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Es wird wieder winterlich Chancen für weiße Weihnacht stehen gut

Vom ersten Schneefall ist vielerorts schon nicht mehr viel übrig. ntv-Meteorologe Björn Alexander macht aber Hoffnung: Mit sinkenden Temperaturen in der Weihnachtswoche ist ein weißes Fest im Bergland sowie im Norden und Osten Deutschlands gut möglich.

ntv: Die Tage bis Weihnachten sind ja übersichtlich. Sind es die Chancen auf Schnee zum Fest ebenfalls?

Björn Alexander: Noch sind beim Trend für unser Wetter an Heiligabend und Weihnachten viele Fragezeichen bei den Prognosen vorhanden. Denn die verschiedenen Wettercomputer springen von Tag zu Tag.

Was heißt das konkret?

So wie es sich momentan darstellt, gilt vor allem, dass es im Anschluss an den vierten Advent in der Weihnachtswoche erst einmal kälter wird. Die Nachtfröste breiten sich aus, der Dauerfrost klopft im Bergland an und insofern sind die Chancen für Schnee zum Fest nach jetzigem Stand durchaus gegeben. Das gilt insbesondere im Bergland, wo die Schneereste von letzter Woche noch überdauern dürften.

Wo ist es denn sicher weiß zum Fest?

Das gilt mit einer Wahrscheinlichkeit von 80 Prozent und mehr in den Hochlagen von Bayerischem Wald, Alpen, Hochschwarzwald, Oberharz und Erzgebirge. Ansonsten geben die Wettercomputer noch unterschiedliche Signale in puncto Niederschläge.

Wo könnte es denn für Schnee noch reichen?

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Im bayrischen Bergland liegt ein wenig Schnee - und zu Weihnachten könnte es noch mehr werden.

(Foto: imago images/Ulrich Wagner)

Momentan sieht es generell für den Norden und den Osten unseres Landes am besten aus. Hier berechnet beispielsweise das europäische Wettermodell am Mittwoch und Donnerstag nächster Woche gute Chancen für Schnee, so dass die Wahrscheinlichkeit für die Weiße Weihnacht dort bei um die 40 bis 50 Prozent rangiert. In der Südwesthälfte sind es - je nach Höhenlage und abseits der höheren Berge - nach aktuellem Stand um die 10 bis 40 Prozent.

Das klingt grundsätzlich gesehen gar nicht so schlecht - zumindest verglichen mit den letzten Jahren.

Das ist auch so. Denn die Wetterlage der nächsten Woche ist sicherlich für einige Überraschungen gut. Es wird auf jeden Fall vorerst einmal nicht langweilig. Und das ist - verglichen mit den letzten Jahren - definitiv eine ganz andere Ausgangslage, die noch einiges in petto haben könnte.

Wetterextreme der ganz anderen Art erlebten die Menschen zuletzt in den USA. Nach den verheerenden Tornados am Wochenende zog am Mittwoch ein massiver Staubsturm übers Land. Wie kommt es zu so außergewöhnlichen Wetterereignissen?

Über den USA hatte sich zuletzt ein brisantes Luftmassengemisch eingefunden. Auf der einen Seite im Nordwesten Winterluft mit entsprechenden Temperaturen, während sich von Süden her bis in den Bereich Chicago, also bis in den Nordosten USA, Spätsommerwärme eingefunden hatte.

Wie warm war es denn dort und welche Temperaturen erleben die Menschen dort normalerweise?

Speziell in den nördlichen Bereichen toben zu dieser Jahreszeit durchaus mal Winterstürme mit viel Schnee und Dauerfrost. Im Gegensatz dazu vermeldeten die Wetterstationen bis rauf in den Norden am Mittwoch Spitzenwerte bis an die 25 Grad. Gleichzeitig rückte von Westen her die Kaltfront mit Winterluft heran. Und dieses Gerangel der Jahreszeiten entlud sich in Windgeschwindigkeiten von bis zu 160 km/h. Außerdem herrschte in den betroffenen Gebieten eine wochenlange Dürre, so dass Sand und Staub mit Leichtigkeit aufgewirbelt werden konnten. Das Ganze auf einer Fläche von mehreren 10.000 Quadratkilometern.

Vom heftigen Sturm zurück zu unseren hoffentlich ruhigeren Aussichten am vierten Adventswochenende. Was erwartet uns?

ntv-Meteorologe Björn Alexander

ntv-Meteorologe Björn Alexander

(Foto: ntv)

Der Samstag verläuft unter Hochdruckeinfluss überwiegend stark bewölkt oder bedeckt und teils fällt etwas Nieselregen. Häufigere Auflockerungen sind besonders Richtung Ostsee drin. Und auch im Süden bestehen Chancen, dass sich zumindest für ein paar Stunden die Sonne blicken lässt. Dazu Höchstwerte von 1 bis 9 Grad.

Und am Sonntag?

Ändert sich bei den Temperaturen zwischen 1 Grad im zähen Nebel im Süden und bis zu 9 Grad im zunehmend windigen Nordwesten nur wenig. Abseits vom Nebel und Hochnebel sowie im Norden bestehen hierbei noch die meisten Optionen auf Sonnenschein, während es ansonsten leider abermals recht trüb durch den Tag geht. Dabei ist im Osten auch mal etwas Schnee oder Regen möglich.

Wie geht es anschließend weiter?

Es wird schrittweise kälter und der Nachtfrost breitet sich immer weiter aus. Derweil sind am Montag tagsüber maximal noch minus 1 bis plus 7 Grad zu erwarten. Dabei bekommt die Sonne endlich auch über der breiten Mitte mal wieder mehr Anteile am Himmel, während im Süden Schnee- oder Schneeregenschauer drin sind.

Was machen die Temperaturen danach?

Zur Wochenmitte breitet sich die kältere Luft von Osten und Nordosten weiter aus, so dass es zunehmend winterlicher wird. Die Temperaturen verharren tagsüber somit meistens bei minus 2 bis plus 5 Grad und nachts wird es verbreitet frostig.

Quelle: ntv.de

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