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Wieder was gelernt Mondstaub frisst sich in Astronauten-Lungen

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(Foto: picture alliance/dpa)

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Am 20. Juli 1969 hinterlassen Neil Armstrong und Buzz Aldrin die ersten Fußabdrücke der Menschheit auf dem Mond. Was sie damals nicht wissen: Der Staub auf dem Erdtrabanten dringt in ihre Raumanzüge ein und greift ihre Atemwege an.

Warum das so ist, hören Sie in dieser Folge von "Wieder was gelernt". Lesen Sie hier einen kurzen Auszug.

Neil Armstrong und Buzz Aldrin haben nur 21,5 Stunden auf dem Mond verbracht, die allermeiste Zeit davon in ihrer Mondlandefähre "Eagle". Für sie war der Mondstaub kein großes Problem. Erst bei späteren Apollo-Mission, als die Astronauten bis zu drei Tage auf dem Mond geblieben sind, ist der Nasa bewusst geworden, wie nervig und gefährlich Mondstaub sein kann. 

Harrison Schmitt gehörte zur Apollo-17-Mission und hat als bisher letzter Mensch den Mond betreten. Er sagt, Mondstaub sei fein und klebrig, dringe in die Raumanzüge ein und verursache Mond-Heuschnupfen. Ulrich Köhler vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sagt, wir können uns Mondstaub am ehesten wie feines Zementmehl vorstellen.

"Schmitt war der einzige Wissenschaftler von den zwölf Menschen auf dem Mond. Er schildert, dass diese feinen Partikel in die Atemwege eingedrungen sind und zum Niesen gereizt haben, weil sie so scharfkantig sind und dann zu ganz winzig kleinen Entzündungen entlang der Atemwege geführt haben. Und das scheint wirklich ein größeres Problem zu sein. Zum Beispiel, wenn man längere Aufenthalte auf dem Mond plant, was ja vielleicht in den 2020er- und 2030er Jahren mal der Fall sein soll."

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Der erste Fußabdruck auf dem Mond von Neil Armstrong.

(Foto: picture alliance / dpa)

Künftige Missionen auf dem Mond sollen nicht mehr Tage, sondern Wochen und Monate dauern. Dann bräuchten die Astronauten dichte Raumanzüge, aber auch eine Unterkunft. Dabei kann Mondstaub möglicherweise helfen. Inwiefern, hören Sie in dieser Ausgabe von "Wieder was gelernt".

Wieder was gelernt

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Quelle: n-tv.de, sks

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