Dienstag, 25. Mai 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard und Diana Dittmer
17:56 Uhr

Dax schließt so hoch wie noch nie

Der Dax hat am Dienstagabend mit einem kleinen Plus von knapp 0,2 Prozent bei 15.465 Punkten geschlossen. Damit ist er zwar im Handelsverlauf von seinem Rekordstand von knapp 15.569 Zählern im frühen Handel abgeprallt. Trotzdem war es der höchste Schlusskurs in seiner Geschichte. Für den Euro-Stoxx-50 blieb zum Dax-Feierabend noch ein Plus von 0,1 Prozent übrig.

Dax
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Profitiert hat der Dax unter anderem von der angekündigten Megafusion zwischen Vonovia und Deutsche Wohnen: Vonovia will 52 Euro je Aktie bieten. Die Aktien von Deutsche Wohnen schlossen knapp 16 Prozent höher.

Ebenso stützten die abebbenden Inflationssorgen den Dax. "Es gibt eine breitere Wahrnehmung, dass die Inflation vorübergehender Natur sein wird", sagte Marktstratege Fahad Kamal von Kleinwort Hambros. Am Markt setzt sich damit die offizielle Sichtweise der US-Notenbank durch, die ebenfalls von einer nur temporär anziehenden Inflation spricht.

Zwar verbesserte sich die Stimmung damit europaweit. Der feste Euro bremste die Börsen allerdings auch. Zwischenzeitlich stieg er mit 1,2262 Dollar auf den höchsten Stand seit dem 8. Januar.

Stark gefragt waren im Dax Delivery Hero mit einem Plus von 5 Prozent auf 109,45 Euro. Die Credit Suisse empfahl die Aktie mit einem 170er Kursziel zum Kauf. Deutsche Post stiegen um 2,9 Prozent auf den neuen Rekordstand von 53,60 Euro. Dagegen gaben Fresenius nach der jüngsten Aufwärtswelle 3,7 Prozent ab, Munich Re verloren 1,5 Prozent und Bayer 1,3 Prozent.

17:22 Uhr

Yuan erreicht höchstes Niveau seit drei Jahren

Der Yuan klettert in die Nähe eines Dreijahreshochs zum Dollar. Dabei profitiert er von einer auf breiter Front nachgebenden US-Devise - und dies, obwohl die chinesische Zentralbank versucht, ihre Währung im Zaum zu halten.

US-Dollar / Yuan
US-Dollar / Yuan 6,45

Der Yuan zeigt sich neben der allgemeinen Dollarschwäche seit Monaten gestärkt durch die rapide Erholung von der Corona-Pandemie und einen Ansturm internationaler Investoren auf die relativ hoch rentierlichen chinesischen Märkte. Der Dollar fällt unter 6,4 Offshore-Yuan, während chinesische Aktien - unter anderem auch mit Auslandskäufen - kräftig zulegen. Den Machthabern in Peking ist der steigende Yuan ein Dorn im Auge. Die Wirtschaft ist nach wie vor stark vom Export abhängig. Zwar haben Chinas Exporte seit vergangenem Jahr kräftig zugelegt, doch ein boomender Yuan drückt auf das Exportgeschäft, weil die Waren in Dollar teurer werden.

17:13 Uhr

Stress in China: Tesla lenkt bei Sicherheitsbedenken ein

Der US-Elektroautobauer speichert die von seinen Fahrzeugen in China gesammelten Daten künftig in dem Land selbst. Dafür sei in der Volksrepublik eigens ein Standort eingerichtet worden, teilte das Unternehmen auf der Plattform Weibo mit.

Tesla
Tesla 522,80

Tesla kommt damit der Regierung in Peking entgegen, die wegen der von Bordkameras und Sensoren gesammelten Autodaten Sicherheitsbedenken angemeldet hat. Dazu werden von staatlichen Stellen derzeit Richtlinien für den Datenschutz erarbeitet. Tesla hatte in den vergangenen Wochen damit begonnen, sein Verhältnis zu staatlichen Stellen in China zu verbessern, nachdem das Unternehmen wegen negativer Verbraucherberichte in die Kritik geraten war.

16:55 Uhr

Medien: VW erhält Milliarden-Offerte für Lamborghini

Volkswagen hat einem Medienbericht zufolge ein Milliardengebot für seine Sportwagentochter Lamborghini erhalten. Die Quantum Group habe zusammen mit der Londoner Investmentfirma Centricus Asset Management eine erste Offerte über 7,5 Milliarden Euro vorgelegt, berichtet das Magazin "Autocar" unter Berufung auf Kaufunterlagen. Sowohl VW-Chef Herbert Diess als auch Audi-Chef Markus Duesmann wüssten von der Offerte. Als Repräsentant von Quantum werde Rea Stark genannt, Mitgründer von Piech Automotive.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 218,40

Zum Management des Elektroauto-Startups Piech Automotive gehören unter anderem Anton Piech, der Sohn des Ex-VW-Chefs Ferdinand Piech, sowie Ex-Porsche-Chef Matthias Müller. Es sei derzeit aber unklar, ob sie auch an dem Kaufangebot beteiligt seien, hieß es in dem Bericht weiter. Lamborghini gehört seit 1998 zu Audi.

16:51 Uhr

Gewinne schmelzen wieder ab: Wann bricht der Dax endlich aus?

Die Kurse an den europäischen Börsen kommen am Nachmittag wieder etwas zurück. Der Dax notiert noch 0,3 Prozent höher bei 15.492 Punkten, nachdem er am Vormittag mit knapp 15.569 Punkten einen neuen Rekord aufgestellt hatte.

Der Dax befindet sich seit einigen Wochen in einer Seitwärtsbewegung, die immer nur durch kurze Ausbrüche gekennzeichnet ist. Nun scheint sich die Inflationsangst etwas gelegt zu haben, und schon markiert der Index wieder ein neues Allzeithoch. Experten sehen durchaus Chancen für einen neuen Aufwärtstrend, warnen aber gleichzeitig auch vor Rücksetzern.

Mit welchen Investitionen Anleger in solchen Phasen Gewinne einfahren können, fragt Bianca Thomas Analyst Anouch Wilhelms von der Société Générale:

16:36 Uhr

US-Indizes klammern sich an ein Mini-Plus

Die schwindende Furcht vor vorzeitigen Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed hat zunächst weitere Anleger an die Wall Street gelockt. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 stiegen zum Auftakt um jeweils etwa 0,5 Prozent. Die kleinen Gewinne schmolzen aber bis auf ein Mini-Plus von jeweils 0,1 bzw. 0,3 Prozent schnell wieder ab.

S&P 500
S&P 500 4.143,50

Die Stimmung sei verhalten optimistisch, sagte Randy Frederick, Manager beim Brokerhaus Charles Schwab. Mut machte Investoren unter anderem das erneute Bekenntnis der Fed zu ihrer ultra-lockeren Geldpolitik. Direktorin Lael Brainard wiederholte außerdem das Mantra der US-Notenbank, dass der aktuelle Inflationsanstieg vorübergehend sei.

Dies verhalf Technologie-Konzernen wie Apple, Amazon oder der Google-Mutter Alphabet zu Kursgewinnen von einem knappen Prozent. Aber auch hier setzten schon im frühen Handel Gewinnmitnahmen ein. Eine steigende Inflation und höhere Zinsen entwerten Experten zufolge zukünftige Gewinne dieser wachstumsstarken Firmen.

16:30 Uhr

Stimmung der US-Verbraucher leicht eingetrübt

Die Stimmung unter den US-Verbrauchern hat sich im Mai etwas abgeschwächt. Wie das Forschungsinstitut Conference Board berichtet, fällt der Index des Verbrauchervertrauens auf 117,2. Ökonomen hatten einen Stand von 118,7 erwartet. Der Vormonatswert wurde deutlich auf 117,5 von zunächst 121,7 nach unten revidiert.

Der Index für die Einschätzung der aktuellen Lage verbesserte sich auf 144,3 (Vormonat: 131,9), jener für die Erwartungen fiel auf 99,1 (107,9). "Insgesamt bleiben die Verbraucher optimistisch, und das Vertrauen sollte kurzfristig stabil bleiben, wenn die Impfraten steigen, die Covid-19-Fälle weiter zurückgehen und die Wirtschaft wieder voll in Gang kommt", erklärte die Herausgeberin der Umfrage, Lynn Franco.

Die US-Verbraucher spielen eine Schlüsselrolle für die US-Wirtschaft, weil rund 70 Prozent des Bruttoinlandsprodukts vom Privatkonsum abhängen. Im Rahmen der Umfrage des Conference Board wurden insgesamt 5000 Haushalte befragt.

16:15 Uhr

Goldpreis steigt auf höchsten Stand seit Anfang Januar

Der Goldpreis beendet seine Konsolidierung und steigt erstmals seit Anfang Januar über 1890 Dollar. Die neuen US-Konjunkturdaten wie Verbrauchervertrauen und Neubauverkäufe sind leicht unter den Erwartungen ausgefallen. "Tapering und Zinserhöhungen rücken weiter nach hinten", so ein Händler.

Gold in USD
Gold in USD 1.770,93

15:48 Uhr

Kartellamt leitet Verfahren gegen Google ein

Nach Facebook und Amazon hat das Bundeskartellamt nun auch Verfahren gegen Google eingeleitet. Zum einen gehe es um ein Verfahren zur Feststellung der marktübergreifenden Bedeutung des US-Konzerns, teilten die Bonner Kartellwächter mit. "Aufgrund der Vielzahl an digitalen Diensten wie der Suchmaschine, YouTube, Maps, dem Betriebssystem Android oder dem Browser Chrome kommt bei Google eine überragende marktübergreifende Bedeutung für den Wettbewerb in Betracht", sagte Kartellamtschef Andreas Mundt.

Alphabet
Alphabet 2.402,22

Darüber hinaus wurde ein zweites Verfahren gestartet, das sich eingehend mit den Datenverarbeitungskonditionen von Google befasst. Dabei wird geprüft, ob Google beziehungsweise der Mutterkonzern Alphabet die Nutzung der Dienste von einer Zustimmung zur Datenverarbeitung abhängig macht, bei der es keine ausreichenden Wahlmöglichkeiten gibt. Erst vergangene Woche hatte die Behörde ein Verfahren gegen Amazon eingeleitet, wobei die Kartellwächter auf neue Regelungen im Wettbewerbsrecht zurückgreifen. Auf Basis der neuen Instrumente wurde bereits im Januar ein Verfahren gegen Facebook ausgeweitet.

15:41 Uhr

Deutsche Post auf Allzeithoch

Deutsche Post steigen in neue Höhen. Der Kurs gewinnt 2,6 Prozent auf 53,47 Euro. Damit setzt sich der treppenartige Anstieg fort, idealtypisch folgen Konsolidierungen neue Aufwärtswellen. Allerdings hat der Kurs nun auch ein großes Gap gerissen zwischen 52,26 und 52,99 Euro, wie Charttechniker feststellen.

Deutsche Post
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Die Post gilt mit ihrer Logistik-Einheit als Gewinner der Konjunkturwende, so wie sie mit der Paket-Einheit Gewinner der Pandemie war.

15:32 Uhr

Wirtschaft hofft auf Shopping-Boom im Sommer

Nach der wirtschaftlichen Vollbremsung zu Jahresbeginn mehren sich die Anzeichen für einen Post-Corona-Boom in Deutschland. Immer mehr Menschen sind gegen das Corona-Virus geimpft, und die Einschränkungen zur Bekämpfung der Pandemie werden zunehmend gelockert. Die Stimmung in den Unternehmen ist so gut wie seit langem nicht. Im ersten Quartal war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) allerdings vor allem wegen eines deutlichen Rückgangs des Privatkonsums um 1,8 Prozent gegenüber dem Vorquartal geschrumpft, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Der jüngste Wirtschaftsaufschwung erhielt somit einen herben Dämpfer. Für Besserung könnte nun der Sommer sorgen.

15:19 Uhr

Deutsche-Bank-Aktie so teuer wie seit drei Jahren nicht

Deutsche Bank liegen sehr fest im Markt. Der Kurs steigt um 3,4 Prozent auf 12,43 Euro und markiert den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren. "Der Markt setzt auf den Konjunkturaufschwung und darauf, dass die Wertberichtigungen dann deutlich niedriger ausfallen als befürchtet", so ein Händler.

Zudem sei die Zinskurve in den vergangenen Wochen etwas steiler geworden. Und die europäischen Banken hätten Nachholpotenzial - sowohl gegenüber den US-Peers als auch gegenüber dem europäischen Gesamtmarkt.

14:52 Uhr

Miese Akkus: Tesla muss Model-S-Besitzer entschädigen

Tesla muss einigen Besitzern älterer Model S in Norwegen eine Entschädigung bezahlen, weil ein Software-Update offenbar zu geringerer Akku-Kapazität und gesunkener Ladeleistung geführt hat, schreibt die "Automobilwoche" unter Berufung auf das norwegische Medium "Nettavisen".

Tesla
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Demnach haben mehr als 30 Käufer von Model S und X der Baujahre 2013 bis 2015 mit 85kW-Akku von einem Gericht jeweils umgerechnet 13.300 Euro von Tesla wegen geringerer Akku-Kapazität und gesunkener Ladeleistung nach einem Software-Update zugesprochen bekommen.

Wie "teslamag.de" berichtet, hatten sich betroffene Tesla-Käufer in Norwegen Ende vergangenen Jahres über die Verschlechterung von Akku und Ladeleistung bei einem Vermittlungsgremium beschwert. Tesla habe sich zu den Vorwürfen nicht geäußert und sei deshalb Ende April zur Zahlung der Summe verurteilt worden

14:43 Uhr

Indonesien liebäugelt mit digitaler Rupiah

Indonesien plant die Einführung einer digitalen Version seiner Landeswährung Rupiah. Welche Technologie genutzt und wann die Digitalwährung an den Start gehen werde, ließ Zentralbank-Gouverneur Perry Warjiyo am Dienstag auf einer Online-Pressekonferenz allerdings noch offen. Die digitale Rupiah werde ein gesetzliches Zahlungsmittel in Indonesien sein, kündigte er an. Sie solle ebenso reguliert werden wie Bargeld und Karten-Zahlungen. "Wir loten natürlich auch die technologischen Optionen aus, die wir nutzen werden", sagte der Notenbankchef.

14:24 Uhr

So startet die Wall Street: US-Futures im Überblick

Ein Hahn stolziert im Gehege. Foto: Harald Tittel/dpa

Good morning, America!

Harald Tittel/dpa

Die Wall Street wird zum Start höher erwartet. Wie am Vortag kommt dabei den technologielastigen Nasdaq-Indizes eine Führungsrolle zu. Die Stimmung hatte sich am Vortag aufgehellt, weil eine Reihe von Fed-Bankern den Schrecken vor der aktuell hohen Inflation eindämmten. Am Markt war die Sorge umgegangen, dass die hohe Teuerung die Währungshüter zu einer Umkehr der Geldpolitik zwingen könnte.

Stratege Hugh Gimber von JP Morgan Asset Management kommentiert, es sei ermutigend, dass bei all der Volatilität die Märkte sich auf die fundamentalen Gegebenheiten konzentrieren. Hierzu werden neue Daten kurz nach Handelsstart eine Indikation liefern: der Index des Verbrauchervertrauens und die Neubauverkäufe.

14:03 Uhr

Bitcoin unter Druck: Wird Mining der Stecker gezogen?

Die Achterbahnfahrt am Markt für Kryptowährungen geht weiter. Nach der Erholungs-Rally am Montag geben Bitcoin und Ethereum heute erneut nach. Bitcoin verbilligt sich um rund fünf Prozent auf 37.250 Dollar.

Bitcoin
Bitcoin 33.950,25

Am Tag zuvor hatte sich die wichtigste und älteste Cyber-Devise wieder bis auf knapp 39.500 Dollar erholt, nachdem sie am Sonntag noch um weitere 13 Prozent eingebrochen war. Auch für die zweitwichtigste Cyber-Devise Ethereum ging es erneut nach unten. Nach der Erholungs-Rally zum Wochenauftakt mit einem Plus von rund einem Viertel büßte der Wert wieder sieben Prozent auf rund 2440 Dollar ein.

"Das Auf und Ab unterstreicht die hohe Nervosität unter Marktteilnehmern", sagt Analyst Timo Emden von Emden Research. Chinas massives Vorgehen gegen die Kryptowährungsbranche habe Wirkung gezeigt. Mehrere Firmen kündigten zum Wochenanfang an, ihr Geschäft in der Volksrepublik einzustellen. "Die Katze ist damit offensichtlich aus dem Sack." Hingegen habe Tesla-Chef Elon Musk erneut für einen Stimmungsaufheller gesorgt.

Über Twitter teilte Musk am Vortag mit, sich mit führenden Bitcoin-Minern aus Nordamerika getroffen zu haben. Diese hätten sich dazu verpflichtet, ihre derzeitige und geplante Nutzung von erneuerbaren Energien offen zu legen. Ob sich die Nutzung von nachhaltigen Energien für den extrem hohen Stromverbrauch des Kryptogeldes als ein Allheilmittel herausstellen werde, bleibe abzuwarten, betonte Emden. "Gut möglich, dass weitere Nationen nach dem Vorbild Chinas in Zukunft dem Mining-Geschäft den Stecker ziehen werden."

13:50 Uhr

Analysten bleiben bullish für den Dax

Neben den fundamentalen Kurstreibern wie der starken Wirtschaftserholung bei gleichzeitiger Geldschwemme der Notenbanken sieht es nach Meinung von Analysten auch technisch gut aus. Sie machen keine Gründe aus, warum man gegen neue Rekordstände in den internationalen Aktienindizes wetten sollte.

Der Dax habe mit "bemerkenswerter Souveränität" die jüngsten Angriffe der Bären kontern können, unterstreicht Jörg Scherer von HSBC Trinkaus. Auf Wochenbasis habe er bereits die dritte Hammer-Formation in Folge ausgebildet.

Dax
Dax 15.448,04

13:24 Uhr

Plus neun Prozent: SFC Energy zünden

Aktien von SFC Energy ziehen in der Spitze um 9 Prozent an. Das Unternehmen hat den größten US-Auftrag seiner Geschichte erhalten. Das Unternehmen LiveView Technologies (LVT) aus Orem im US-Bundesstaat Utah ordert mehr als 100 EFOY Pro 2400-Brennstoffzellen über den Vertriebspartner LaTech Equipment.

SFC Energy
SFC Energy 25,60

13:01 Uhr

Brent wird teurer - Markt schreibt iranisches Öl ab

Angesichts der jüngsten Preissteigerungen für Rohöl der Sorte Brent über die Pfingsttage auf 68,5 US-Dollar je Barrel am Morgen kommen die Analysten der Commerzbank zu dem Schluss, dass der Markt nicht mehr mit einer raschen Rückkehr der iranischen Ölexporte auf den Weltmarkt rechnet.

Zwar hat der Iran am Wochenende für einen weiteren Monat der (eingeschränkten) Überwachung seines Atomprogramms durch die Internationale Atomenergiebehörde zugestimmt. Auch sind für diese Woche weitere Gespräche geplant. Doch das Zeitfenster bis zu den Präsidentschaftswahlen im Iran im Juni scheine zu knapp, so Commerzbank-Analyst Eugen Weinberg.

12:38 Uhr

Grüner Stahl wandert nach Schweden - Dudenhöffer: "Wachrütteln für Thyssenkrupp"

Mercedes-Benz hat sich das Ziel gesetzt, die eigene Lieferkette bis zum Jahr 2039 CO2-neutral zu gestalten. Deshalb steigt der Autobauer jetzt beim schwedischen Startup H2GS ein, das grünen Stahl produzieren will. Die Partnerschaft mit H2GS sei ein weiterer konsequenter Schritt in Richtung CO2-Neutralität, heißt es in einer Pressemitteilung von Daimler. Sie würde elf Jahre früher umgesetzt, als es die EU-Gesetzgebung vorschreibe.

Daimler
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Zu H2GS heißt es, das Startup plane fünf Millionen Tonnen fossilfreien Stahl bis 2030 zu produzieren. Die Produktionsstandorte entstehen laut Mitteilung in Boden und Luleå, beide in Schweden. Der Gründer und größte Anteilseigner ist Vargas, der zudem Mitbegründer und einer der größten Anteilseigner von Northvolt ist.

Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer spricht von einem "Wachrütteln für Thyssenkrupp". Dass die zukünftige Stahlindustrie in Schweden entstehe, sei "äußert ernstzunehmen", sagt er ntv.de. Thyssenkrupp-Chefin Martina Merz treibt derzeit den Stellenabbau im Konzern voran, in diesem Jahr sollen weitere 2300 der angekündigten 12.000 Stellen wegfallen. "Das ist schon ein tiefer Schnitt. Jeder kennt inzwischen einen Kollegen, der geht oder gegangen ist", sagte sie kürzlich im Interview.

12:18 Uhr

DHL Express baut neue europäische Frachtfluglinie auf

DHL Express reagiert auf absehbar steigende grenzüberschreitende Frachtmengen und will in Österreich eine neue Fluggesellschaft für den innereuropäischen Verkehr aufbauen. Die entsprechenden Anträge würden bei den zuständigen Behörden derzeit eingereicht, noch in diesem Jahr solle die neue Airline den Betrieb mit einer Flotte von Frachtmaschinen aufnehmen, die sie von DHL Air UK übernimmt, wie die Tochtergesellschaft der Deutschen Post AG in Bonn mitteilte. DHL Air UK soll unterdessen für den interkontinentalen Verkehr ausgebaut werden.

Deutsche Post
Deutsche Post 56,28

11:56 Uhr

Fraport: Terminal 2 geht wieder an den Start

Weg vom Thema Immobilien und hin zur Fliegerei. Auch hier tut sich was: Nach über einem Jahr Corona-Pause öffnet der Frankfurter Flughafen wieder sein zweites Passagier-Terminal. Das seit März vergangenen Jahres gesperrte Gebäude steht für Passagiere und Airlines ab dem kommenden Dienstag (1. Juni) wieder zur Verfügung. Man sei damit auf die erwarteten Passagierzahlen im Sommer gut vorbereitet, sagt Terminal-Manager Sascha König.

Fraport
Fraport 62,42

Zeitgleich geht auch die umstrittene Landebahn Nordwest wieder in Betrieb. Bürgerinitiativen halten dies wegen der nach wie vor niedrigen Zahl von Flugbewegungen am größten deutschen Flughafen für unnötig. Die 2011 eröffnete Landebahn hatte die Zahl der Anflüge über dem südlichen Frankfurter Stadtgebiet stark erhöht.

11:44 Uhr

Deutscher Immobilien-Index auf Rekordhoch

Heute hagelt es Rekorde: Für den RX Real-Estate-Index geht es um 3,4 Prozent auf 1.220 Punkte nach oben, damit notiert er auf einem Allzeithoch.

Mit dem Vonovia-Gebot stellt die Aktie der Deutschen Wohnen mit einem Plus von 15 Prozent den größten Gewinner. Von der Bewertung, die in diesem Deal bezahlt wird, profitieren auch die Aktien der Wettbewerber. So steigen Adler Group und LEG Immobilien um jeweils knapp 4 Prozent.

11:30 Uhr

Experte zu Immobilien-Fusion: "Die Mieter können erstmal aufatmen"

Die geplante Übernahme von Deutsche Wohnen durch den Immobilienriesen Vonovia ist umstritten. Viele Mieter befürchten Preissteigerungen. Robert Halver leitet die Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank und ist sicher, dass keine höheren Mieten drohen - zumindest vorerst.

11:24 Uhr

So viele Lufthansa-Anteile haben die Thiele-Erben noch im Depot

Die Familienholding der Erben des im Februar verstorbenen Unternehmers Heinz Hermann Thiele hat den Verkauf von über der Hälfte ihrer Lufthansa-Anteile abgeschlossen. Wie aus Stimmrechtsmitteilungen des Konzerns hervorgeht, schrumpfte die Beteiligung der KB Holding GmbH mit Wirkung zum 20. Mai auf 4,52 von zuvor 10,04 Prozent.

Lufthansa
Lufthansa 10,49

Vergangene Woche war bekannt geworden, dass die Thiele-Erben Lufthansa-Aktien platziert haben. Heinz Hermann Thiele, bis zu seinem Tod Haupteigentümer von Knorr-Bremse und Vossloh, war während der Pandemie bei der Lufthansa eingestiegen und hatte dem staatlichen Rettungspaket für die Airline erst kurz vor der entscheidenden Hauptversammlung im Sommer vergangenen Jahres zugestimmt.



Hier mehr über das Vermächtnis des Patriarchen Hermann Thiele:

11:06 Uhr

Knapp 20 Prozent Plus: Anleger fliegen auf Flatex

Mit der Aussicht auf weiteres rasantes Wachstum decken sich Anleger mit Aktien des Online-Brokers FlatexDegiro ein. Die Titel kletterten um bis zu 18,5 Prozent auf 114,90 Euro und waren mit Abstand größter Gewinner im Kleinwerteindex SDax. Der Kurs hat sich seit Anfang des Jahres fast verdoppelt. Das Frankfurter Unternehmen will in den kommenden fünf Jahren acht Millionen Transaktionen abwickeln im Volumen von bis zu 350 Millionen Euro. Das ist deutlich mehr als Flatex bisher in Aussicht gestellt hat.

"Die europäischen Online-Brokerage-Märkte weisen weiterhin ein signifikantes Wachstum auf", erklärte Flatex. Der Vorstand gehe davon aus, das die Zunahme des Transaktionsvolumens einen "signifikant positiven Einfluss" auf Umsatz und Ergebnis haben werde. Der Mittelzufluss aus dem operativen Geschäft werde in dem genannten Zeitraum auf mehr als eine Milliarde Euro steigen.

10:47 Uhr

Sparquote der Deutschen hat sich verdoppelt

Die Deutschen legen in der Pandemie wegen fehlender Konsummöglichkeiten so viel Geld beiseite wie noch nie. Die Sparquote der privaten Haushalte schnellte im ersten Quartal auf den Rekordwert von 23,2 Prozent nach oben, wie das Statistische Bundesamt mitteilt.

Im Schnitt der vergangenen zwei Jahrzehnte lag die Quote - also der gesparte Anteil am verfügbaren Einkommen - zwischen neun und elf Prozent!

"Das relativ stabile Einkommen einerseits und die Konsumzurückhaltung andererseits führten wie schon in den drei vorangegangenen Quartalen dazu, dass die privaten Haushalte während der Corona-Krise erheblich mehr sparten", so die Statistiker. Die Einkommen werden etwa durch das Kurzarbeitergeld stabilisiert, während das Geld für ausgefallene Urlaubsreisen oder Restaurantbesuche oftmals auf der hohen Kante landet.

10:26 Uhr

Nächster Stop 15.600? Dax marschiert immer weiter

Der Dax kennt am Morgen nur eine Richtung: nach oben. Im frühen Handel notiert er in der Spitze bereits bei 15.568 Punkten. Das entspricht einem Plus von 0,8 Prozent und ist wieder ein neuer Rekordwert!

Auch die anderen Indizes kennen kein Halten: Für den Euro-Stoxx-50 geht es 0,4 Prozent auf 4.053 Punkte nach oben. Die Stimmung verbessert sich europaweit, selbst der marktbreiteste Index, der Stoxx-600, erreichte am Morgen ein neues Rekordhoch.

An der Börse gibt es jede Menge Grund für Euphorie: Die Corona-Pandemie klingt langsam ab, die Menschen zieht es wieder nach draußen. Der Flugverkehr nimmt zu, Urlaube werden geplant, der Konsum zieht wieder an. Dazu treten die jüngsten Inflationssorgen zuletzt in den Hintergrund.

Dax
Dax 15.448,04

10:10 Uhr

Ifo-Index auf höchstem Stand seit Mai 2019

Die Stimmung der Firmen in Deutschland hellt sich angesichts der Impffortschritte in der Corona-Krise unerwartet kräftig auf. Der Ifo-Geschäftsklimaindex kletterte im Mai auf 99,2 Punkte von 96,6 Zählern im April und damit auf den höchsten Wert seit Mai 2019, wie das Münchner Wirtschaftsforschungsinstitut zu seiner Manager-Umfrage mitteilt.

Ökonomen hatten lediglich mit 98,2 Punkten gerechnet. "Die deutsche Wirtschaft nimmt Fahrt auf", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die Manager beurteilten ihre Lage günstiger als zuletzt und auch die Geschäftsaussichten für die kommenden sechs Monate.

Die deutsche Wirtschaft kehrt nach einer konjunkturellen Schrumpfkur zu Jahresbeginn nach Einschätzung der Bundesbank in die Wachstumsspur zurück. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte demnach im zweiten Quartal wieder deutlich zulegen. Zu Jahresbeginn war das BIP wegen des Corona-bedingten Konsumeinbruchs um 1,8 Prozent geschrumpft.

09:52 Uhr

Dollar fällt mit nachlassenden Inflationssorgen

Der Dollar-Kurs reagiert ebenfalls darauf, dass Mitglieder der US-Notenbank die Bedenken über einen zunehmenden Inflationsdruck beschwichtigt und die Aussicht auf eine geldpolitische Straffung verringert haben. Anders als für Aktien geht es für die Devise jedoch abwärts.

Der Dollar-Index fällt aktuell um 0,3 Prozent und damit auf den tiefsten Stand seit gut vier Monaten. Im Gegenzug klettert der Euro auf ein Viereinhalbmonatshoch bei 1,2260 Dollar.

US-Dollar / Euro
US-Dollar / Euro ,84

Die Fed-Mitglieder Raphael Bostic, James Bullard und Lael Brainard hatten erklärt, dass die Inflation in den kommenden Monaten steigen könnten, wenn sich die Wirtschaft erholt, aber ein Großteil dieses Anstiegs sich als temporär erweisen sollte. "Es gibt immer noch Spielraum nach oben für die Inflationserwartungen, bis die Fed deutlich hawkischer klingen wird, was keine gute Nachricht für den US-Dollar ist", so Thu Lan Nguyen, Devisen-Analystin Commerzbank.

09:35 Uhr

Das sagen Analysten zum Mega-Deal auf dem Wohnungsmarkt

Den geplanten Kauf von Deutsche Wohnen durch Vonovia stufen die Analysten von Jefferies als langfristig strategisch sinnvoll ein, auch wenn der Deal zunächst eine hohe Verwässerung durch die Finanzierung durch eine Kapitalerhöhung liefern dürfte. Die Analysten sehen eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Zusammenschluss auch abgeschlossen wird. Die erforderliche Mindestannahmeschwelle von 50 Prozent dürfte erreicht werden, da zum Beispiel Investoren wie Blackrock oder Norges bei beiden Unternehmen investiert seien.

Die bis 2024 zu erwartenden operativen Synergien lägen mit erwarteten 105 Millionen Euro deutlich unterhalb der enormen Transaktionskosten von 600 Millionen Euro. Mit Blick auf die Politik sei ein Verkauf von 20.000 Einheiten in Berlin, was rund 13 Prozent der kombinierten Exposures entspreche, an die Stadt Berlin geplant. Der zu erwartende Kauferlös plus die Kapitalererhöhung sollten garantieren, dass der "loan to value" bei 40 bis 45 Prozent liege. Während es für die Aktie von Vonovia vorbörslich um 3,1 Prozent nach unten geht, steigen Deutsche Wohnen um 16,6 Prozent.

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09:19 Uhr

Asiatische Börsen im Aufwind

Apropos überspringende Funken:

Nachlassende Inflationssorgen sorgten am Morgen auch an den Aktienmärkten in Fernost für Rückenwind. Die US-Notenbank Fed geht davon aus, dass der Preisschub nicht von Dauer sein wird.

Nikkei
Nikkei 27.900,89

Entsprechende Aussagen von Fed-Vertretern haben die Befürchtungen über inflationsbedingte Zinserhöhungen zerstreut. "Die Märkte erhielten Auftrieb, als die Daten nicht dem Gerücht einer starken Inflation entsprachen und angesichts der wiederholten Hinweise der Fed, dass der aktuelle Anstieg der Inflation nur vorübergehend ist", schrieben die Analysten der Bank ANZ.

Die Börse in Shanghai legte heute mehr als zwei Prozent zu. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen kletterte rund drei Prozent. In Tokio stieg der Nikkei-Index 0,7 Prozent auf 28.554 Punkte. Anhaltende Sorgen über eine schleppende wirtschaftliche Erholung wegen der langsamen Impf-Fortschritte begrenzten in Japan die Kursgewinne.

09:06 Uhr

Rekordhoch: Dax schwingt sich in neue Höhen

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US-Rückenwind schiebt die Börsen kräfitg nach oben!

dpa

Nach dem verlängerten Pfingstwochenende startet der Dax zum Handelsauftakt 0,7 Prozent höher auf 15.557 Punkte. Das ist ein neues Rekordhoch!

Dax
Dax 15.448,04

Am Freitag hatte der Dax 0,4 Prozent auf 15.437 Punkte zugelegt und war damit noch rund hundert Punkte von seinem alten Rekordhoch bei 15.538 Zählern entfernt gewesen.

Aussagen wichtiger Akteure der US-Notenbank hätten die Inflationssorgen der Anleger gedämpft, heißt es. Davon hatte am Pfingstmontag vor allem die US-Technologiebörse Nasdaq profitiert. Auch der marktbreite US-Index S&P 500 steuert wieder auf seinen Rekord von Anfang Mai zu. In Asien sprang der Funke am Morgen ebenfalls über: Die Aktienkurse in Japan und China legten gleichfalls zu!

In Deutschland steht heute noch der Ifo-Index an, der die Stimmung in den deutschen Chef-Etagen widerspiegelt. Auch das könnte Schub geben: Experten prognostizieren einen Anstieg auf 98,1 Punkte von 96,8 Zählern.

Für Gesprächsstoff sorgt auch die geplante Großfusion in der deutschen Wohnungsbranche. Deutschlands größter Wohnungsvermieter Vonovia will die Nummer zwei auf dem Markt, die Deutsche Wohnen, für rund 18 Milliarden Euro schlucken. Unter Beobachtung stehen zudem die weiter stark schwankenden Preise für Kryptowährungen.

08:48 Uhr

Zahl der Multijobber steigt in Deutschland

Die Zahl der Arbeitnehmer in Deutschland mit zwei oder mehr Jobs ist einer Studie zufolge seit 2013 um rund 700.000 auf 3,5 Millionen gestiegen. Mit 91 Prozent des Anstiegs habe vor allem die Zahl der Arbeitnehmer stark zugenommen, die neben ihrem Hauptjob noch einer geringfügigen Beschäftigung nachgingen, um ihr Haushaltseinkommen aufzubessern, wie aus einer noch unveröffentlichten Studie des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervorgeht, aus der die "Rheinische Post" zitiert.

Auch die Zahl der sogenannten Hybridbeschäftigten, die neben ihrem Hauptjob noch einer selbstständigen Tätigkeit nachgehen, sei seit 2013 um 13 Prozent auf gut 690.000 im Jahr 2019 gestiegen.

08:33 Uhr

Huawei führt eigenes Smartphone-Betriebssystem ein

Der Smartphonehersteller und Netzwerkausrüster Huawei wird am 2. Juni sein eigenes Betriebssystem Harmony auf den Markt bringen. Das teilte der chinesische Konzern mit, dem die verschärften US-Sanktionen immer mehr zu schaffen macht.

Mit einem eigenen Betriebssystem löst sich Huawei vom Google-Pendant Android. Der US-Konzern durfte wegen der Sanktionen keine technische Unterstützung für neue Huawei-Handymodelle und App-Entwickler mehr bereitstellen.

08:12 Uhr

Insider: Vonovia/Deutsche Wohnen wollen Berlin Wohnungen verkaufen

Hinter den Türmen der Nikolaikirche (l) und des Roten Rathauses sind zahlreiche Wohnblocks zu sehen. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

(Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild)

Die auf einen Zusammenschluss zusteuernden Wohnungsriesen Vonovia und Deutsche Wohnen wollen Insidern zufolge dem Berliner Senat rund 20.000 Wohnungen in der Hauptstadt zum Kauf anbieten. Dieses Angebot werde dem Senat unterbreitet, sagten Insider Reuters.

  • "Im Zuge des Zusammenschlusses bieten beide Unternehmen für die angespannte Mietsituation in der Bundeshauptstadt dem Berliner Senat einen 'Zukunfts- und Sozialpakt Wohnen' an", hatten die Dax-Konzerne angekündigt.

Sie wollten dem Land Berlin anbieten, "eine signifikante Anzahl an Wohnungen" aus ihren Beständen zu kaufen. Von den gut 150.000 Wohnungen von Deutsche Wohnen liegen 113.000 in Großraum Berlin, bei Vonovia sind es 43.000 von mehr als 400.000. Sowohl Vonovia als auch Deutsche Wohnen gaben dazu noch keine Stellungnahme ab.

08:06 Uhr

Deutsches BIP schrumpft im ersten Quartal

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland ist zu Jahresbeginn in der Corona-Krise etwas stärker geschrumpft als zunächst angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) verringerte sich im ersten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 1,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. In einer ersten Berechnung war die Wiesbadener Behörde von einem Rückgang von 1,7 Prozent ausgegangen.

Die Corona-Pandemie hat in Rheinland-Pfalz zum zweitgrößten Einbruch der Wirtschaftsleistung in der Nachkriegsgeschichte geführt. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild

(Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild)

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08:02 Uhr

Ölpreise legen leicht zu

Die Ölpreise sind am Morgen leicht gestiegen. Im frühen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 68,58 US-Dollar. Das waren zwölf Cent mehr als gestern. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg ebenfalls leicht auf 66,10 Dollar.

Ein großes Thema am Ölmarkt bleiben die laufenden Verhandlungen über das iranische Atomprogramm. Sollte das Abkommen wiederbelebt werden, könnte dies zur Aufhebung von Sanktionen gegen den Iran und einem steigenden Ölangebot aus dem Opec-Land führen.

07:35 Uhr

Bitcoin-Kurs schaukelt weiter kräftig

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(Foto: REUTERS)

Die Kryptowährungen bleiben weiter Thema an den Märkten, denn die Preise schwanken weiter stark. War der Bitcoin, die wichtigste und älteste Cyber-Devise, am Sonntag noch um weitere 13 Prozent auf rund 32.600 US-Dollar abgesackt, ging es bis gestern Abend wieder bis auf knapp 39.500 Dollar bergauf. Am frühen Morgen notierte der Bitcoin bei 37.830 Dollar, aktuell bei 31.305 Dollar. Die zweitwichtigste Cyber-Devise Ethereum, die am Sonntag 17 Prozent eingebüßt hatte, kletterte am Montag um 27 Prozent.

Ein unmittelbarer Auslöser für den Preisrutsch am Sonntag war nicht erkennbar gewesen. Am Freitag aber hatte China mit der Androhung einer schärferen Regulierung Kryptowährungen einen weiteren Schlag versetzt.

07:16 Uhr

Dax wird auf Rekordhoch erwartet

Mit frischem Schwung dürfte der Dax heute in die verkürzte Handelswoche starten. Während der Terminkontrakt auf den deutschen Aktien-Index am Pfingstmontag bereits auf einem Kontrakthoch notierte, wird der Leitindex bei einem neuen Rekordhoch gesehen. Am Morgen notierte der Dax 1,2 Prozent höher bei 15.627 Punkten - das Rekordhoch liegt derzeit bei 15.538 Zählern.

Die Corona-Pandemie ist am Abklingen. Der Flugverkehr nimmt zu, Urlaube werden geplant, der Konsum wird nun - wie an der Börse erwartet - deutlich anziehen. Zudem traten die jüngsten Inflationssorgen – und damit auch Zinssorgen - zuletzt in den Hintergrund und sorgten an der Wall Street gestern für Gewinne.

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(Foto: picture alliance/dpa)

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07:01 Uhr

Teilverkauf des US-Geschäfts positiv für Heidelbergcement

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Positiv für Heidelbergcement wird von Analysten der Verkauf der Geschäftsaktivitäten in der Region West in den Vereinigten Staaten an das US-Unternehmen Martin Marietta Materials gewertet. Der Verkaufspreis beträgt 2,3 Milliarden US-Dollar in bar. So heißt es von den Analysten der Citigroup, dass ihren Berechnungen zufolge der Verkaufspreis rund das 16- bis 17-fache des Ebitda für 2020 bedeute und damit deutlich über der aktuellen Bewertung des Konzerns liege. Der Abschluss der Transaktion werde für das zweite Halbjahr 2021 erwartet und sollte einen erheblichen Wert für die Gruppe freisetzen.

Der Aktienkurs von Heidelbergcement  legte bereits am Pfingstmontag auf Tradegate leicht zu.

06:44 Uhr

Japan und China im grünen Bereich

Nachlassende Inflationssorgen haben die Anleger in Asien durchschnaufen lassen. Die US-Notenbank Fed geht davon aus, dass der Preisschub nicht von Dauer ist und zerstreute damit die Befürchtungen über inflationsbedingte Zinserhöhungen. In Tokio lag der Nikkei 0,5 Prozent höher bei 28.515 Punkten. Der breiter gefasste Topix stieg um 0,3 Prozent und lag bei 1919 Zählern. Die Börse in Shanghai lag 1,1 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen gewann 1,7 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel verlor der US-Dollar 0,1 Prozent auf 108,69 Yen und gab 0,1 Prozent auf 6,4122 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,8958 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,1 Prozent auf 1,2224 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0958 Franken. Das Pfund Sterling gewann 0,1 Prozent auf 1,4171 Dollar.

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(Foto: imago/UPI Photo)

06:21 Uhr

Erdogan greift erneut bei türkischer Zentralbank durch

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(Foto: picture alliance / AA)

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat erneut über Nacht bei der Führung der Zentralbank einen Wechsel vorgenommen. Einer der vier stellvertretenden Gouverneure, Oguzhan Ozbas, sei entlassen worden und Semih Tumen trete seine Nachfolge an, heißt es am frühen Morgen in einem im Amtsblatt veröffentlichten Dekret. Tumen dient derzeit als Berater Erdogans und ist Leiter der Wirtschaftsabteilung an der TED-Universität in Ankara. Er war bereits zwischen 2002 bis 2018 in verschiedenen Positionen bei der türkischen Zentralbank tätig.

Im März erzwang Erdogan den Wechsel an der Spitze der Zentralbank: Währungshüter Naci Agbal wurde zwei Tage nach einer Zinserhöhung zur Eindämmung der Inflation durch einen Vertreter der Regierungspartei ersetzt. Der Schritt führte zum Absturz der türkischen Lira.

06:09 Uhr

Megafusion von Dax-Immobilienunternehmen

Wer es noch nicht mitbekommen, hier die wichtige Nachricht noch einmal in Kurzfassung: Nach zwei vergeblichen Übernahmeversuchen haben sich die Immobilienkonzerne Vonovia und Deutsche Wohnen auf einen Zusammenschluss geeinigt. Beide Dax-Unternehmen teilten gestern Abend mit, sie hätten eine entsprechende Grundsatzvereinbarung unterzeichnet. Demnach soll es ein freiwilliges Übernahmeangebot der Vonovia an die Aktionäre der Deutsche Wohnen geben. Sollten die Kartellbehörden zustimmen, entstünde durch den Zusammenschluss Europas größter Konzern für Wohnimmobilien. Die Unternehmen stellten eine enge Zusammenarbeit mit der Politik und Lösungen insbesondere für den Berliner Wohnungsmarkt in Aussicht.

Vonovia will den Aktionären der Deutschen Wohnen im Wege eines freiwilligen Übernahmeangebots 53,03 Euro je Aktie bieten. Der angebotene Kaufpreis beträgt damit knapp 19 Milliarden Euro.

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05:59 Uhr

Das wird heute wichtig für den Dax

Wegen immer wieder aufflammender Inflationsängste müssen sich Investoren auch nach dem verlängerten Pfingst-Wochenende auf Turbulenzen und Rücksetzer an den Börsen einstellen. Das aktuelle Kursniveau spiegele eine Menge Konjunkturoptimismus wider, sagt Anlage-Experte James Athey vom Vermögensverwalter Aberdeen Standard. "Und das trotz der immensen makroökonomischen Unsicherheit, die nach wie vor besteht." Die Euphorie der Anleger stehe in krassem Gegensatz zu den mittelfristigen Wachstumsaussichten.

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In der alten Woche war der Dax zwar auf ein Rekordhoch von 15.538 Punkten gestiegen, der Leitindex verlor dann unter dem Strich aber ein knappes halbes Prozent.

Bei den Börsianern dominiert weiterhin Zuversicht. Er beurteile die Aussichten der Aktienmärkte optimistisch, sagt etwa Analyst Frank Wohlgemuth von der National-Bank in Essen. "Gerade die gebeutelten Technologiewerte könnten in den nächsten Wochen wieder einen zweiten Blick wert sein."

Die Inflationsängste seien ohnehin überzogen, sagt Martin Lück, Chef-Anlagestratege für Deutschland, Österreich und Osteuropa beim weltgrößten Vermögensverwalter Blackrock. "Es spricht wenig dafür, dass der Covid-bedingte Inflationsschub sich in eine Lohn-Preis-Spirale übersetzt und damit dauerhaft wird." Denn in Zeiten von Globalisierung und Digitalisierung sei die Verhandlungsposition der Arbeitnehmer schwach.

Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck, traut den Aktienmärkten sogar weitere Höchststände zu. Dem deutschen Leitindex spiele die zunehmende wirtschaftliche Aktivität dank der schneller als erwartet verlaufenden Öffnungsschritte in Europa in die Hände. Derweil profitiere der marktbreite US-Index S&P 500 davon, dass die amerikanischen Unternehmen für knapp eine halbe Billion US-Dollar eigene Aktien zurückkaufen wollten.

Vorsichtig beim Blick in die Zukunft ist Robert Halver, Leiter Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank: Er geht davon aus, dass die Börsen erst einmal eine Denkpause einlegen und keine weiteren Höchststände erreichen dürften. Die schnellen Gewinnmitnahmen nach dem jüngsten Dax-Rekord zeigten, dass die Dynamik im Sommer nachlasse. Er rechne mit einer Fortsetzung der zuletzt volatilen Seitwärtsbewegung.

Heute steht in Deutschland der Ifo-Index, der die Stimmung in den deutschen Chef-Etagen widerspiegelt, auf dem Terminplan. In den USA werden der Index des Verbrauchervertrauens im Mai sowie die Neubauverkäufe im April veröffentlicht.

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