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Elektrische Knatterkiste Famel XF-17 kehrt als Stromer zurück

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Einst fuhr die XF-17 mit einem Zweitakter mit 50 Kubikzentimetern Hubraum knatternd ums Eck. Das wird sich bei der E-XF in jedem Fall ändern.

(Foto: Famel)

Im Zweiradmarkt war der Name Famel einst eine feste Größe, nutzten die Portugiesen doch Zündapp-Technik. Jetzt wagt das Unternehmen einen Neuanfang. Starten will man mit einer Legende, die der alten Optik frönt, aber mit zeitgemäßem Antrieb fährt.

In den 60er- bis 80er-Jahren hat sich die Firma Famel in Portugal unter anderem mit ihren Mopeds mit Zündapp-Technik einen Namen gemacht. Das Pendant zur KS50 hieß Tejo XF-17. Diese XF-17 soll nun als E-XF wiederbelebt werden. Optisch ähnelt sie dem historischen Original in vielen Punkten, technisch geht sie allerdings ganz andere Wege: Wie das E im Modellnamen bereits ankündigt, wird das revitalisierte "Mokick" elektrisch angetrieben.

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LED-Licht ist bei der E-XF natürlich genauso Pflicht wie ein Digitaltacho.

(Foto: Famel)

Das Design der E-XF orientiert sich mit M-Lenker und Höckersitzbank an den Vorlieben der Vorstadtrocker der 70er-Jahre. Eine Tankattrappe lässt die Neuzeit-Famel ebenfalls nach Knatterkiste aussehen. Klassisch gestrickt sind außerdem der tragende Stahlrohrrahmen sowie das Fahrwerk mit Telegabel und einer hinteren Zweiarmschwinge mit Federbeinen links und rechts.

Es finden sich allerdings auch moderne Details wie ein LED-Tagfahrlichtring im Rundscheinwerfer oder die Displayanzeige im Cockpit. Zudem sitzt dort, wo einst ein 50er-Zweitakter arbeitete, eine Batterie, die einen im Hinterrad integrierten Nabenmotor mit Strom versorgt.

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Den Tank an der E-XF bräuchte es nicht, sieht aber viel besser aus, wenn der als Attrappe immer noch da ist.

(Foto: Famel)

Das Elektroaggregat leistet 7 PS, was eine Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h erlaubt. Eine Zulassung als Kleinkraftrad ist ebenfalls möglich. Dann wird das Tempo auf 45 km/h gedrosselt. Die Batteriekapazität von rund 2,9 kWh soll 80 Kilometer Reichweite erlauben. Die Ladezeit an der Haushaltssteckdose wird mit vier Stunden angegeben.

Die Portugiesen wollen 2022 erste Exemplare einer limitierten Edition ausschließlich an Kunden in Portugal ausliefern. Der Preis steht final noch nicht genau fest, soll sich aber bei rund 4100 Euro einpendeln. Der Markenverantwortliche Joel Sousa ist überzeugt, dass der Markt für elektrische Zweiräder in Europa in den kommenden Jahren stark wachsen wird. Deshalb plant er, mit Famel auch in andere Länder Europas zu expandieren und seine E-Bikes außerhalb seiner Heimat zu vertreiben.

Quelle: ntv.de, hpr/sp-x

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