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Wieder was gelernt Brauchen wir bald alle eine Klimaanlage?

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(Foto: picture alliance / dpa)

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Der Glutsommer ist fürs Erste vorbei. Aber die nächste Hitzewelle kommt bestimmt, dann wird die Wohnung wieder zum Backofen. Die Lösung für dieses Problem kennen wir bereits aus dem Auto und aus den USA: Klimaanlagen sind in Deutschland gefragt wie nie.

Darum geht's in dieser Folge von "Wieder was gelernt". Lesen Sie hier einen kurzen Auszug.

Ende Juli ist in Zentraleuropa ein Hitzerekord nach dem anderen gefallen: 41,8 Grad in Belgien. 42,6 Grad in Deutschland. 46 Grad in Frankreich. Erträglich ist der Alltag bei solchen Temperaturen nicht mehr. Zu Hause, in der aufgeheizten Wohnung, helfen nur schwere, dunkle Vorhänge, Ventilatoren und Hausmittel wie feuchte Laken.

Angenehm kühl sind nur das klimatisierte Auto oder Büro, dort ist die Hitze kein Problem. In deutschen Haushalten genießen Klimaanlagen aber noch Seltenheitswert. 2015 waren einer Umfrage zufolge nur drei Prozent der Privathaushalte klimatisiert. Seitdem steigt der Absatz, sagt Maximilian Schichtl. Er ist Inhaber und Geschäftsführer der MS Klimaanlagen GmbH.

"Ich sehe da schon einen ordentlichen Run im Privatbereich. Die Anfragen steigen meines Erachtens jedes Jahr. Meistens sind es Dachgeschosswohnungen oder Einfamilienhäuser, in denen das Dachgeschoss klimatisiert werden soll."

Warum Klimaanlagen beliebt sind, ist klar: Gerade für ältere und gesundheitlich angeschlagene Menschen sind sie ein Segen. Immanuel Stieß beschäftigt sich am Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) mit Klimaschutz im Alltag. Er hofft trotz der offensichtlichen Vorteile, dass möglichst viele Haushalte eine andere Lösung finden. Denn mit Klimaanlagen ärgern wir nicht nur die Umwelt, sondern auch unsere Nachbarn.

"Die Wärme verschwindet ja nicht. Man kann es gut sehen, wenn man im Sommer in Südeuropa an einem Haus vorbeigeht, an dem viele Klimaanlagen draußen hängen. Da ist es deutlich wärmer, selbst wenn es schon warm ist. Das führt dazu, dass sich Städte im Sommer noch stärker aufheizen. Es findet eine positive Rückkopplung statt: Wir verschärfen das Problem, das wir eigentlich lösen wollen."

Welche Alternativen Immanuel Stieß vorschlägt und warum Klimaanlagen für Maximilian Schichtl deutlich besser sind als ihr Ruf, erfahren Sie in dieser Folge von "Wieder was gelernt".

Wieder was gelernt

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Quelle: n-tv.de

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