Panorama

Frist bis Mitternacht Bremer Sportwettbüros vor dem Aus

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Knapp drei Dutzend Sportwettenbüros in Bremen haben noch bis Mitternacht Zeit, freiwillig zu schließen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im Kampf gegen Geldwäsche verlangt Bremen von allen Sportwettbüros einen Nachweis über die legale Herkunft des Geldes. Dies ist laut Innensenator keiner der 32 Einrichtungen gelungen. Sie müssen nun schließen.

Die Sportwettbüros in Bremen müssen vorerst schließen. Nach Zustellung der in der vergangenen Woche vom Ordnungsamt verschickten Bescheide an die vier Wettveranstalter seien alle Sportwettbüros in der Stadt Bremen illegal, teilte Bremens Innensenator Ulrich Mäurer mit. Bis 24 Uhr hätten die geduldeten Betriebe Zeit, freiwillig zu schließen. Acht beantragte neue Sportwettbüros dürften zudem nicht öffnen.

Bremen verpflichtet als einziges Bundesland die Betreiber der örtlichen Wettbüros, die Herkunft ihres Gründungskapitals offenzulegen. Mäurer sagte, keines der 32 Wettbüros in der Hansestadt habe die legale Herkunft des Kapitals nachweisen können. Bis zu diesem Freitag durften die Unternehmen noch Unterlagen nachreichen. Bislang seien Unterlagen für insgesamt 19 Wettbüros eingegangen.

Hintergrund des Vorgehens ist eine Änderung des Glücksspielgesetzes in Bremen vor einem Jahr. Damit sollte ein Schlupfloch im bundesweit geltenden Geldwäschegesetz geschlossen werden, wie der Senator sagte: "Vor dem Hintergrund einer umfangreichen Risikoanalyse des Bundesfinanzministeriums zu Branchen, die besonders anfällig für Geldwäsche sind, war unser zentrales Anliegen, die rechtmäßige Herkunft der für die Vermittlung von Sportwetten erforderlichen Mittel zu überprüfen."

Den Vorwurf der Rufschädigung wies Bremens Innensenator zurück: "Wenn eine Branche nachweislich für das Waschen schmutziger Gelder aus Drogen- und Menschenhandel missbraucht wird, dann ist es nicht nur legitim, sondern zwingend notwendig, vorzubeugen und genau hinzuschauen." Niemand unterstelle damit, dass in Sportwettbüros im Land Bremen tatsächlich Geld gewaschen werde. Dafür gebe es derzeit keine Hinweise. Allerdings stehe die Polizei bereit, sofort Ermittlungen aufzunehmen, sagte Mäurer.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa

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