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Frankreichs Premier Hollande und Kanzlerin Merkel: Deutschland bemüht sich um europäische Unterstützung in der Flüchtlingskrise.
Frankreichs Premier Hollande und Kanzlerin Merkel: Deutschland bemüht sich um europäische Unterstützung in der Flüchtlingskrise.(Foto: dpa)

Stern-RTL-Wahltrend: Merkel kann mit Europa-Kurs punkten

Innen- wie außenpolitisch wird Kanzlerin Merkel seit Wochen bestürmt: Sie möge ihren Kurs in der Flüchtlingskrise ändern. Doch die CDU-Chefin bleibt bei ihrem europäischen Ansatz - und gewinnt in der Wählergunst hinzu.

Kann Kanzlerin Angela Merkel die Deutschen mit ihrem Flüchtlingskurs überzeugen? Der neue Stern-RTL-Wahltrend zeigt: Das gilt offenbar zumindest für einen guten Teil der Bevölkerung.

Bei der Frage, welchen Politiker die Menschen zur Kanzlerin oder zum Kanzler bestimmen würden, wenn sie direkt zur Wahl stünden, gewinnt Merkel im Vergleich zur Vorwoche zwei Prozentpunkte hinzu. 50 Prozent der Befragten entscheiden sich für die CDU-Chefin. Das ist das erste Mal in diesem Jahr - und damit nach den Übergriffen von Köln -, dass Merkel einen derartig hohen Wert erreicht.

Bemerkenswert ist der Zeitraum, in der die Befragung durchgeführt wurde. Forsa befragte 2501 Menschen zwischen dem 29. Februar und dem 4. März. Das sind die Tage nach dem viel beachteten Auftritt Merkels in der ARD-Talksendung "Anne Will". In dieser hatte Merkel ihren Kurs verteidigt und auf einer europäischen Lösung der Krise beharrt. Nationalen Alleingängen erteilte sie eine Absage.

AfD wieder zweistellig

Die wachsende Zustimmung zu dieser Position spiegelt sich auch in der Frage wider, welcher Partei die Menschen am ehesten zutrauen, die Probleme des Landes zu bewältigen. Auch hier steigt der Wert für die Union um zwei Prozentpunkte - auch wenn mit der CSU ein Teil der Union andere Ansichten in der Flüchtlingsfrage vertritt als Merkel. 27 Prozent setzen auf die Union, nur 8 Prozent auf die SPD. Der Anteil derer, die keiner Partei die Lösung der Probleme zutrauen, nimmt ab. Dennoch bezweifeln noch immer 56 Prozent der Befragten die politische Kompetenz der Parteien.

Bewegung gibt es auch in der Sonntagsfrage: Die AfD steigt wieder um 1 Prozentpunkt auf 10 Prozent. Um 1 Punkt zulegen können auch die Grünen, sie stehen bei 11 Prozent. SPD und Linkspartei verlieren dagegen je 1 Prozentpunkt, sie landen bei 23 beziehungsweise 9 Prozent. FDP und Union verharren bei 6 respektive 35 Prozent.

Quelle: n-tv.de

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