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Sichtlich zufrieden am Tag nach der Wahl: AfD-Chefin Frauke Petry.
Sichtlich zufrieden am Tag nach der Wahl: AfD-Chefin Frauke Petry.(Foto: imago/Jens Jeske)

Stern-RTL-Wahltrend: Die AfD ist im Höhenrausch

Dass die Parteien mit der AfD rechnen müssen, steht längst fest. In der jüngsten Forsa-Umfrage klettert sie auf ihren bisher höchsten Wert. Auch die Liberalen berappeln sich. Verlierer ist mal wieder die SPD.

Die AfD ist im Aufschwung. Das haben nicht nur die Landtagswahlen am Wochenende gezeigt, wo sie jeweils zweistellige Ergebnisse erzielte und in Sachsen-Anhalt sogar auf 24 Prozent kam. Auch beim neuen Stern-RTL-Wahltrend kommt sie auf ihren bisher höchsten Wert. Im Vergleich zur Vorwoche legt sie bundesweit um einen Prozentpunkt zu und liegt nun bei 11 Prozent.

Auch die FDP verlässt den Umfragekeller, in dem sie monatelang feststeckte. Erstmals seit Langem kommt sie wieder auf 7 Prozent und klettert damit um einen Punkt in der Gunst der Wähler. Die Linke steigt von 9 auf 10 Prozent. Verlierer der Forsa-Umfrage, die allerdings noch vor den Landtagswahlen am Wochenende durchgeführt worden war, sind SPD und Grüne. Die SPD gibt einen Punkt ab und rutscht auf 22 Prozent - ihren tiefsten Wert in diesem Jahr. Die Grünen verlieren ebenfalls einen Punkt und liegen nun bei 10 Prozent. Die Union verharrt bei 35 Prozent, für die sonstigen Parteien würden sich 5 Prozent der Wähler entscheiden.

In der Frage nach der Kanzlerpräferenz liegt CDU-Chefin Angela Merkel eindeutig vorn. Wie schon in der Vorwoche würden sich 50 Prozent aller Deutschen für sie als Kanzlerin entscheiden, für SPD-Chef Sigmar Gabriel sind es gerade mal 14 Prozent - immerhin ein Punkt mehr als noch vor einer Woche.

Besonders bemerkenswert: Auch 55 Prozent der Grünen-Anhänger und 36 Prozent der SPD-Anhänger würden sich eher für Merkel als für Gabriel entscheiden. Sogar bei den AfD-Anhängern punktet Merkel ein wenig: 13 Prozent würden für sie, 9 Prozent für Gabriel stimmen. Die überwiegende Mehrheit von ihnen, 78 Prozent, würde allerdings keinen der beiden zum Kanzler haben wollen.

Bei der Frage nach der politischen Kompetenz gewinnen sowohl Union als auch SPD jeweils einen Punkt. Der Union trauen 28 Prozent der Menschen - so viele wie noch nie in diesem Jahr - zu, am besten mit den Problemen fertig zu werden, der SPD 9 Prozent. Der weitaus größte Teil der Wähler, 55 Prozent, glaubt allerdings, dass keine der Parteien mit den Problemen fertig wird.

Für den Stern-RTL-Wahltrend wurden vom 7. bis zum 11. März 2505 Personen befragt. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei 2,5 Punkten.

Quelle: n-tv.de

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