Auto

2050 fast nur noch elektrisch Yamaha kündigt CO2-Neutralität an

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Die Yamaha TY-E ist das erste E-Motorrad von Yamaha.

(Foto: Yamaha)

Seit geraumer Zeit überbieten sich die Autohersteller mit ihren Ankündigungen zur CO2-Neutralität. Jetzt hat einer der größten Motorradhersteller nachgezogen und stellt seine Pläne diesbezüglich vor.

Während Autohersteller allenthalben verkünden, dass sie in absehbarer Zeit nur noch Elektrofahrzeuge anbieten werden, sind solche Ansagen bei den Motorradherstellern eher selten. Der erste Zweiradhersteller, der jetzt diesbezüglich ein klares Zeichen setzt, ist Yamaha. Die Japaner kündigten jetzt nämlich an, ab dem Jahr 2050 neun von zehn Motorrädern mit E-Antrieb verkaufen zu wollen.

Eine endgültige Abkehr vom Verbrenner blieb aber auch hier offen. Denn das, was neben dem Elektromotor die Maschinen bewegen soll, sind tatsächlich neue hocheffiziente Verbrenner oder E-Fuels. Damit stößt Yamaha in das gleiche Horn, das bereits von Honda bespielt wird. Auch hier ist ab 2024 ein Treibstoffmix angedacht.

Verbesserte Verbrenner

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Der von Yamaha vorgestellte ölgekühlte E-Motor leistet 440 PS.

(Foto: Yamaha)

Doch bevor es stringent in Richtung E-Mobilität geht, will Yamaha die Generation der sogenannten Blue-Core-Motoren der aktuellen Rollergeneration weiter verfeinern und die drehmomentstarken Crossplan-Motoren, wie sie zum Beispiel in der MT-07 zu finden sind, optimieren. Dafür soll die Kompression erhöht, die Kühlung verbessert und die Reibung einzelner Motorteile verringert werden. Außerdem soll die variable Ventilsteuerung weiter verbessert werden. Hinzu kommen automatisierte Schaltgetriebe und erweiterte Drive-By-Wire-Technologien.

Ziel ist es schließlich, die Verbräuche der Motorräder bis zum Jahr 2050, im Vergleich zu 2010, fast zu halbieren. Dazu sollen dann auch sogenannte E-Fuels beitragen, also synthetische Kraftstoffe, die aus Strom, Wasser und Kohlendioxid bestehen.

E-Motor mit 440 PS im Portfolio

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Der E-Motor könnte eine Alternative für die momentan von Yamaha produzierten Außenbordmotoren sein.

(Foto: Yamaha)

Wer jetzt glaubt, die Japaner gingen unvorbereitet in das CO2-Rennen, der irrt. Bereits im April 2021 stellte Yamaha einen ölgekühlten Elektromotor vor, der 440 PS leistet. Der war bei der Leistung natürlich für ein Auto gedacht, aber eine Übertragung ins Motorrad ist mit etwas weniger Kraft durchaus denkbar.

Bleibt noch die Frage nach der Brennstoffzelle und dem Wasserstoff. Diese Antriebstechnologie sehen die Japaner für ihre Motorräder nicht. Ein solches Triebwerk wäre eher als Ersatz für die vom Unternehmen angebotenen V8-Außenbordmotoren denkbar, die aus 5,6 Litern Hubraum 425 PS schöpfen und gerne in Dreierreihe am Heck bestimmter Schnellbote angebracht sind.

Quelle: ntv.de, hpr

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