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Wieder was gelernt So baut man Atombomben

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(Foto: picture alliance / dpa)

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Neun Länder besitzen Atomwaffen. Bald könnten es zehn sein: Nach jahrelanger Pause hat der Iran angefangen, mehr Uran anzureichern, als das internationale Atomabkommen erlaubt. Die iranische Führung reagiert damit auf ihren Streit mit den USA.

Aber was bedeutet das eigentlich, Uran anreichern? Und wie schnell könnte der Iran tatsächlich eine Atomwaffe bauen? Das erfahren Sie in dieser Folge von "Wieder was gelernt". Lesen Sie hier einen kurzen Auszug.

Ein einfaches Atomwaffenprogramm ist nicht sonderlich teuer. Das erkennen wir daran, dass unter anderem Nordkorea und Pakistan zu den Atommächten gehören. Auch Terrororganisationen, Drogenkartelle oder die Mafia hätten das nötige Kleingeld, aber ihnen fehlt eine entscheidende Voraussetzung - das hat uns Karl-Heinz Kamp erzählt. Er ist der Präsident der Bundesakademie für Sicherheitspolitik.

"Osama bin Laden hat versucht, an Atomwaffen zu kommen, aber in der Regel können terroristische Organisationen oder auch große Drogenkartelle so etwas nicht, auch wenn sie einen Haufen Geld haben. Da brauchen sie staatliche Strukturen. Die Frage ist: Woher kriegen Sie zehntausend Zentrifugen? Wo lagern Sie die? Wo beschaffen Sie das Natururan? Das sind alles Prozesse, die sind transparent. Würde das Medellin-Kartell auf einmal anfangen, große Mengen Natururan zu importieren, würde man sich fragen: Was passiert da eigentlich? Das können Staaten wesentlich besser verstecken."

Ein Atomwaffenprogramm ist nicht unbedingt teuer, aber aufwendig und auffällig. Das Natururan zum Beispiel müssen wir anreichern, damit es als spaltbares Material taugt. Dafür brauchen wir viele Tausend Zentrifugen. Wo wir die günstig herbekommen und warum das Anreichern der komplizierteste Schritt beim Atomwaffenbau ist, erfahren Sie in dieser Ausgabe von "Wieder was gelernt".

Wieder was gelernt

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Quelle: n-tv.de