebnis von 126 Millionen Pfund (143 Millionen Euro). Der saisonal übliche Verlust in der ersten Hälfte des seit Oktober laufenden Geschäftsjahres werde niedriger ausfallen als im Vorjahr, als ein operativer Fehlbetrag von rund 550 Millionen Pfund anfiel.

Im abgelaufenen Quartal beförderte die Airline mit 17,5 Millionen Passagieren 50 Prozent mehr als im Vorjahresquartal und konnte den Betriebsverlust um 100 Millionen auf 133 Millionen Pfund senken. Urlaub hätte weiterhin oberste Priorität für die Verbraucher, sagte Airline-Chef Johan Lundgren. Die Nachfrage um die Jahreswende sei so hoch gewesen, dass Easyjet zu Spitzenzeiten fünf Flugzeuge pro Minute gefüllt hätte und an drei Wochenenden Rekorderlöse erzielt worden seien. Auch die noch kleine Reisesparte Easyjet Holidays erwartet stärkeres Wachstum als bisher mit 50 Prozent mehr Kunden als im Vorjahr.

Lufthansa
Lufthansa 9,88
Easyjet
Easyjet 5,55

 

09:51 Uhr

Rupert Murdoch rückt von Fusionsplänen ab

Der Unternehmer Rupert Murdoch hat Fox zufolge einen Vorschlag zurückgezogen, den Medienkonzern mit News Corp zusammenzuführen und damit nach fast einem Jahrzehnt sein Medienimperium wieder aufleben zu lassen. Der Zusammenschluss sei "nicht optimal" für die Aktionäre, hieß es in einem Brief von Murdoch an beide Unternehmen. Der Vorschlag war bei wichtigen News-Corp-Investoren auf Kritik gestoßen.

Nach oben ging es dadurch nachbörslich mit den Kursen von News Corp und Fox. Die A-Aktie von News Corp gewann 1,6, die B-Aktie 0,5 Prozent. Für Fox ging es um 4,5 oder 3,9 Prozent nach oben.

News Corp
News Corp 18,50
21st Century Fox
21st Century Fox 34,60

 

09:33 Uhr

ASML verdient prächtig - Aktionäre auch

ASML hat Umsatz und Gewinn im vierten Quartal gesteigert. Der Hersteller von Anlagen für die Chipindustrie sieht sich trotz des schwierigen Umfelds 2023 klar auf Wachstumskurs. Der Konzern NV erzielte im Schlussquartal 2022 einen Nettogewinn von 1,8 Milliarden Euro, was nur etwas mehr war als der Vorjahreswert von 1,77 Milliarden. Analysten hatten im Factset-Konsens mit 1,71 Milliarden Euro gerechnet.

ASML
ASML 631,70

Der Umsatz kletterte dagegen deutlich auf 6,4 von 4,99 Milliarden. Die Bruttomarge ging auf 51,5 Prozent von 54,2 Prozent zurück. Im Gesamtjahr sank der Gewinn auf 5,62 von 5,88 Milliarden Euro. Der Umsatz stieg auf 21,2 von 18,6 Milliarden Euro.

Die Aktionäre sollen für 2ß22 eine Dividende von 5,80 Euro je Aktie bekommen nach 5,50 Euro im Vorjahr.

09:08 Uhr

DAX-Anleger schauen auf Stimmungsdaten

Der DAX startet kaum verändert in den Mittwochshandel und knüpft damit an das müde Dienstagsgeschäft an. Er notiert 0,1 Prozent fester bei einem Stand von 15.107 Punkten. Am Dienstag hatte er zehn Zähler oder 0,1 Prozent eingebüßt, hatte bei 15.093 Stellen geschlossen. "Die Zurückhaltung der Anleger ist angesichts eines Zuwachses von fast 8,5 Prozent im bisherigen Jahresverlauf nachvollziehbar", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Nancy Lanzendörfer. "Im Fokus stehen heute die Berichtssaison und der IFO-Index - letzterer ein wichtiger Stimmungsindikator."

 

08:57 Uhr

Tausende Amazon-Mitarbeiten streiken erstmals in Großbritannien

Die Beschäftigten eines Amazon-Verteilerzentrums in Großbritannien wollen am Mittwoch nach monatelangem Ringen um faire Löhne ihre Arbeit niederlegen. Nach Angaben der Gewerkschaft GMB werden sich rund 300 Beschäftigte in Coventry an dem Arbeitskampf beteiligen. Es ist das erste Mal, dass ein Standort des US-Online-Riesen in Großbritannien bestreikt wird.

Amazon
Amazon 99,74

Amazon hatte im vergangenen Jahr die Einstiegsgehälter in n seinen rund 30 Lagerhäusern in Großbritannien um 50 Pence (0,56 Cent) auf ein Minimum von 10,50 bis 11,45 Pfund (11,86 bis 12,94 Euro) pro Stunde angehoben. Der britische Mindestlohn, der derzeit umgerechnet bei 10,74 Euro pro Stunde liegt, soll im April auf 11,78 Euro steigen.

Großbritannien sieht sich derzeit in zentralen Sektoren mit Arbeitsunruhen konfrontiert. Beschäftigte im Gesundheitswesen bis hin zu Eisenbahnern und Anwälten streiken für eine bessere Bezahlung, um die steigende Inflation zu bewältigen.

08:42 Uhr

19 Prozent rauf, 8 Prozent runter: Hier ging es nachbörslich zur Sache

Mit einem Minus von einem Prozent bei der Microsoft-Aktie sind am Dienstag nach US-Börsenschluss in den USA enttäuschend ausgefallene Umsatz- und Ergebniskennziffern des Softwareriesen quittiert worden. Immerhin schnitt aber das Cloud-Geschäft besser ab als erwartet. Der Umsatz legte im zurückliegenden Quartal auf 52,8 (51,7) Milliarden Dollar zu, der Gewinn schrumpfte um über 12 Prozent auf 16,43 Milliarden. Das Ergebnis je Aktie ging auf 2,20 von 2,48 Dollar zurück. Analysten hatten den Umsatz auf 52,99 Milliarden geschätzt und das Ergebnis je Aktie auf 2,29 Dollar.

Ehealth machten einen Satz um 19 Prozent, nachdem der Dienstleister für das Gesundheitswesen mit seinen Quartalszahlen früher gemachte Prognosen übertroffen hatte. Daneben fiel auch der Ausblick besser als gedacht aus.

Intuitive Surgical knickten 8,5 Prozent ein. Das Medizintechnikunternehmen konnte im Berichtsquartal nur weniger seiner Operationssysteme verkaufen und verfehlte sowohl mit einem gesunkenen Gewinn wie auch einem um 7 Prozent gestiegenen Umsatz die Konsensschätzungen knapp.

08:12 Uhr

"Zu viele Vorschlusslorbeeren verteilt"

Wie von Händlern befürchtet sind die ersten Zahlen aus der US-Tech-Industrie weniger gut ausgefallen. "Die Tech-Rally der letzten Tage hat zu viele Vorschlusslorbeeren verteilt", kommentierte ein Händler. Vor allem die Geschäftsbereiche mit Chips für die Smartphone- und Computer-Produktion laufen nicht rund, wie Zahlen und Ausblick von Texas Instruments (TI) zeigen. Der Gesamtumsatz ging um 11 Prozent zum Vorquartal zurück, TI sprach von einer schwächeren Nachfrage in allen Bereichen außer Automotive. Auch bei Microsoft ging es etwas verhaltener zu.

Die gute Nachricht sind aber einzelne Geschäftssegmente", unterstrich der Händler. So lief bei Microsoft das Cloud-Geschäft sehr gut, bei TI zeige die Nachfrage nach Chips für die Autoindustrie, dass es für Unternehmen wie Infineon weiter sehr gut aussehe. Die Cloud-Stärke von Microsoft spreche wiederum für Titel wie SAP und Cancom.

SAP
SAP 112,28

 

Infineon
Infineon 36,26
Cancom
Cancom 31,26

 

08:02 Uhr

Kospi befriedigt Nachholbedarf

Weiter nach oben geht es an der Börse in Tokio. Der Nikkei legt um weitere 0,5 Prozent zu auf 27.429 Punkte, nachdem bereits an den beiden Vortagen noch deutlichere Gewinne verzeichnet wurden. Zurück aus der zweitägigen Feiertagspause zum Mondneujahrsfest, geht es im südkoreanischen Seoul mit dem dort angesichts der Gewinne an der Wall Street aufgebauten Nachholbedarf für den Kospi 1,3 Prozent aufwärts. Auch in Singapur sind die Börsianer aus zwei Feiertagen zurück, dort legt der Index um 1,8 Prozent zu.

Nikkei
Nikkei 27.509,46

In Sydney ist der Handel bereits beendet. Nach fünf positiven Handelstagen in Folge, gab der S&P/ASX 200 um 0,3 Prozent nach. Er wurde gebremst von einer überraschend hartnäckig hohen australischen Inflation im Dezember mit einer Jahresrate von 7,8 Prozent, wohingegen Ökonomen nur 7,6 Prozent geschätzt hatten. Dies dürfte alle Hoffnungen auf eine Pause im Zinserhöhungszyklus der Notenbank des Landes im Februar zunichtemachen, so Matt Simpson, Marktanalyst bei City Index und Forex.com. Am Devisenmarkt zieht der australische Dollar mit dieser Spekulation lehrbuchmäßig um 0,9 Prozent zum US-Dollar an.

07:47 Uhr

Startet die Sektorrotation im DAX?

Mit einer Fortsetzung des verhaltenen Geschäfts an den Börsen rechnen Händler auch am Mittwoch. Der Terminkontrakt auf den DAX zeigt sich am Morgen knapp über der 15.100er-Marke. Der Fokus der Marktteilnehmer gehe immer stärker in Richtung Berichtssaison und die Zahlen der Einzelunternehmen. In den marktbreiten Indizes dürften die Schwankungen weiter gering bleiben, während sich die Hauptaktivität des Marktes eher in der Sektorrotation abspielen werde, heißt es am Markt.

Ein Kurstreiber der vergangenen Tage, die Rally der Tech-Werte, dürfte zudem einen Dämpfer erhalten: Denn die Quartalszahlen und Ausblicke von Microsoft und Texas Instruments fielen eher verhalten aus. Gut läuft aber das Geschäft im Cloud- und Autochip-Bereich, sodass SAP und Infineon darunter nicht leiden sollten.

Im Fokus steht mit dem IFO-Geschäftsklima dazu einer der wichtigsten Konjunkturbarometer für Deutschland. Händler erhoffen sich hier klarere Signale als von den Einkaufsmanager-Indizes am Vortag. Volkswirte erwarten einen Anstieg des IFO im Januar auf 90,1 Punkte nach 88,6 im Vormonat. Auch die Lagebeurteilung und die Geschäftserwartungen sollten sich verbessern.

Dax
Dax 15.476,43

07:31 Uhr

Infineon-Rivale enttäuscht mit Ausblick

Texas Instruments (TI) behält für das seinen pessimistischen Ausblick bei. Der Infineon-Rivale gab eine Umsatz-Vorhersage für das laufende Quartal von 4,17 bis 4,53 Milliarden Dollar bekannt. Im Mittel ist das unter den Vorhersagen der von Refinitiv befragten Experten von 4,4 Milliarden. Die TI-Aktie gab im nachbörslichen Handel zunächst zwei Prozent nach. Im abgelaufenen Quartel sank der Umsatz unter anderem wegen der Corona-Beschränkungen im wichtigen Produktionsland und Absatzmarkt China um drei Prozent auf knapp 4,7 Milliarden Dollar.

TI hatte sich im Oktober angesichts der Konjunkturflaute pessimistisch gezeigt. Der US-Konzern gilt als Branchenbarometer, weil er Chips für eine Vielzahl von Produkten herstellt.

Texas Instruments
Texas Instruments 170,40
Infineon
Infineon 36,26

 

06:58 Uhr

Tesla steckt Milliarden in neue Fabriken

Der US-Elektroautobauer Tesla weitet seine Produktion im US-Bundesstaat Nevada aus. Für mehr als 3,6 Milliarden Dollar sollen zwei neue Giga-Fabriken entstehen, teilt Tesla mit. In einem der Werke erfolge die Massenproduktion des vollelektrischen Sattelschleppers "Semi Truck", die zweite Anlage produziere Batterien für zwei Millionen Nutzfahrzeuge pro Jahr. Durch den Bau der beiden Fabriken sollen insgesamt rund 3000 Arbeitsplätze entstehen. Die Produktion des Elektro-Lkws war seit der Vorstellung des Modells Semi 2017 mehrmals wegen Engpässen bei Fahrzeugteilen aufgeschoben worden. Am 1. Dezember hatte Firmen-Chef Elon Musk den ersten Semi des Unternehmens an PepsiCo ausgeliefert. Der US-Lebensmittelriese hatte 2017 bei Tesla 100 E-Lkw bestellt.

Tesla
Tesla 176,38

06:47 Uhr

Euro will die 1,09

Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar 0,2 Prozent auf 130,36 Yen und legt 0,1 Prozent auf 6,7825 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notiert er kaum verändert bei 0,9224 Franken. Parallel dazu steigt der Euro 0,1 Prozent auf 1,0894 Dollar und zieht 0,1 Prozent auf 1,0053 Franken an. Das Pfund Sterling verliert 0,1 Prozent auf 1,2315 Dollar.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,08
US-Dollar / Euro
US-Dollar / Euro ,93

 

06:36 Uhr

Kurse in Tokio klettern auf Siebenmonatshoch

Die Aktienmärkte in Japan setzen ihren Höhenflug fort. Die Anleger setzten darauf, dass die Inflation ihren Höhepunkt bald erreicht hat und die US-Notenbank Fed ihre Zinsschritte drosselt. Auch die Öffnung Chinas nach der Corona-Pandemie hellte die Stimmung der Börsianer weiter auf. "Es hat den Anschein, dass die Märkte zunehmend von "Goldilocks"-Ergebnissen verführt werden, bei denen die Straffungsrisiken gebändigt und die Rezessionsrisiken gemildert werden", so die Analysten von Mizuho in einer Kundennotiz.

Der Nikkei liegt im Verlauf 0,1 Prozent höher bei 27.329 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index steigt 0,2 Prozent auf 1977 Zähler. Die Aktienmärkte in China, Hongkong, Singapur, Malaysia, Südkorea und Taiwan blieben wegen des chinesischen Neujahrsfestes geschlossen. Die Märkte öffnen wieder am 30. Januar.

Nikkei
Nikkei 27.509,46

06:24 Uhr

Ist die Rezession vom Tisch?

Knapp zehn Punkte hat der DAX im Dienstagsgeschäft eingebüßt. Ein Makel, den der deutsche Börsenleitindex bereits zum Start ins Mittwochsgeschäft aus der Welt räumen kann: Aktuell wird der DAX mit Kursen um 15.130 Punkte taxiert, nachdem er am Dienstag mit 15.093 Zählern geschlossen hatte. Leichte Aufschläge an der Wall Street helfen.

Heute legt das IFO-Institut den ersten Geschäftsklima-Index im laufenden Jahr vor. Experten erwarten einen Anstieg des wichtigen Barometers auf 90,1 Punkte im Januar von 88,6 Zählern im Dezember. Robert Greil, Chefstratege der Privatbank Merck Finck, bleibt allerdings zurückhaltend. Auch wenn das Ifo-Geschäftsklima zum vierten Mal in Folge leicht steigen solle, müssten etwa die Einkaufsmanagerindizes deutlich über die 50-Schwelle springen, um die jüngste Dax-Erholung zu untermauern. "Bei allem aufkeimendem Optimismus sollten die Risiken in Sachen Krieg und Energiepreise, sowie die weiter viel zu hohe Inflation, und damit verbunden wohl noch mehr Leitzinserhöhungen, als anhaltende Belastungen für die Konjunktur nicht unterschätzt werden."

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck wird heute die neuen Konjunkturprognosen der Regierung vorstellen. Diese sollen zunächst am Vormittag im Kabinett erörtert und dann am Nachmittag der Presse erklärt werden. Insidern zufolge rechnet sie 2023 nun mit einem Wachstum von 0,2 Prozent, nachdem im Oktober noch von einem Minus von 0,4 Prozent ausgegangen wurde. 2024 wird dann ein Plus von 1,8 Prozent erwartet. Die Inflation dürfte hoch bleiben, aber zumindest schrittweise zurückgehen. 2023 wird mit einer Teuerung von 6,0 statt bisher 7,0 Prozent gerechnet. Für 2024 geht die Regierung dann von 2,8 Prozent aus.

Interessante Zahlen sind auch von der Berichtssaison zu erwarten: Am Morgen geht es los mit ASML, Givaudan, Alstom und Easyjet, am Mittag folgt aus den USA AT&T. Nach US-Börsenschluss warten dann noch Qualtrics und IBM sowie der jüngst häufiger in den Schlagzeilen stehende Elektroautokonzern Tesla von Elon Musk. Die Tesla-Aktien hatten in den vergangenen Tagen wieder deutlich zugelegt.

ASML
ASML 631,70
Tesla Motors (USD)
Tesla Motors (USD) 189,98

 

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