Freitag, 07. Januar 2022Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
17:39 Uhr

US-Jobmarkt, Inflation: Dax bekommt wieder auf den Deckel

Wieder hat die rote Farbe am deutschen Aktienmarkt dominiert. Der fortgesetzte Anstieg der Inflation in der Eurozone ließ keine Kauflaune aufkommen.

DAX
DAX 13.795,85

Hinzu kam eine Entwicklung am US-Arbeitsmarkt, die den Straffungskurs der Notenbank stärkt. In den Vereinigten Staaten sind die Löhne viel stärker gestiegen als erwartet, während zugleich nur etwa halb so viele Stellen neu geschaffen wurden, obwohl so viele Stellen offen sind wie noch nie zuvor. Diese Lücke zwischen Arbeitsangebot und Arbeitsnachfrage treibt unweigerlich die Löhne nach oben. Damit bestehe die Gefahr einer Lohn-Preis-Spirale, sagte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank.

Mit dieser schwierigen Gemengelage kam der Dax gar nicht zurecht. Er verlor 0,7 Prozent und ging mit 15.948 Punkten ins Wochenende. Zwischendurch ging es bis auf 15.863 Stellen nach unten. Zur Erinnerung: Am Mittwoch stand der Dax fünf Punkte vor seinem Allzeithoch von 16.290 Zählern. Auf Wochensicht gewann der Leitindex allerdings rund 60 Punkte. Für den EuroStoxx50 ging es ebenfalls um 0,7 Prozent auf 4295 Stellen nach unten.

Deutsche Bank
Deutsche Bank 9,06

Für Diskussionsstoff sorgten auch auf den ersten Blick enttäuschende Konjunkturdaten aus Deutschland. Hierzulande ist die Produktion der Industrieunternehmen im November zwar überraschend wieder gesunken. Ökonomen verwiesen aber auf einen deutlichen Anstieg der Produktion in der Autoindustrie.

Derweil legten Bankwerte am Aktienmarkt und auch europaweit weiter zu. So stand bei den Aktien der Commerzbank ein Plus von 3,5 Prozent zu Buche. Deutsche Bank zogen im Dax um 1,8 Prozent an.

Die Nervosität der Anleger zeigte sich aber nicht nur an den schwächelnden Aktienmärkten. Aus Furcht vor einer strafferen US-Geldpolitik zogen sich viele Anleger auch aus riskanteren Anlagen wie Kryptowährungen zurück. Die größte und älteste Cyber-Devise Bitcoin verlor bis zu fünf Prozent auf 40.959 US-Dollar und markierte damit den niedrigsten Stand seit mehr als drei Monaten. Ethereum fiel in der Spitze um knapp neun Prozent ebenfalls auf ein Drei-Monats-Tief von 3113 Dollar. Seit Jahresbeginn kommen Bitcoin und Ethereum damit bereits auf ein Minus von rund zehn beziehungsweise 14 Prozent.

17:18 Uhr

Amazon-Deal lässt Kurs von Softwarefirma hochschießen

Die Anbindung der eigenen Software an die Werbeplattform des Online-Giganten Amazon beschert Marin einen Kurssprung. Die Aktien des Spezialisten für Digitalmarketing stiegen an der Wall Street um 30 Prozent.

16:58 Uhr

Sandra Navidi: "Fed handelt ein bisschen zu spät"

Die US-Notenbank steckt im Dilemma. Während sich der US-Arbeitsmarkt nur verhalten erholt, muss die Fed aufpassen, dass die Inflation nicht auf Dauer aus dem Ruder läuft. Nun deutet sie überraschend eine frühere Anhebung der Zinsen an. Über die Hintergründe spricht ntv mit Sandra Navidi von BeyondGlobal.

16:42 Uhr

UK-Hauspreise schnellen nach oben

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Blick auf Corbridge in der nordenglischen Grafschaft Northumberland.

(Foto: dpa)

Die britischen Hauspreise sind Ende 2021 so stark gestiegen wie seit Juli 2007 nicht mehr. Im Dezember gab es ein Plus von 9,8 Prozent binnen Jahresfrist, wie aus den monatlichen Zahlen des Hypothekenfinanzierers Halifax hervorgeht. Demnach haben mehrere Faktoren die Menschen in Großbritannien dazu ermutigt, ein neues Haus zu kaufen: darunter eine größere Nachfrage nach Wohnraum für Homeoffice, ein Mangel an alternativen Konsumgelegenheiten und eine Ende September ausgelaufene Steuererleichterung beim Kauf.

"Ein Mangel an zum Verkauf stehenden Häusern und historisch niedrige Hypothekenzinsen haben ebenfalls dazu beigetragen, die jährliche Hauspreisinflation voranzutreiben", sagte Halifax-Geschäftsführer Russell Galley. Die Preise dürften in diesem Jahr wahrscheinlich viel langsamer steigen als in den beiden vorangegangenen Jahren, fügte er hinzu.

16:18 Uhr

"US-Arbeitsmarkt-Bericht sieht einen Hauch toxisch aus"

Der US-Arbeitsmarkt ist nach dem massiven Einbruch zu Beginn der Corona-Krise nur langsam auf dem Weg der Besserung. Die Arbeitslosenquote fällt im Dezember im Monatsvergleich nur um 0,3 Prozentpunkte auf 3,9 Prozent. Was das für die US-Wirtschaft bedeutet, erläutert ntv-Börsenreporter Frank Meyer.

16:06 Uhr

Schwacher US-Jobmarkt macht Wall Street zu schaffen

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(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Durchwachsene US-Arbeitsmarktdaten dämpfen die Stimmung an der Wall Street. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 kamen zur Eröffnung kaum vom Fleck. Die Zahl der neu geschaffenen Stellen außerhalb der US-Landwirtschaft ging im Dezember überraschend auf 199.000 von 210.000 im Vormonat zurück. Analysten hatten mit einem doppelt so hohen Plus gerechnet. Allerdings stiegen die Löhne um 0,6 statt der erwarteten 0,4 Prozent.

Der Jobaufbau sei zwar enttäuschend, der US-Arbeitsmarkt aber immer noch robust, sagte Peter Cardillo, Chef-Volkswirt des Vermögensberaters Spartan. Da zudem die Stundenlöhne weiter stiegen, werde die US-Notenbank Fed nicht vor ihrem Kurs einer Straffung der Geldpolitik abweichen.

Bei den Aktienwerten gehörte T-Mobile mit einem Kursminus von vier Prozent zu den Verlierern. Die US-Tochter der Deutschen Telekom gewann im vierten Quartal 844.000 neue Kunden, weniger als erwartet.

15:49 Uhr

Wie geht es weiter? Zickzack beim Ölpreis

Die Angst vor einem erneuten Lockdown der Wirtschaft durch die Virusvariante Omikron ebbt langsam ab. Infolgedessen zieht auch der Ölpreis wieder an. Wird das neue Jahr ähnlich turbulent für den Rohstoffmarkt wie das vergangene? Wie Anleger mithilfe von ETCs auf den Ölpreis setzen können und was dabei zu beachten ist, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Kemal Bagci von der BNP Paribas.

15:29 Uhr

2022 ist bislang ein Superjahr für die Commerzbank-Aktie

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(Foto: picture alliance / greatif)

Bankaktien haben einen guten Start in das Jahr erwischt. So kostete die Aktie der Commerzbank am Nachmittag 7,88 Euro, nachdem sie am Montag noch für 6,72 Euro zu bekommen war. Das ist immerhin ein Plus von mehr als 16 Prozent.

Zum einen gab es eine Kaufempfehlung mit Ziel neun Euro von Metzler, wobei die Analysten auf die gestiegenen Kreditvolumen und die Kundenvermögen im Privatkundengeschäft in Deutschland verwiesen, was für eine Stabilisierung der Erträge sorge. Zudem gibt es immer wieder Spekulationen, dass es Kaufinteresse an der Bank gebe.

Bankaktien legten in dieser Woche aber auch auf breiter Front deutlich zu, der Stoxx-Subindex um über fünf Prozent. Hintergrund sind die zunehmenden Spekulationen auf schneller kommende US-Zinserhöhungen, begleitet von steigenden Marktzinsen. Ein höheres Zinsniveau ist günstig für die Gewinnmargen der Banken.

Commerzbank
Commerzbank 7,19

15:08 Uhr

Aktienkurs von Beleuchtungssystem-Hersteller geht hoch

Um fast vier Prozent aufwärts geht es im vorbörslichen Handel mit der Aktie von Acuity Brands, nachdem Umsatz und Gewinn im ersten Geschäftsquartal die Erwartungen des Marktes übertroffen haben.

Der Hersteller von Beleuchtungssystemen schloss das Quartal mit einem Gewinn von 87,6 (Vorjahr: 59,6) Millionen Dollar ab. Je Aktie verdiente das Unternehmen 2,46 (1,57) Dollar. Auf bereinigter Basis betrug das Ergebnis je Aktie 2,85 Dollar und lag damit klar über dem von Factset ermittelten Analystenkonsens von 2,41 Dollar.

14:51 Uhr

Dax-Schnappatmung nach US-Jobzahlen

Enttäuschendes kommt von Übersee: Die Zahl der Beschäftigten in der US-Wirtschaft hat im Dezember deutlicher geringer zugenommen als erwartet, wobei die Arbeitslosenquote deutlicher als erwartet sank und die Stundenlöhne stärker als prognostiziert zulegten. Nach Angaben des US-Arbeitsministeriums entstanden außerhalb der Landwirtschaft 199.000 zusätzliche Stellen. Volkswirte hatten einen Zuwachs von 422.000 prognostiziert. Im Privatsektor entstanden per saldo 211.000 Stellen, während im öffentlichen Sektor 12.000 verloren gingen.

Diese Zahlen kamen an der Frankfurter Börse gar nicht gut an. Der Dax ging um bis auf 15.898 Punkte runter, erholte sich dann aber. Momentan notiert er 0,6 Prozent tiefer bei 15.951 Stellen.

14:20 Uhr

Handel mit Aktien des MV-Werften-Besitzers ausgesetzt

Dunkle Wolken ziehen am Abend über das Gelände der MV Werften. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

(Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa)

Der Handel mit Aktien des Besitzers der MV Werften in Mecklenburg-Vorpommern und Bremerhaven an der Börse in Hongkong ist heute ausgesetzt worden. Genting Hongkong hat den Schritt veranlasst, weil eine Ankündigung über Informationen aus dem Unternehmen erwartet wird, wie es in einer Mitteilung des Konzerns hieß. Mehr Details wurden nicht genannt. 

Am Donnerstag vergangener Woche war bekannt geworden, dass der Konzern, dem die MV Werften gehören, die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern auf sofortige Auszahlung eines Hilfsdarlehens in Höhe von 78 Millionen Euro verklagt. Auf den MV Werften arbeiten rund 2000 Menschen. Ihre Zukunft ist ungewiss.

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14:08 Uhr

STMicro mit kräftigem Kursgewinn - Morphosys im Minus

Kräftig nach oben ist es mit dem Aktienkurs von STMicro gegangen – das Papier verteuerte sich gleich um 3,7 Prozent. Der europäische Chipkonzern hat mit seinen Umsatz im vierten Quartal dank einer besser als erwartet ausgefallenen Geschäftsentwicklung seine Prognose übertroffen. Analysten rechnen nun mit einer besseren Bruttomarge.

Nach Eckdaten zum Blutkrebs-Medikament Monjuvi verloren Morphosys dagegen 0,4 Prozent.

Morphosys
Morphosys 23,09

STMicro
STMicro 37,80

13:48 Uhr

Gamestop-Aktie geht vorbörslich steil

Bei Gamestop zeichnet sich ein weiterer Kurssprung ab. Die Aktie wird vorbörslich rund 16 Prozent höher gesehen. Insidern zufolge soll das Unternehmen einen Online-Marktplatz zum Vertrieb nicht ersetzbarer digital geschützter Objekte aufbauen und auch im Geschäft mit Kryptowährungen mitspielen wollen. Angeboten werden sollen demnach beispielsweise Avatar-Outfits und Waffen in digitalisierter Form. Nach dem gestrigen Handel hatte die Aktie nachbörslich rund 30 Prozent zulegt.

Gamestop Corporation
Gamestop Corporation 39,80

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13:29 Uhr

So investieren Anleger richtig in Tech-Trends

Das Jahr 2021 bescherte vielen Tech-Unternehmen Höhenflüge an den Börsen. Befeuert von der Corona-Pandemie machten Themen wie Digitalisierung und Vernetzung einen riesigen Sprung nach vorne. Der "ntv Geldanlage-Check" erklärt, wie Anleger am besten in Tech-Trends investieren.

13:15 Uhr

Ex-UBS-Manager geht zu Bitcoin

Der frühere UBS-Manager Dirk Klee wird neuer Chef des Krypto-Händlers Bitcoin Suisse. Klee, der gegenwärtig den Bereich Wealth Management & Investments von Barclays UK verantworte, übernehme die Aufgabe am 1. April, teilte Bitcoin Suisse mit.

Er ersetze Arthur Vayloyan, der Verwaltungsrat der Gesellschaft bleibe. Der ehemalige Credit Suisse-Banker Vayloyan leitete Bitcoin Suisse seit November 2017. In der Zeit sei die Mitarbeiterzahl auf über 300 von 20 gestiegen. Die Bewertung der Firma, die im Handel und der Verwahrung von Kryptowährungen und anderen digitalen Vermögenswerten tätig ist, habe sich auf mehrere hundert Millionen Franken vervielfacht.  

12:53 Uhr

US-Jobbericht mögliches Zünglein an der Waage an der Wall Street

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(Foto: REUTERS)

Im Spannungsfeld verschärfter Zinserhöhungserwartungen und des US-Arbeitsmarktberichts für Dezember deuten die Futures auf die US-Aktienindizes einen guten behaupteten Start an der Wall Street an. Von dem vom Protokoll der Notenbanksitzung im Dezember am Mittwoch ausgelösten Zinsschreck haben sich die US-Börsen bislang nicht erholen können, am Donnerstag war es bei einem zaghaften Versuch geblieben. Je nachdem wie der Arbeitsmarktbericht ausfällt, der vor Handelsbeginn veröffentlicht wird, könnten die Zinssorgen noch verstärkt werden oder aber etwas abnehmen.

Unter den Einzelwerten kommt der Kurs von T-Mobile US vorbörslich um 1,4 Prozent zurück. Die Tochter der Deutschen Telekom hatte trotz eines kräftigen Wachstums der Neukundenzahl im vierten Quartal 2021 die Erwartungen des Marktes leicht verfehlt.

12:39 Uhr

Kasachstan-Unruhen treffen auch Bitcoin - Kurs fällt kräftig

Die Unruhen in Kasachstan sind auch ein herber Schlag für den Bitcoin. Die Abschaltung des Internets in der ehemaligen Sowjetrepublik füge dem Handel mit der Kryptowährung schweren Schaden zu, schreibt der "Guardian".

Kasachstan ist ein wichtiger Player in der Bitcoin-Welt. Im vergangenen Jahr wurde das zentralasiatische Land laut dem Cambridge Center for Alternative Finance zum zweitgrößten Zentrum für Bitcoin-Mining der Welt nach den USA, nachdem China gegen den Kryptohandel vorgegangen war. Laut Fortune beherbergte Kasachstan im August 18 Prozent des weltweiten Bitcoin-Minings. Am Mittag verlor der Bitcoin-Kurs zwei Prozent auf 42.225 US-Dollar.

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12:15 Uhr

Dax wieder über 16.000 - Chipwerte gewinnen kräftig

Kurze Wasserstandsmeldung von der Frankfurter Börse: Der Dax hat bei einem insgesamt nervösen Handel einen Großteil seines Verlustes abbauen können und notierte am Mittag nur noch 0,2 Prozent tiefer bei 16.025 Punkten. Der EuroStoxx50 gewann 0,2 Prozent auf 4332 Stellen.

Gute Umsatzzahlen der Chip-Riesen Samsung Electronics und STMicro stützten die Kurse der Branche. Die Aktien des Halbleiterherstellers Infineon etwa gewannen an der Dax-Spitze rund drei Prozent und die des Chip-Ausrüsters Aixtron knapp zwei Prozent. Unter den besten Werten im MDax zogen die Anteilsscheine von Lanxess um 1,8 Prozent an.

Aixtron
Aixtron 24,48

Infineon
Infineon 27,41

11:57 Uhr

Können die Märkte 2022 noch auf Rekordkurs bleiben?

2021 war ein gutes Jahr für die Aktienmärkte. Trotz Unsicherheiten durch die Corona-Pandemie bewegten sich die meisten Indizes auf Rekordniveaus. Kann das in diesem Jahr so bleiben? Über die Politik der Notenbanken, die wirtschaftliche Rolle Chinas und vor allem welche Branchen Chancen für Anleger bieten, darüber spricht Anne-Kathrin Cyrus mit Thomas Kruse von der Fondsgesellschaft Amundi.

11:36 Uhr

Ryanair macht Basis in Frankfurt dicht

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(Foto: dpa)

Nach fünf Jahren gibt Europas größter Billigflieger Ryanair seine Basis am Frankfurter Flughafen wieder auf. Die fünf dort noch stationierten Flugzeuge sollen zum Flugplanwechsel am 31. März dieses Jahres auf kostengünstigere Flughäfen umverteilt werden, teilte der irische Konzern mit. Als Beispiel wurde Nürnberg genannt, wo wieder zwei Flugzeuge stationiert werden sollen.

Die Mainmetropole bleibt aber als Ryanair-Ziel im bislang veröffentlichten Sommerflugplan enthalten. Zum Umfang des künftigen Angebots mit Flugzeugen aus anderen Basen äußerte sich das Unternehmen noch nicht. Als Grund für den Rückzug nannten die Iren die zum Jahreswechsel erhöhten Start- und Landegebühren am größten deutschen Flughafen.

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11:27 Uhr

Eurozone verzeichnet Rekordinflation

Die hohen Energiepreise haben die Inflation in der Eurozone auf einen neuen Höchststand getrieben: Die Verbraucherpreise stiegen im Dezember im Schnitt um fünf Prozent im Vorjahresvergleich, wie die EU-Statistikbehörde Eurostat auf Grundlage einer ersten Schätzung mitteilte. Die Preise für Energie legten dabei um 26 Prozent zu. Nahrungsmittel wurden um 3,2 Prozent teurer, Dienstleistungen um 2,4 Prozent.

Der Anstieg der Verbraucherpreise war der höchste seit Beginn der Aufzeichnungen von Eurostat im Jahr 1997. Bereits im November hatte die Inflationsrate mit 4,9 Prozent im Vorjahresvergleich einen vorläufigen Höchststand erreicht. In Deutschland lag die Inflationsrate im Dezember nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Donnerstag bei 5,3 Prozent.

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11:09 Uhr

Ölpreise klettern und klettern - Kasachstan bereitet Sorgen

Die Ölpreise sind bis zum späten Vormittag weiter gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete 82,82 US-Dollar. Das waren 1,1 Prozent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 0,8 Prozent auf 80,30 Dollar.

Am Donnerstag war der Preis für US-Öl noch um etwa drei Prozent und der für Brent-Öl um mehr als zwei Prozent gestiegen. Am Markt wurde unter anderem auf die Unruhen im Förderland Kasachstan verwiesen. Am Ölmarkt haben die Anleger aber auch wichtige Konjunkturdaten im Blick, die im Verlauf des Tages für Impulse sorgen könnten. So wird der US-Arbeitsmarktbericht für Dezember veröffentlicht. Die Daten dürften Aufschluss über die Lage der Beschäftigung sowie über die Entwicklung der Löhne und Gehälter geben.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 98,38
Rohöl WTI
Rohöl WTI 91,98

 

10:55 Uhr

"New York Times" kauft Sportnachrichten-Plattform

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(Foto: picture alliance / Ole Spata/dpa)

Der Verlag der prominenten US-Zeitung "New York Times" baut mit einem Zukauf sein digitales Standbein aus. Für 550 Millionen Dollar in bar erwirbt das 170 Jahre alte Unternehmen die Sportnachrichten-Plattform The Athletic. Durch die Übernahme steige man zum weltweiten Anführer im Sportjournalismus auf, sagte NYT-Chefin Meredith Kopit Levien.

The Athletic wurde 2016 gegründet und zählt 1,2 Millionen Abonnenten. Die Plattform berichtet über 200 Clubs und Teams in den USA und weltweit. Bei einer Finanzierungsrunde 2020 wurde die Firma mit 500 Millionen Dollar bewertet.

10:14 Uhr

Lufthansa-Konkurrent braucht weitere Milliarden

Die Fluggesellschaft Air France-KLM wird einem Bericht zufolge in diesem Jahr zwischen einer und zwei Milliarden Euro an zusätzlichem Kapital benötigen, um die Folgen der Coronavirus-Pandemie abzufangen. Um an der Spitze der Branche mithalten zu können, würden dann weitere vier bis sechs Milliarden Euro benötigt, berichtet die französische Zeitung "Les Echos". Eine Stellungnahme von Air France-KLM lag zunächst nicht vor. Der Konzern hat von den französischen und niederländischen Regierungen seit dem Beginn der Pandemie bereits mehr als 14 Milliarden Euro erhalten.

Air France-KLM
Air France-KLM 1,54
Lufthansa
Lufthansa 6,59

 

09:56 Uhr

Fed-Protokoll schiebt Deutsche Bank an - Dax tiefer im Minus

Deutsche Bank
Deutsche Bank 9,06

Bei der Deutsche-Bank-Aktie hat sich der scharfe Aufwärtstrend seit Jahresende ungebremst fortgesetzt. Der Kurs stieg weitere 1,6 Prozent auf 12,35 Euro. "Angesichts der Aussicht auf steigende US-Zinsen sind Bankaktien mit hohem US-Exposure erste Wahl", sagte ein Händler in Frankfurt. Dazu hat RBC am Freitag das Kursziel für die Aktie erhöht. Vom langfristigen Chart her habe die Aktie ein Jahr lang den Seitwärtsbereich über zehn Euro konsolidiert. Sollte sie den Sprung über 12,50 Euro schaffen, wäre ein Ausbruch nach oben erfolgt, dem ein langfristiger Aufwärtstrend folgen könnte, ergänzt ein Charttechniker.

Derweil ist es mit dem Dax weiter abwärts gegangen. Viereinhalb Stunden vor Veröffentlichung der US-Jobdaten verlor der Leitindex 0,6 Prozent auf 15.952 Punkte. Das Tagestief liegt derzeit bei 15.930 Stellen.

09:41 Uhr

Deutsche Produktion schrumpft unerwartet

Die von hartnäckigen Materialengpässen geplagte deutsche Wirtschaft hat ihre Produktion im November überraschend gedrosselt. Industrie, Bau und Energieversorger stellten zusammen 0,2 Prozent weniger her als im Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilt. Ökonomen hatten dagegen mit einer Zunahme von 1,0 Prozent gerechnet. Im Oktober war die Produktion noch um 2,4 Prozent gestiegen. Sie liegt aktuell immer noch um 7,0 Prozent niedriger als im Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland.

Da die Industrie allein ihre Erzeugung im November um 0,2 Prozent steigern konnte, sieht das Ministerium Grund zum Optimismus. Zwar dürften die Beeinträchtigungen durch Lieferengpässe noch einige Monate anhalten. "Nach deren Auflösung ist - angesichts voller Auftragsbücher - mit einem dynamischen Wachstum zu rechnen", so das Ministerium.

09:19 Uhr

Apple-Chef Cook hat 2021 prächtig verdient

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Tim Cook

(Foto: picture alliance/dpa/Apple)

Das nennt man ein erfolgreiches Jahr: Apple-Chef Tim Cook hat 2021 nämlich fast 100 Millionen US-Dollar verdient. Er hatte den Technologieriesen während der Corona-Pandemie zu Rekordgewinnen geführt.

Cooks Vergütungspaket in Höhe von 98,7 Millionen Dollar war im abgelaufenen Jahr mehr als sechsmal so hoch wie die 14,8 Millionen Dollar des Vorjahres, wie aus dem jährlichen Apple-Bericht an die U.S. Securities and Exchange Commission hervorgeht. Cooks Grundgehalt von drei Millionen Dollar blieb den Angaben zufolge unverändert.

Apple
Apple 172,10

09:10 Uhr

Dax startet unterhalb der 16.000-Punkte-Marke

Der deutsche Aktienmarkt ist heute erneut mit Verlusten in den Handel eingestiegen. Allerdings sind die Abschläge nicht mehr so stark wie am Donnerstag. Der Dax verlor 0,5 Prozent auf 15.978 Punkte. Die 16.000er-Marke hatte der Leitindex bereits gestern kurzzeitig unterboten. MDax, TecDax und SDax notierten 0,2 bis 0,5 Prozent tiefer. Der EuroStoxx50 sackte um 0,1 Prozent auf 4320 Stellen ab.

Der Markt dürfte sich weiter vom Zinsschreck durch die US-Notenbank erholen, jedoch weiter kräftige Umschichtungen und Sektor-Rotationen vornehmen. Das Einpreisen einer restriktiveren Zinslandschaft in den USA werde noch eine Zeit dauern, hieß es im Handel. Per Saldo könne dies zu einer volatilen Marktumgebung führen.

DAX
DAX 13.795,85

09:00 Uhr

Japan unverändert, kleines Minus in China

Nikkei
Nikkei 28.546,98

Vor den am Nachmittag erwarteten US-Arbeitsmarktdaten haben sich die Anleger in Asien zurückgehalten. In Tokio ging der Nikkei kaum verändert mit 28.478 Punkten ins Wochenende. Der breiter gefasste Topix verlor 0,1 Prozent. Auch an der chinesischen Börse passierte zum Wochenschluss nicht viel: Der Shanghai-Index gab 0,2 Prozent nach, der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen gewann 0,1 Prozent.

Die Investoren erhofften sich von den Job-Daten aus den Vereinigten Staaten Hinweise auf das weitere geldpolitische Vorgehen der US-Notenbank. Das am Mittwoch veröffentlichte Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung hatte an den Märkten Spekulationen auf eine schnellere Anhebung der Zinsen ausgelöst. Am Donnerstag war es deshalb an den Börsen in Asien und Europa zum Teil deutlich bergab gegangen.

08:47 Uhr

Hochstufung gibt Dax-Kandidaten Auftrieb

Nach einer Hochstufung steht Lanxess vorbörslich an der MDax-Spitze. Die Aktien legen 1,6 Prozent zu. Barclays hat die Titel auf "Overweight" von "Equal Weight" heraufgesetzt und das Kursziel auf 70 (60) Euro erhöht.

Lanxess
Lanxess 36,79

08:33 Uhr

Kryptos sind erneut auf Talfahrt

Für Bitcoin, Ethereum & Co geht es zum Wochenschluss weiter bergab: Die größte und älteste Cyber-Devise verliert bis zu fünf Prozent auf 40.959 Dollar und markiert damit den niedrigsten Stand seit mehr als drei Monaten. Ethereum fällt in der Spitze um knapp neun Prozent ebenfalls auf ein Drei-Monats-Tief von 3129 Dollar. Seit Jahresbeginn kommen Bitcoin und Ethereum damit bereits auf ein Minus von rund zehn beziehungsweise 14 Prozent. "Bitcoin hat seinen Weg ins Jahr 2022 verschlafen", kommentiert Craig Erlam vom Brokerhaus Oanda. Anleger hatten sich zuletzt aus Furcht vor rasch steigenden Zinsen in den USA aus riskanteren Anlagen wie Kryptowährungen zurückgezogen.

Bitcoin
Bitcoin 24.632,89

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08:17 Uhr

T-Aktionäre blicken auf Neukundenzahl von T-Mobile US

Keine Belastung für Deutsche Telekom sehen Händler in den Neukundenzahlen von T-Mobile US. Sie seien "gut genug", auch wenn sie leicht unter noch höheren Markterwartungen lägen, heißt es. Sie erreichten mit 844.000 Neukunden einen neuen Rekord im vierten Quartal. Erst wenn sich das Verfehlen von Schätzungen zu einem Trend verfestige, dürfte der US-Markt eine Neubewertung des Mobilfunkers vornehmen, kommentiert ein Händler.

Deutsche Telekom
Deutsche Telekom 18,80
T-Mobile US
T-Mobile US 141,84

 

08:05 Uhr

Hält die 16.000er Marke?

Zum Abschluss der Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten – allerdings nur wenige Punkte. Am Donnerstag hatte er wegen Spekulationen auf eine aggressivere Straffung der US-Geldpolitik 1,4 Prozent auf 16.052,03 Punkte verloren. Im Fokus stehen vor allem die US-Arbeitsmarktdaten. Sollten sie ähnlich wie die Zahlen der privaten Arbeitsagentur ADP besser ausfallen als erwartet, würde dies den Spekulationen auf schnellere Zinserhöhungen der Notenbank Fed neue Nahrung geben. Experten rechnen für Dezember mit dem Aufbau von 400.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft, rund doppelt so viel wie im Vormonat.

Die Jobdaten drängen die anderen Konjunkturdaten wie die europäische Inflationsrate oder das Wirtschaftsvertrauen im Euro-Raum in den Hintergrund. Erstere wird sich Analysten zufolge auf 4,7 Prozent im Jahresvergleich abschwächen. Das Wirtschaftsvertrauen dürfte leicht auf 116 Punkte zurückgehen. Unabhängig davon beraten Bund und Länder über den Kampf gegen die Omikron-Variante des Coronavirus. Geplant sind unter anderem weitere Kontaktbeschränkungen und eine Verschärfung der Maskenpflicht.

07:51 Uhr

Tech-Titel ziehen Hang-Seng und Kospi nach oben

Zum Wochenausklang erholen sich die Börsen in Ostasien und Australien von den Verlusten des Vortags. Gleichwohl agieren Anleger meist vorsichtig, denn im späteren Tagesverlauf, wenn die Börsen der Region längst geschlossen sind, wird der stark beachtete offizielle US-Arbeitsmarktbericht für Dezember veröffentlicht. Investoren sind gespannt darauf, ob ein starker Beschäftigungsaufbau ebenfalls für eine rasche geldpolitische Straffung spricht, nachdem das Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung am Mittwoch signalisiert hat, dass die Fed die Zügel früher als bislang erwartet anziehen könnte.

An der Börse in Hongkong gewinnt der Hang-Seng-Index 1,3 Prozent. Dort sind Technologiewerte gefragt, deren ADR sich schon am Donnerstag im US-Handel erholten. Alibaba liegen rund 4 Prozent im Plus. JD.com verbessern sich um 3,7 Prozent und Netease um 2,5 Prozent. In Schanghai geht es mit den Kursen im Schnitt um 0,5 Prozent nach oben.

Der südkoreanische Leitindex Kospi rückt um 1,2 Prozent vor. Indexschwergewicht Samsung legt um 1,6 Prozent zu. Die vorläufigen Viertquartalszahlen des Unternehmens haben überzeugt. Davon profitieren auch SK Hynix (+1,6 Prozent). Einen Vertrauensvorschuss erhält auch die Aktie von LG Electronics (+1,5 Prozent). Der Hersteller von Haushaltsgeräten wird im späteren Tagesverlauf vorläufige Eckdaten veröffentlichen.

07:36 Uhr

Apple-Konkurrent rechnet mit kräftigem Wachstum

Die hohe Nachfrage nach Chips für Rechenzentren hat dem Elektronik-Riesen Samsung im Schlussquartal 2021 kräftige Zuwächse beschert. In seinem Ergebnisausblick für das Quartal geht der Weltmarktführer bei Speicherchips, Smartphones und Fernsehern von einem Anstieg des operativen Gewinns um 52,5 Prozent im Jahresvergleich sowie einem vierteljährlichen Umsatz in Rekordhöhe aus. Der Gewinn aus den Kerngeschäften werde voraussichtlich 13,8 Billionen Won (etwa 10,2 Milliarden Euro) betragen, teilt das südkoreanische Unternehmen - wichtigster Apple-Konkurrent auf dem Smartphone-Markt - mit.

Beim Umsatz erwartet Samsung einen Anstieg um 23,5 Prozent auf 76 Billionen Won (55,9 Milliarden Euro). Schon der Erlös von 74 Billionen Won in den Monaten Juli bis September bedeutete für das Unternehmen einen Quartalsrekord. Genaue Geschäftszahlen legt Samsung traditionell erst zu einem späteren Zeitpunkt vor.

Samsung Electronics
Samsung Electronics 60.200,00
Apple
Apple 167,26

 

07:18 Uhr

Pfund legt zu

Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar 0,1 Prozent auf 115,89 Yen und gibt 0,1 Prozent auf 6,3781 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notiert er kaum verändert bei 0,9212 Franken. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1295 Dollar und notiert kaum verändert bei 1,0406 Franken. Das Pfund Sterling gewinnt 0,1 Prozent auf 1,3546 Dollar.

07:01 Uhr

Asiatische Aktien nur zum Teil auf Erholungskurs

Die asiatischen Märkte haben sich von ihren zweitägigen Verlusten erholt und sind gestiegen. Anleger warteten zunächst, ob die im Laufe des Tages anstehenden US-Arbeitsmarktdaten eine schnellere Anhebung der US-Zinssätze notwendig machen würden. "Ein wichtiger Marktfaktor in dieser Woche war der Anstieg der US-Renditen, nachdem das Sitzungsprotokoll der US-Notenbank für den Monat Dezember veröffentlicht wurde", sagte Kerry Craig, Globaler Markt Stratege bei JP Morgan Asset Management. Aus dem Protokoll ging hervor, dass ein angespannter Arbeitsmarkt und eine anhaltende Inflation die US-Notenbank dazu zwingen könnte, die Zinsen in diesem Jahr stärker anzuheben.

Der Nikkei gibt im Verlauf 0,3 Prozent ab auf 28.395 Punkte. Der Topix verliert 0,4 Prozent. Der Shanghai Composite gewinnt dagegen 0,1 Prozent. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen zieht 0,1 Prozent an.

Nikkei
Nikkei 28.546,98

06:47 Uhr

Gamestop gibt wieder den Kursüberflieger

Die Aktien des US-Videospielehändlers Gamestop springen nach einem Medienbericht über einen Einstieg des Unternehmens in den NFT-Markt im nachbörslichen Handel rund 30 Prozent in die Höhe. Das "Wall Street Journal" schreibt, dass Gamestop im Rahmen seiner Restrukturierung einen Marktplatz für Nonfungible Tokens (NFTs) an den Start bringen und Partnerschaften im Bereich Digitalwährungen eingehen wolle. Bei Gamestop war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Gamestop gehört zu den sogenannten "Meme-Aktien", zu deren Kauf sich Kleinanleger in einschlägigen Internet-Foren etwa auf Reddit gegenseitig aufrufen. Dies hat in der Vergangenheit Hedgefonds in Mitleidenschaft gezogen, die über Leerverkäufe auf einen Kursverfall spekuliert hatten.

Gamestop Corporation
Gamestop Corporation 39,80

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06:24 Uhr

Richtungsweisender Handelstag: Das wird für den Dax wichtig

Nach drei Plustagen im neuen Jahr hat der Dax den Donnerstagshandel mit einem Minus beendet. Ausschlaggebend dafür waren die Daten aus dem Dezember-Protokoll der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), die auf eine raschere Zinswende hindeuten. Im Tagestief rutschte der deutsche Börsenleitindex mit 15.989 Punkten sogar kurzzeitig unter die erst in diesem Jahr zurückeroberte 16.000er Marke. Am Ende stand ein Minus von 220 Punkten oder gut 1,4 Prozent auf 16.052 Zähler. Auch die Wall Street schloss mit Verlusten. Am Morgen wird der Dax um 16.020 Punkte taxiert, ein erneuter Test der 16.000er Marke ist damit nicht unwahrscheinlich.

Kursimpulse nach oben und unten könnten zum Wochenschluss zahlreiche Konjunkturdaten liefern. Am wichtigsten dürfte dabei der US-Arbeitsmarktbericht sein. Experten erwarten für Dezember den Aufbau von 450.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft, rund doppelt so viel wie im Vormonat. Die Daten werden um 14.30 Uhr MEZ veröffentlicht.

Hierzulande stehen bereits am Morgen Daten zur Produktion im produzierenden Gewerbe sowie die Handelsbilanz auf der Agenda. Aus Frankreich folgen Zahlen zur Industrieproduktion und zum privaten Verbrauch. Vonseiten der EU gibt es die Verbraucherpreise, die Einzelhandelsumsätze sowie Daten zum Geschäftsklima und zur Wirtschaftsstimmung.

Zudem dürften die Anleger auch einen politischen Aspekt im Blick haben, denn es findet ein weiteres Treffen von Bund und Ländern statt, um über den Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie zu beraten. Kurz vor Weihnachten hatten sie die Kontaktbeschränkungen verschärft.

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