Wirtschaft

Sorge vor US-Fiskus und China Krypto-Achterbahn fährt weiter

imago0101767670h.jpg

China will härter gegen Bitcoin-Miner vorgehen.

(Foto: imago images/Kyodo News)

Nach dem zeitweise dramatischen Kurssturz der vergangenen Woche geht es für die digitale Leitwährung Bitcoin zuletzt wieder deutlich nach oben. Das Rekordhoch von Mitte April liegt allerdings in weiter Ferne. Zuletzt gab es mehrere schlechte Nachrichen aus den USA und China für Bitcoin-Fans.

Nach der Talfahrt am Wochenende haben die Kryptowährungen wieder deutlich zugelegt. So kostete ein Bitcoin, die bekannteste und nach Marktanteilen größte Digitalwährung, am frühen Nachmittag auf dem Handelsplatz Bitstamp knapp gut 37.000 Dollar und damit rund 10 Prozent mehr als 24 Stunden zuvor. Auch andere Digitalwährungen wie Ether sprangen am Pfingstmontag wieder nach oben - zum Teil noch viel stärker als der Bitcoin. In der vergangenen Woche war der Bitcoin am Mittwoch kurzzeitig bis auf 30.000 Dollar gefallen, konnte sich aber in den Tagen danach wieder etwas erholen. Seit dem Rekordhoch von knapp 65.000 Dollar Mitte April ging es um knapp die Hälfte nach unten.

Trotz der starken Verluste in den vergangenen Wochen kostet der Bitcoin noch fast vier Mal so viel wie vor einem Jahr. Die massiven Schwankungen zeigen das Dilemma des Markts für Digitalwährungen - er verspricht einerseits hohe Gewinne bei allerdings immens hohen Risiken.

Als einen wichtigen Grund für den jüngsten Kursrutsch nannten Experten Nachrichten aus China. Die Regierung bekräftigte eine frühere Ankündigung, härter gegen die Herstellung von Kryptowährungen vorzugehen. Die Erzeugung der Digitalwährungen wird auch Mining genannt und verbraucht bei der Herstellung enorme Mengen an Strom. Zuvor hatte bereits Tesla-Chef und Krypto-Befürworter Elon Musk den Markt für Kryptowährungen mehrfach in Aufregung versetzt. So schien Musk anzudeuten, der Elektroautobauer Tesla könnte sich von seinen Bitcoin-Beständen trennen. Musk dementierte zwar schnell, die Kursbewegungen beim Bitcoin waren aber enorm.

Ein weiterer Belastungsfaktor kam vergangene Woche aus den USA. Am Donnerstagabend gab das US-Finanzministerium bekannt, dass es zwecks Steuerehrlichkeit eine Anzeigepflicht für Krypto-Transaktionen von mehr als 10.000 US-Dollar in Erwägung ziehe. Sollte das Vorhaben umgesetzt werden, wäre dies ein Schlag gegen die von Krypto-Fans so geschätzte Anonymität von Transaktionen. Hintergrund für die aktuelle Aufwärtsbewegung könnten Schnäppchenjäger sein, die die negativen Reaktionen auf die diversen Ereignisse als übertrieben betrachten. Der Kryptomarkt ist für plötzliche und heftige Bewegungen bekannt.

Quelle: ntv.de, mbo/dpa

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.